Fußball: Neue Sender, mehr deutsche Spiele
Verfasst: 17. September 2007 13:36
[ha] Hannover - Neue TV-Sender, altbekannte Gesichter: Die Fußball-Fans müssen die Spiele der europäischen Fußball-Wettbewerbe oft auf neuen Kanälen suchen.
Zugleich dürfen sie sich aber auf mehr Live-Übertragungen mit deutschen Mannschaften als in der vorigen Saison freuen. Allein sechs Champions-League-Partien mit Bundesliga-Teams laufen bei Sat.1 in der Vorrunde, darunter drei mit dem deutschen Meister VfB Stuttgart.
Die Bayern-Heimspiele im UEFA-Cup gibt es hingegen beim Fußball-Neuling Pro7, der kurioserweise keine eigene Sportredaktion hat – genau wie der ehemalige und neue Champions-League-Sender Sat.1. Wo Sat.1 draufsteht, ist Premiere drin: Der Pay-TV-Sender produziert die kompletten Übertragungen für den frei empfangbaren Konkurrenten, der bis 2006 die Champions League gezeigt hatte. "Champions TV" heißt die Sendung, die im Vorjahr hauptsächlich beim Deutschen Sportfernsehen (DSF) lief.
Premiere-Mann Sebastian Hellmann moderiert, Premiere-Leute wie Marcel Reif kommentieren, Premiere-Techniker produzieren – Sat.1 stellt nur den Programmplatz zur Verfügung und darf einen Gast in der Sendung unterbringen. Im Gegensatz zum Vorjahr sehen die Fans aber mehr Spiele mit deutschen Teams, weil Sat.1 anders als das DSF ein Erstzugriffsrecht für die Mittwochs-Spiele hat.
Stuttgart-Anhänger sehen daher die drei VfB-Auswärtsspiele im frei empfangbaren Fernsehen, mindestens eine Partie gibt es von Bremen (gegen Piräus) und von Schalke (beim FC Chelsea). Insgesamt 13 Begegnungen der Meisterliga laufen bei Sat.1, darunter auch das Finale. Das volle Programm, also alle 125 Spiele, gibt es allerdings nur bei Premiere.
"Wir wollten eine größere Reichweite für unser Produkt", kommentierte Premiere-Vorstandsmitglied Carsten Schmidt den Wechsel mit der verbesserten Werbemöglichkeit für sein Unternehmen. Sat.1 hat bei vergleichbaren Spielen etwa drei Mal so viele Zuschauer wie der Spartensender. Die verminderte Exklusivität für den Abo-Sender dürfte durch die Lizenzgebühr von Sat.1 ausgeglichen werden.
Eine neue Möglichkeit, Champions-League-Spiele zu sehen, bietet Premiere im Internet. Unter der Adresse vod.premiere.de können Fans ohne Premiere-Abonnement, aber mit schnellem Internetzugang eine Partie für zehn Euro abrufen. Einen fliegenden Wechsel gibt es im UEFA-Cup. Das DSF überträgt am Dienstag (18 Uhr) das HSV-Spiel bei Litex Lowetsch und am Donnerstag Bayer Leverkusen gegen Uniao Leira (17.15 Uhr).
Pro7 zeigt am Donnerstag (19.00) die Partie des FC Bayern gegen Belenenses Lissabon und das ZDF die Partie des 1. FC Nürnberg gegen Rapid Bukarest (20.45 Uhr). Bis zum Viertelfinale dürfen die Vereine ihre Heimspiele selber vermarkten, meist läuft das über die Agentur Sportfive. Erst dann greift die Zentralvermarktung der UEFA, bei der Sat. 1 die Free-TV-Rechte erworben hat.
Fußball-Neuling Pro7 bewältigt sein UEFA-Cup-Debüt ohne eigene Sportredaktion, die Fans sehen aber altbekannte Gesichter wie das von Oliver Welke, ehemaliger Sat.1-Mann, der zuletzt bei Arena war. Von dem nur ein Jahr bestehenden Pay-TV-Sender kommen auch Mitarbeiter wie Kommentator Holger Pfandt, Produzent Albert Schmitt-Fleckenstein oder Reporter Uli Köhler.
