Telekom: Ohne Lizenz keine Bundesliga über IPTV
Verfasst: 21. Juni 2006 14:51
[jv] Schwerin - Die Übertragung der Fußballbundesliga über das geplante neue Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Telekom ist nach Auffassung der Landesmedienanstalten lizenzpflichtig.
Wie der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, Reinhold Albert, am Dienstag der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires nach Beratungen des Gremiums in Schwerin sagte, ist es Konsens aller Anstalten, dass eine Ausstrahlung auf Basis des Internet-Protokolls nur mit einer Sendelizenz möglich sei.
Die entscheidenden Frage sei, ob die Telekom oder ihr Vertragspartner Premiere als Rundfunk-Veranstalter anzusehen sei, sagte Albert. Sollte der Pay-TV-Sender diese Rolle ausfüllen, wären die Bundesliga-Sendungen wohl durch seine bestehende Sendelizenz gedeckt. Problematisch würde es, wenn die Telekom der Veranstalter sei. Albert verwies auf den Anteil des Bundes an dem Bonner Konzern, was dem Gebot der Staatsferne im Rundfunk zuwiderlaufe.
Zur Klärung der Veranstalterfrage wollen die Medienanstalten nun das Vertragswerk zwischen der Telekom und Premiere genau untersuchen. Eine abschließende Bewertung werde man auf der nächsten Sitzung der Direktorenkonferenz am 13. Juli treffen, sagte Albert, der an der Spitze der Niedersächsischen Landesmedienanstalt in Hannover steht.
Die Telekom hatte Ende vorigen Jahres von der Deutschen Fußball Liga das Recht erhalten, die nächsten drei Bundesliga-Spielzeiten via IP-Signal zu verbreiten. Das will der Bonner Konzern über sein im Aufbau befindliches VDSL-Netz tun, und hierbei Kombi-Angebote mit Telefon und Internetzugang anbieten.
Quelle: http://www.digitalfernsehen.de vom 20.6.06
Wie der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, Reinhold Albert, am Dienstag der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires nach Beratungen des Gremiums in Schwerin sagte, ist es Konsens aller Anstalten, dass eine Ausstrahlung auf Basis des Internet-Protokolls nur mit einer Sendelizenz möglich sei.
Die entscheidenden Frage sei, ob die Telekom oder ihr Vertragspartner Premiere als Rundfunk-Veranstalter anzusehen sei, sagte Albert. Sollte der Pay-TV-Sender diese Rolle ausfüllen, wären die Bundesliga-Sendungen wohl durch seine bestehende Sendelizenz gedeckt. Problematisch würde es, wenn die Telekom der Veranstalter sei. Albert verwies auf den Anteil des Bundes an dem Bonner Konzern, was dem Gebot der Staatsferne im Rundfunk zuwiderlaufe.
Zur Klärung der Veranstalterfrage wollen die Medienanstalten nun das Vertragswerk zwischen der Telekom und Premiere genau untersuchen. Eine abschließende Bewertung werde man auf der nächsten Sitzung der Direktorenkonferenz am 13. Juli treffen, sagte Albert, der an der Spitze der Niedersächsischen Landesmedienanstalt in Hannover steht.
Die Telekom hatte Ende vorigen Jahres von der Deutschen Fußball Liga das Recht erhalten, die nächsten drei Bundesliga-Spielzeiten via IP-Signal zu verbreiten. Das will der Bonner Konzern über sein im Aufbau befindliches VDSL-Netz tun, und hierbei Kombi-Angebote mit Telefon und Internetzugang anbieten.
Quelle: http://www.digitalfernsehen.de vom 20.6.06