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Durchgangsdose, aber mit welcher Dämpfung?

Verfasst: 30. März 2014 13:43
von GAP
Hallo und erst mal große Lob für die vielen kompetente Ratschläge!
Bin bei meiner Suche immer wieder auf diese Forum gestoßen. Diese Arbeit soll mit einer Bestellung belohnt werden. :1147


Es kommt selten vor, aber ich habe Fragen, die ich weder mit der Boardsuche noch durch googeln beantworten konnte. Ich bin von den vielen unterschiedlichen Anwendungsbeispielen mittlerweile etwas verwirrt. Deshalb dieses Thema.

Es geht um die Durchgangsdosen in einem Unicablesystem. Die gibt es ja mit verschieden Widerständen bzw. Dämpfungen. Jetzt war ich immer der Meinung - je weniger Dämpfung, desto besser. So einfach scheint das aber nicht zu sein. Woher weiß ich welche Dose (Dämpfung) ich wo einsetzen muss? <--- Verständnisfrage.


Geplant ist folgendes:

Der/die/das LNB (UK102) wird sich am Balkon befinden und mit 5m Kabel (SAT-KA20), einer Fensterdurchführung (Fenster1) und weiteren 5m Kabel mit der ersten Dose (JAD310TRS ?) verbunden. Dort soll ein einfacher Receiver angeschlossen werden. Von der Dose geht es weiter ins nächste Zimmer (2,5m Kabel). Dort steht ein PC mit Doppeltuner TV-Karte (TBS 6982). An dieser Stelle hätte ich jetzt einen diodenentkoppelten Verteiler (SAT-VTKATEBC10) eingesetzt. Da bin ich mir aber nicht sicher ob das richtig ist. Ich könnte mir vorstellen, dass ich eine zweite Dose mit Endwiderstand benötige. (?)


Die Fragen, die sich mir stellen sind:

Brauche ich noch eine zweite Dose oder kann ich den Verteiler direkt anschließen?
Welche Dose(n) und vor allem welche Dämpfung sollte ich nehmen?
Der LNB würde in dem Fall vom Receiver mit Spannung versorgt?

Wahrscheinlich fehlen mir simple Grundlagen, komme aber einfach nicht weiter. Das Thema scheint sehr vielschichtig zu sein. Um so dankbare wäre ich für eine Antwort.


PS: Wo finde ich die Abdeckplatten und Aufputzrahmen für die Dose?

Gruß
Björn

Re: Durchgangsdose, aber mit welcher Dämpfung?

