Bavaria Film reorganisiert Firmenstruktur
Verfasst: 17. Juli 2006 10:07
[jv] Hamburg - Die durch die Affäre um Schleichwerbung in die Schlagzeilen geratene Münchner Produktionsfirma Bavaria wird neu organisiert.
"Die Affäre hat dazu beigetragen, dass unsere Gesellschafter einiges hinterfragt haben, auch die Firmenstruktur", sagte der neue Bavaria-Geschäftsführer Matthias Esche dem "Spiegel".
Die Bavaria sei in den vergangenen zehn Jahren vom regional zum bundesweit tätigen Unternehmen gewachsen. "Deshalb hat der Aufsichtsrat jetzt beschlossen, eine Holding namens Bavaria-Film einzurichten", betonte Esche. Bis Februar soll die Neuorganisation abgeschlossen sein.
So werde die Firmengruppe übersichtlicher und transparenter, betonte der Geschäftsführer, der künftig die Kinosparte der traditionsreichen Produktionsfirma ausbauen will. Die Bavaria solle Anlaufstelle für junge Autoren und Regisseure jenseits des Mainstreams werden. "Mit Marcus Mittermeier arbeiten wir schon konkret an seinem Nachfolgeprojekt zu 'Muxmäuschenstill', einer schrägen Mediengeschichte", fügte er hinzu.
Im TV-Bereich seien zudem ein Projekt über das Olympiattentat in München 1972 sowie ein "Großprojekt" über die Industriellenfamilie Krupp für das ZDF in Arbeit. Mit Heinrich Breloer habe man nach dessen aktuellem Bavaria-Projekt "Die Buddenbrooks" schon eine Idee für sein übernächstes Vorhaben - einen Film über Adenauer.
Esche leitet seit Januar die Geschicke der Firma. In der Affäre ging es um geschäftsmäßig betriebene Schleichwerbung in ARD-Sendungen wie der Vorabendserie "Marienhof", die von der Bavaria und Tochterunternehmen produziert wurden.
Quelle: http://www.digitalfernsehen.de vom 17.7.06
"Die Affäre hat dazu beigetragen, dass unsere Gesellschafter einiges hinterfragt haben, auch die Firmenstruktur", sagte der neue Bavaria-Geschäftsführer Matthias Esche dem "Spiegel".
Die Bavaria sei in den vergangenen zehn Jahren vom regional zum bundesweit tätigen Unternehmen gewachsen. "Deshalb hat der Aufsichtsrat jetzt beschlossen, eine Holding namens Bavaria-Film einzurichten", betonte Esche. Bis Februar soll die Neuorganisation abgeschlossen sein.
So werde die Firmengruppe übersichtlicher und transparenter, betonte der Geschäftsführer, der künftig die Kinosparte der traditionsreichen Produktionsfirma ausbauen will. Die Bavaria solle Anlaufstelle für junge Autoren und Regisseure jenseits des Mainstreams werden. "Mit Marcus Mittermeier arbeiten wir schon konkret an seinem Nachfolgeprojekt zu 'Muxmäuschenstill', einer schrägen Mediengeschichte", fügte er hinzu.
Im TV-Bereich seien zudem ein Projekt über das Olympiattentat in München 1972 sowie ein "Großprojekt" über die Industriellenfamilie Krupp für das ZDF in Arbeit. Mit Heinrich Breloer habe man nach dessen aktuellem Bavaria-Projekt "Die Buddenbrooks" schon eine Idee für sein übernächstes Vorhaben - einen Film über Adenauer.
Esche leitet seit Januar die Geschicke der Firma. In der Affäre ging es um geschäftsmäßig betriebene Schleichwerbung in ARD-Sendungen wie der Vorabendserie "Marienhof", die von der Bavaria und Tochterunternehmen produziert wurden.
Quelle: http://www.digitalfernsehen.de vom 17.7.06