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Sinner fordert von MTV Verzicht auf "Popetown"

Verfasst: 28. April 2006 14:08
von techno-com
[jv] München - Bayerns Medienminister Eberhard Sinner (CSU) fordert vom Sender MTV einen Verzicht auf die angekündigte Ausstrahlung einer Folge der umstrittenen Serie "Popetown".

"Zu unserem Wertefundament gehört Respekt vor den religiösen Gefühlen und Anschauungen eines jeden Menschen, gleich welcher Glaubensrichtung", sagte Sinner am Donnerstag anlässlich der Jahrestagung des Verbandes Bayerischer Zeitungsverleger in Aschaffenburg.

Er fügte hinzu: "MTV sollte deswegen auf die Ausstrahlung der Serie 'Popetown', die gezielt die religiösen Gefühle der Christen verletzt, generell verzichten."

Die Werbung für die Fernsehserie in der vorösterlichen Karwoche sei eine "beispiellose Entgleisung" gewesen, kritisierte Sinner. Nachdem der Sender bewusst den christlichen Glauben verunglimpft habe, diene die jetzt geplante MTV-Diskussionsrunde ganz offensichtlich der weiteren Vermarktung. Sinner rief die Medien insgesamt auf, verantwortungsvoll mit der Meinungs- und Pressefreiheit umzugehen und auf die religiösen Gefühle der Menschen Rücksicht zu nehmen.

In "Popetown" geht es laut MTV um einen "durchgeknallten Papst" und einen kriminellen Kardinal, die "ungewollt-gewollte Todesfälle, die Versklavung von Kindern und weitere, äußerst seltsame Vorfälle in 'Popetown'" bedingen. Nach Protesten aus Politik und Kirchen kündigte MTV am Mittwoch an, vorerst nur eine Folge zu zeigen und anschließend eine Live-Diskussion über das Format mit Vertretern von Kirchen, Politik und Medien auszustrahlen. Auf heftige Kritik war insbesondere eine Zeitschriftenwerbung für das Format gestoßen, in der unter dem Titel "Lachen statt rumhängen" ein vom Kreuz herabgestiegener Jesus Christus vor dem Fernseher abgebildet war.


Quelle: http://www.digitalfernsehen.de vom 28.4.06