Kabelfachverband kritisiert Arena
Verfasst: 10. August 2006 12:13
[jv] Köln - Der Geschäftsführer des Fachverbandes Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen (FRK), Heinz-Peter Labonte, beklagt das Verhalten des Sportrechtevermarkters Arena.
Die amerikanischen Finanzinvestoren, die Arena und zugleich die Kabelnetze von Ish und Iesy betreiben, stellten die kleinen und mittelständischen Kabelnetzbetreiber mit einer Zwangsabgabe für die Fußballbundesliga unter massiven Finanzdruck, sagte Labonte "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht.
Dahinter stehe letztlich eine Verdrängungsstrategie im Kabelmarkt. Labonte schätzte, dass zwischen drei und sechs Millionen Haushalte in Deutschland keine Fußball-Bundesliga empfangen werden, weil sich die Kabelnetzbetreiber einer "Zwangsabgabe" an Arena verweigern werden. Der FRK vertritt dem Blatt zufolge Kabelnetzbetreiber, die nach eignen Angaben das Bindeglied zu etwa rund einem Drittel aller deutschen Kabelkunden sind. Der Verband hat beim Bundeskartellamt Beschwerde gegen Arena wegen wettbewerbswidrigem Verhalten eingelegt.
Labonte äußerte zudem die Vermutung, dass Arena den Konkurrenten Premiere öffentlich in Frage stelle, um den Börsenwert des Bezahl-Senders weiter zu drücken. "Das ist ein Spiel", erklärte Labonte. "Finanzinvestoren übernehmen bei Premiere dann irgendwann eine Vollversammlungsmehrheit über Aktien- und Anteilstausch. Und die Premiere-Aktie geht anschließend durch die Decke. Danach steigt man wieder aus. So läuft das."
Quelle: http://www.digitalfernsehen.de vom 10.8.06
Die amerikanischen Finanzinvestoren, die Arena und zugleich die Kabelnetze von Ish und Iesy betreiben, stellten die kleinen und mittelständischen Kabelnetzbetreiber mit einer Zwangsabgabe für die Fußballbundesliga unter massiven Finanzdruck, sagte Labonte "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht.
Dahinter stehe letztlich eine Verdrängungsstrategie im Kabelmarkt. Labonte schätzte, dass zwischen drei und sechs Millionen Haushalte in Deutschland keine Fußball-Bundesliga empfangen werden, weil sich die Kabelnetzbetreiber einer "Zwangsabgabe" an Arena verweigern werden. Der FRK vertritt dem Blatt zufolge Kabelnetzbetreiber, die nach eignen Angaben das Bindeglied zu etwa rund einem Drittel aller deutschen Kabelkunden sind. Der Verband hat beim Bundeskartellamt Beschwerde gegen Arena wegen wettbewerbswidrigem Verhalten eingelegt.
Labonte äußerte zudem die Vermutung, dass Arena den Konkurrenten Premiere öffentlich in Frage stelle, um den Börsenwert des Bezahl-Senders weiter zu drücken. "Das ist ein Spiel", erklärte Labonte. "Finanzinvestoren übernehmen bei Premiere dann irgendwann eine Vollversammlungsmehrheit über Aktien- und Anteilstausch. Und die Premiere-Aktie geht anschließend durch die Decke. Danach steigt man wieder aus. So läuft das."
Quelle: http://www.digitalfernsehen.de vom 10.8.06