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Kartellamt: Premiere-Preiserhöhung ohne Einfluss auf Deal

Verfasst: 14. Juli 2007 09:40
von techno-com
Kartellamt: Premiere-Preiserhöhung ohne Einfluss auf Arena-Deal

[fp] Bonn/München - Im Kartellverfahren um die künftige Zusammenarbeit zwischen Arena und Premiere spielen mögliche Preiserhöhungen des Münchener Bezahlsenders für Bundesliga-Live-Fußball keine Rolle.

"Das ist nicht Gegenstand dieses Verfahrens", sagte ein Kartellamtssprecher am Freitag in Bonn.

Medienberichten zufolge plant Premiere für die Zeit nach der Übernahme der Bundesliga-Übertragungsrechte vom Konkurrenten Arena, einer Tochter des Kölner Kabelnetzbetreibers Unity Media, eine Preiserhöhung. Premiere wolle bereits ab August, wenn die neue Saison beginnt, die Preise für Abonnenten des Bundesliga-Pakets auf 19,90 Euro im Monat erhöhen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagausgabe) unter Berufung auf Branchenkreise. Bisher müssen Fußballfans bei Arena monatlich 14,90 Euro bezahlen. Nur für Satelliten-Kunden kommt derzeit noch eine Gebühr von fünf Euro im Monat hinzu.

Mögliche Preiserhöhungen durch Premiere als Sublizenznehmer für die Bundesliga-Pay-TV-Rechte seien "reine Spekulationen" die man nicht kommentieren wolle, sagte der Kartellamtssprecher. Möglich sei allenfalls ein Preismissbrauchsverfahren. In einem solchen Verfahren würde dann geprüft, ob Premiere eine marktbeherrschende Stellung innehat und welche Kosten das Angebot von Live-Fußball verursacht. "Dieser Fall ist aber rein hypothetisch", sagte der Sprecher der Wettbewerbsbehörde.

Derzeit prüft das Bundeskartellamt die Übernahme der Bundesligarechte von Arena durch Premiere. Eine Entscheidung falle voraussichtlich am kommenden Dienstag, hieß es bei der Behörde.


Quelle: http://www.digitalfernsehen.de vom 13.7.07