Premiere verliert weiter Kunden (Update)
Verfasst: 8. August 2006 15:36
[jv] Unterföhring - Der Abo-Fernsehsender Premiere sieht sich trotz eines Millionenverlustes im zweiten Quartal nicht unter Druck.
Premiere habe seine Marktposition trotz eines "besonders schwierigen und kritischen Umfelds" nach dem Verlust der Bundesligarechte und der "intensiven Marketinganstrengungen" des neuen Wettbewerbers Arena behauptet, sagte Senderchef Georg Kofler am Dienstag in München bei der Präsentation des Zahlen für das zweite Quartal.
Als Begründung nannte der Bezahlsender einen buchhalterischen Sondereffekt aufgrund von Abschreibungen. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Minus von 40 Millionen Euro gerechnet. Zudem sei das operative Quartalsergebnis durch einen Sonderaufwand in Höhe von 35 Millionen Euro für die Lizenz und Produktion der Fußball-Weltmeisterschaft belastet worden, hieß es weiter. Das Kofler zufolge hat der Verlust der Bundesligarechte dem Sender 70 000 Sonderkündigungen eingebracht. Davon seien rund 60 Prozent anerkannt worden, 40 Prozent seien nicht berechtigt gewesen, sagte Kofler. Zur Sonderkündigung berechtigt sind Kofler zufolge nur jene Abonnenten, bei denen die Übertragung der Bundesliga "Kernbestandteil" des Abonnements war.
Zum 30. Juni hatte Premiere nach eigenen Angaben 3,4 Millionen Abonnenten. Dies entspreche einem Zuwachs zum Vorjahresquartal von 3,9 Prozent. Allerdings sei die Zahl im Vergleich zum ersten Quartal 2006 um rund 79 000 oder 2,3 Prozent zurück gegangen. Von Januar bis Juni seien insgesamt 124 000 Abonnenten (3,5 Prozent) ausgestiegen. Kofler bewertete den Rückgang als "ausgesprochen moderat" und "alles andere als dramatisch".
Premiere hatte im vergangenen Dezember die Pay-TV-Rechte an der Bundesliga für die Saison 2006/07 verloren. Im Netzgebiet von Kabel Deutschland kann Premiere aber das Live-Bundesliga-Angebot von Arena in seine Programm-Plattform integrieren.
Im zweiten Quartal rutschte Premiere allerdings tiefer in die roten Zahlen als erwartet. Der Nachsteuerverlust zwischen April und Juni betrage 139 Millionen Euro, teilte der Sender mit. Als Begründung nannte der Bezahlsender einen Sondereffekt aufgrund von Abschreibungen. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Minus von nur 40 Millionen Euro gerechnet.
Eine neue Ergebnisprognose für das Gesamtjahr, die der entstandenen Situation bei den Bundesliga-Rechten Rechnung trägt, will Premiere erst nach dem dritten Quartal im November veröffentlichen. Die Aktie des im Börsensegment MDAX gelisteten Unternehmens verlor bis 14.30 Uhr 5,5 Prozent auf 9,48 Euro.
Kofler wies die Einschätzung von Analysten zurück, dass die im zweiten Quartal erfolgten Abschreibungen Zweifel an der wirtschaftlichen Zukunft des Unternehmens aufkommen ließen. "Das Management ist nach wie vor der Überzeugung, dass Premiere in der Zukunft klare Perspektiven für die Profitabilität hat", sagte Kofler. Finanzvorstand Michael Börnicke ergänzte, mit der Abschreibung, die das Nettoergebnis der Premiere AG im zweiten Quartal mit rund 90 Millionen Euro belastete, wolle Premiere "einen Schlussstrich unter das erste Halbjahr ziehen".
Quelle: http://www.digitalfernsehen.de vom 8.8.06
Premiere habe seine Marktposition trotz eines "besonders schwierigen und kritischen Umfelds" nach dem Verlust der Bundesligarechte und der "intensiven Marketinganstrengungen" des neuen Wettbewerbers Arena behauptet, sagte Senderchef Georg Kofler am Dienstag in München bei der Präsentation des Zahlen für das zweite Quartal.
Als Begründung nannte der Bezahlsender einen buchhalterischen Sondereffekt aufgrund von Abschreibungen. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Minus von 40 Millionen Euro gerechnet. Zudem sei das operative Quartalsergebnis durch einen Sonderaufwand in Höhe von 35 Millionen Euro für die Lizenz und Produktion der Fußball-Weltmeisterschaft belastet worden, hieß es weiter. Das Kofler zufolge hat der Verlust der Bundesligarechte dem Sender 70 000 Sonderkündigungen eingebracht. Davon seien rund 60 Prozent anerkannt worden, 40 Prozent seien nicht berechtigt gewesen, sagte Kofler. Zur Sonderkündigung berechtigt sind Kofler zufolge nur jene Abonnenten, bei denen die Übertragung der Bundesliga "Kernbestandteil" des Abonnements war.
Zum 30. Juni hatte Premiere nach eigenen Angaben 3,4 Millionen Abonnenten. Dies entspreche einem Zuwachs zum Vorjahresquartal von 3,9 Prozent. Allerdings sei die Zahl im Vergleich zum ersten Quartal 2006 um rund 79 000 oder 2,3 Prozent zurück gegangen. Von Januar bis Juni seien insgesamt 124 000 Abonnenten (3,5 Prozent) ausgestiegen. Kofler bewertete den Rückgang als "ausgesprochen moderat" und "alles andere als dramatisch".
Premiere hatte im vergangenen Dezember die Pay-TV-Rechte an der Bundesliga für die Saison 2006/07 verloren. Im Netzgebiet von Kabel Deutschland kann Premiere aber das Live-Bundesliga-Angebot von Arena in seine Programm-Plattform integrieren.
Im zweiten Quartal rutschte Premiere allerdings tiefer in die roten Zahlen als erwartet. Der Nachsteuerverlust zwischen April und Juni betrage 139 Millionen Euro, teilte der Sender mit. Als Begründung nannte der Bezahlsender einen Sondereffekt aufgrund von Abschreibungen. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Minus von nur 40 Millionen Euro gerechnet.
Eine neue Ergebnisprognose für das Gesamtjahr, die der entstandenen Situation bei den Bundesliga-Rechten Rechnung trägt, will Premiere erst nach dem dritten Quartal im November veröffentlichen. Die Aktie des im Börsensegment MDAX gelisteten Unternehmens verlor bis 14.30 Uhr 5,5 Prozent auf 9,48 Euro.
Kofler wies die Einschätzung von Analysten zurück, dass die im zweiten Quartal erfolgten Abschreibungen Zweifel an der wirtschaftlichen Zukunft des Unternehmens aufkommen ließen. "Das Management ist nach wie vor der Überzeugung, dass Premiere in der Zukunft klare Perspektiven für die Profitabilität hat", sagte Kofler. Finanzvorstand Michael Börnicke ergänzte, mit der Abschreibung, die das Nettoergebnis der Premiere AG im zweiten Quartal mit rund 90 Millionen Euro belastete, wolle Premiere "einen Schlussstrich unter das erste Halbjahr ziehen".
Quelle: http://www.digitalfernsehen.de vom 8.8.06