Pro7 hat die Rechte für maximal fünf Heimspiele erworben. Falls Bayern in der 1. Runde ausscheidet, wäre es allerdings ein einmaliges Vergnügen für Pro7, denn das Rückspiel des Rekordmeisters aus München in Lissabon wird vom ZDF gezeigt. (dpa)
Quelle: http://www.digitalfernsehen.de vom 17.9.07
Zugleich dürfen sie sich aber auf mehr Live-Übertragungen mit deutschen Mannschaften als in der vorigen Saison freuen. Allein sechs Champions-League-Partien mit Bundesliga-Teams laufen bei Sat.1 in der Vorrunde, darunter drei mit dem deutschen Meister VfB Stuttgart.
Die Bayern-Heimspiele im UEFA-Cup gibt es hingegen beim Fußball-Neuling Pro7, der kurioserweise keine eigene Sportredaktion hat – genau wie der ehemalige und neue Champions-League-Sender Sat.1. Wo Sat.1 draufsteht, ist Premiere drin: Der Pay-TV-Sender produziert die kompletten Übertragungen für den frei empfangbaren Konkurrenten, der bis 2006 die Champions League gezeigt hatte. "Champions TV" heißt die Sendung, die im Vorjahr hauptsächlich beim Deutschen Sportfernsehen (DSF) lief.
Premiere-Mann Sebastian Hellmann moderiert, Premiere-Leute wie Marcel Reif kommentieren, Premiere-Techniker produzieren – Sat.1 stellt nur den Programmplatz zur Verfügung und darf einen Gast in der Sendung unterbringen. Im Gegensatz zum Vorjahr sehen die Fans aber mehr Spiele mit deutschen Teams, weil Sat.1 anders als das DSF ein Erstzugriffsrecht für die Mittwochs-Spiele hat.
Stuttgart-Anhänger sehen daher die drei VfB-Auswärtsspiele im frei empfangbaren Fernsehen, mindestens eine Partie gibt es von Bremen (gegen Piräus) und von Schalke (beim FC Chelsea). Insgesamt 13 Begegnungen der Meisterliga laufen bei Sat.1, darunter auch das Finale. Das volle Programm, also alle 125 Spiele, gibt es allerdings nur bei Premiere.
"Wir wollten eine größere Reichweite für unser Produkt", kommentierte Premiere-Vorstandsmitglied Carsten Schmidt den Wechsel mit der verbesserten Werbemöglichkeit für sein Unternehmen. Sat.1 hat bei vergleichbaren Spielen etwa drei Mal so viele Zuschauer wie der Spartensender. Die verminderte Exklusivität für den Abo-Sender dürfte durch die Lizenzgebühr von Sat.1 ausgeglichen werden.
Eine neue Möglichkeit, Champions-League-Spiele zu sehen, bietet Premiere im Internet. Unter der Adresse vod.premiere.de können Fans ohne Premiere-Abonnement, aber mit schnellem Internetzugang eine Partie für zehn Euro abrufen. Einen fliegenden Wechsel gibt es im UEFA-Cup. Das DSF überträgt am Dienstag (18 Uhr) das HSV-Spiel bei Litex Lowetsch und am Donnerstag Bayer Leverkusen gegen Uniao Leira (17.15 Uhr).
Pro7 zeigt am Donnerstag (19.00) die Partie des FC Bayern gegen Belenenses Lissabon und das ZDF die Partie des 1. FC Nürnberg gegen Rapid Bukarest (20.45 Uhr). Bis zum Viertelfinale dürfen die Vereine ihre Heimspiele selber vermarkten, meist läuft das über die Agentur Sportfive. Erst dann greift die Zentralvermarktung der UEFA, bei der Sat. 1 die Free-TV-Rechte erworben hat.
Fußball-Neuling Pro7 bewältigt sein UEFA-Cup-Debüt ohne eigene Sportredaktion, die Fans sehen aber altbekannte Gesichter wie das von Oliver Welke, ehemaliger Sat.1-Mann, der zuletzt bei Arena war. Von dem nur ein Jahr bestehenden Pay-TV-Sender kommen auch Mitarbeiter wie Kommentator Holger Pfandt, Produzent Albert Schmitt-Fleckenstein oder Reporter Uli Köhler.
Pro7 hat die Rechte für maximal fünf Heimspiele erworben. Falls Bayern in der 1. Runde ausscheidet, wäre es allerdings ein einmaliges Vergnügen für Pro7, denn das Rückspiel des Rekordmeisters aus München in Lissabon wird vom ZDF gezeigt. (dpa)
Quelle: http://www.digitalfernsehen.de vom 17.9.07