Verfasst: 31. März 2014 12:18
von techno-com
GAP hat geschrieben:Hallo und erst mal große Lob für die vielen kompetente Ratschläge!
Hallo und Herzlich Willkommen im Forum :1117 + Danke für die Blumen :1112
GAP hat geschrieben:Jetzt war ich immer der Meinung - je weniger Dämpfung, desto besser. So einfach scheint das aber nicht zu sein. Woher weiß ich welche Dose (Dämpfung) ich wo einsetzen muss? <--- Verständnisfrage.
".. je weniger Dämpfung, desto besser..." kann man natürlich immer denken, bei dem digitalen Empfang ist dem aber nicht ganz so ! Der Pegel der am Receiver anliegen muss liegt zwischen 47-73dbµV (optimale Werte 50-70dbµV), da ist also eine riesen Spanne die man hat. Der Signalpegel (=Signalstärke) ist auch nur hier relevant, alles andere wird über die Signalqualität gemessen ... diese macht wirklich die Qualität vom Signal aus, nicht aber zu vergleichen mit der Qualität vom Bild (diese ist bei digitalem Empfang immer 0 oder 1, also geht nicht oder geht ....).
Die Dämpfungen der Antennendosen ergibt sich aus dem Anlagenaufbau, je länger ein Kabelweg wird desto mehr Dämpfung erfährt das Signal auf diesem Weg und desto weniger muss dann immer die Auskoppeldämpfung an der Dose werden um das zu kompensieren (am besten wäre natürlich an jeder Antennendose genau der gleiche Ausgangspegel...).
GAP hat geschrieben:Der/die/das LNB (UK102) wird sich am Balkon befinden und mit 5m Kabel (SAT-KA20), einer Fensterdurchführung (Fenster1) und weiteren 5m Kabel mit der ersten Dose (JAD310TRS ?) verbunden. Dort soll ein einfacher Receiver angeschlossen werden. Von der Dose geht es weiter ins nächste Zimmer (2,5m Kabel). Dort steht ein PC mit Doppeltuner TV-Karte (TBS 6982).
Das sind ja "keine" Kabelwege ! Ein Koaxkabel hat normal 30-40db Dämpfung auf 100m, d.h. bei ihren 5 Metern wären das nur ca. 1.5-2db Verlust auf dem Kabel .....
Das bedeutet das man hier zuerst eine Jultec JAD310TRS (Durchgangsdose mit 10db Auskoppeldämpfung) und dann eine Jultec JAD307TRS (wahre Enddose für Unicable-Systeme mit 7db Auskoppeldämpfung).
In z.B. diesem Beitrag finden sie Hinweise und Verlinkungen zu Pegelberechnungen => Fragen zu Umstieg von Kabel auf SAT
GAP hat geschrieben:An dieser Stelle hätte ich jetzt einen diodenentkoppelten Verteiler (SAT-VTKATEBC10) eingesetzt. Da bin ich mir aber nicht sicher ob das richtig ist. Ich könnte mir vorstellen, dass ich eine zweite Dose mit Endwiderstand benötige. (?)
Ja, die JAD307 könnten sie auch weg lassen und nur einen diodenentkoppelten Verteiler (Kathrein EBC10 wie von ihnen als Artikelnummer genannt) setzen. Auch dieser stellt die notwendige Entkopplung zwischen den Receivern an dem Strang dann her.
GAP hat geschrieben:Brauche ich noch eine zweite Dose oder kann ich den Verteiler direkt anschließen?
Könnte man, muss man aber bei ihrem Vorhaben nicht.
GAP hat geschrieben:Welche Dose(n) und vor allem welche Dämpfung sollte ich nehmen?
Siehe Erklärung zuvor schon.
GAP hat geschrieben:Der LNB würde in dem Fall vom Receiver mit Spannung versorgt?
Ja, die LNB-Speisung wird durch diese Dosen + Verteiler hindurch raus zum LNB übertragen.
GAP hat geschrieben:PS: Wo finde ich die Abdeckplatten und Aufputzrahmen für die Dose?
Diese Artikel werde ich innerhalb der nächsten Stunde in den Shop aufnehmen, kommt rein unter "Antennendosen".
Nachtrag: ist online => Aufputzrahmen incl. 3-Loch Deckel für Antennendose

Re: Durchgangsdose, aber mit welcher Dämpfung?

Verfasst: 13. April 2014 18:11
von GAP
Super! Vielen Dank für die Erklärung.

Bin begeistert von diesem Service. :respekt:
Bestellung ist auch schon raus. dann kann ich nächste Woche anfangen mit der Operation Unicable. :1128

Bis dahin

Re: Durchgangsdose, aber mit welcher Dämpfung?

Verfasst: 14. April 2014 05:59
von techno-com
Wird wohl diese hier sein, ich stell das mal hier ein.

Noch mal ein kurzes Feedback

Verfasst: 1. Mai 2014 18:13
von GAP
Hab's hinbekommen. Funktioniert alles blendend! :1114

Ein paar kleinen Stolperstein hatte ich jedoch.
Zuerst wird genörgelt :neutral: Und zwar ging der Stecker des weißen Quick-Patch-Kabels so stramm auf den Verteiler, dass ich beim abziehen, das Kabel ohne Stecker in der Hand hatte. Ich habe es halt wieder reingesteckt und mit Klebeband fixiert - funktioniert trotzdem. Da ich den Stecker der anderen Seite abgeschnitten hatte, um das Kabel durch die Wand zu führen, war an eine Reklamation nicht zu denken. :1112

Der Rest ließ sich wirklich gut verarbeiten und machte einen wertigen Eindruck. Besonders beeindruckt hatten mich die Self-Install F-Stecker. Die halten als wären sie angeschweißt.

Für andere Anfänger:
Wichtig ist dass man den Teilnehmern ihren Frequenzen zuteilt. Die Frequenzen stehen übrigens auf der Verpackung des LNB!
Ausserdem sollte man erst alles fertig verkabeln und anschließen bevor man erste Funktionstests startet.


PS: Noch mal danke für die freundliche Beratung. Werde Ihren Shop weiterempfehlen.

:thx


Gruß
Björn