Neuordnung Gemeinschaftsanlage in Altbau
Verfasst: 27. Juli 2014 12:25
Wir planen bedingt durch eine Sanierung des Hauses eine "Neuordnung" des Fernsehempfangs in einem 50er-Jahre Haus - Standort ist Stuttgart.
Da wir keine Profis auf dem Gebiet der Empfangsanlagen sind, benötigen wir ein wenig Hilfe das Thema „gedanklich zu sortieren“.
Im Bestand gibt es ein "wildes Durcheinander" verschiedener Empfangswege.
Neben der alten terrestrischen Dachantenne (UKW/VHF), den Zuleitungen vom Kabelanschluss (Kabel BW), haben einige Eigentümer auch Ihre eigenen Satellitenschüsseln montiert.
Ein bestehendes Leitungsnetz gibt es nur für die terrestrische Dachantenne. Hierfür wurde vom Keller ausgehend für jede Haushälfte (auf der Straßenseite) ein eigener Strang nach oben geführt und für jede Wohnung eine Anschlussdose abgezweigt. Die Dosen hängen „in einer Reihe alle hintereinander“.
Antennenkabel für Kabel- und Satellitenanschluss wurden individuell und sichtbar auf der Außenwand in die Wohnungen verzogen.
Da jetzt die Außenwand gedämmt werden soll, besteht die Möglichkeit unter der Dämmung neue Leitungen auf der Außenwand zu verziehen und jede Wohnung neu zu versorgen. Die Nutzung des bestehenden Kabelnetzes der alten Dachantenne macht wahrscheinlich wenig Sinn.
Es sollen, so ist der Wunsch, alle drei Empfangswege (DVB-T/DAB+, DCB-C und DVB-S2) in jede Wohnung geführt werden. Zudem soll auch die Anzahl der Antennendosen je Wohnungen auf zwei bis drei Stück erhöht werden.
Jede Wohnung hat eine Fassadenseite zur Straßen und zum Hof. Es gibt zwei Zimmer zur Straße und ein Zimmer zum Hof.
Über den Keller können beide Fassadenseiten erreicht werden.
Fernsehen soll primär über Satellit empfangen werden, Kabelanschluss dient zukünftig eher der Möglichkeit des Anschlusses von Telefon+Internet und terrestrisch steht der Empfang von Digitalradio im Mittelpunkt.
Es besteht derzeit also der Wunsch folgende Konfiguration auszuführen:
Wohnung 1: 2 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Wohnung 2: 2 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Wohnung 3: 3 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Wohnung 4: 3 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Wohnung 5: 2 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Wohnung 6: 3 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Wohnung 7: 2 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Wohnung 8: 3 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Wohnung 9: 2 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Gesamt: 22 x DVB-S2, 9-18 x DVB-C, 9-18 x DVB-T/DAB+
Erschwerend kommt nun hinzu,
(1) dass nicht nur 1 Satellit angepeilt werden soll, sondern neben Astra und Hotbird auch Türksat 42°
(2) die Zimmer liegen sowohl auf der Straßen-, als auch auf der Hofseite.
Eine Verteilung innerhalb der Wohnungen ist nicht möglich, d.h. die Verteilung muss vom Dach oder vom Keller aus erfolgen.
Alle Bewohner möchten nach Möglichkeit Ihre vorhandenen externen und/oder im TV integrierten Receiver weiter verwenden.
Jetzt sind wir etwas ratlos, auf welchem Wege wir dieses "Projekt" anpacken könnten und welche Kosten sich dadurch ergeben.
Gegebenenfalls stellt sich dann (von der Kostenseite) heraus, dass die Anzahl der Teilnehmer-Anschlüsse zu hoch ist, und jede Wohnung "nur" zwei Stück Antennendosen (Gesamt 18 Stk.) bekommen kann/soll.
Im Keller gibt es für den Kabelanschluss einen BK-Verstärker (Delta BKD 30 / RV65-20F1) und einen 8-Way-Splitter (VT 0886F) von Kabel BW.
Für die terrestrische Dachantenne gibt es einen alten Mehrbereichs-Verstärker (Hirschmann GNS 440A), der für die zukünftige Aufgabe wohl eher nicht gerüstet ist.
In den Wohnungen soll je Zimmer installiert werden
Hofseite (1 Zimmer je Wohnung):
eine 2-fach-Dose (1 x DVB-S2, 1 x DVB-T/DAB+)
Straßenseite (2 Zimmer je Wohnung):
je eine 3-fach-Dose (1 x DVB-S2, 1 x DVB-C, 1 x DVB-T/DAB+)
Anschlüsse für DVB-C soll es nur auf der Straßenseite. Bei Bedarf kann dann jede Wohnung eine weitere Anschlussdose zum zweiten Zimmer auf dieser Fassadenseite abzweigen.
Folgendes haben wir bislang überlegt:
Variante 1 DVB-S2: Kopfstation mit Umsetzung der Signale von DVB-S2 in DVB-C
Wahrscheinlich auf Grund der unterschiedlichen Wünsche nach Sendern (deutsch, italienisch, türkisch) und der begrenzten Anzahl einspeisbarer Programme weniger praktikabel.
Variante 2 DVB-S2: Eine „große“ Lösung mit ein oder mehreren Satelittenschüsseln und einer Teilnehmerzahl von mindestens 22 Anschlüssen.
Variante 3 DVB-S2: Eine „kleine“ Lösung bei der nur eine begrenzte Anzahl von Wohnungen die gesamte Satelitten-Bandbreite bekommen und die Mehrheit sich mit Astra begnügt. Nachteil: Eine spätere Nachrüstung / Ergänzung eines Satelliten z.B. nach Verkauf der Wohnungen ist nicht mehr oder nur äußerst schwierig möglich (Leerrohre unter der Dämmung?).
Und folgende Fragen haben sich schon aufgedrängt:
Im Dachgeschoss steht allenfalls ein kleiner Bereich für die Montage von Geräten (Kopfstation, Verteiler o.ä.) zur Verfügung.
Wenn alle Leitungen erst in den Keller geführt werden müssen, ergeben sich natürlich größere Kabelwege.
Muss zudem mit größerer Wärmebelastung am Aufstellort der Geräte gerechnet werden?
Macht eine Unicable-Lösung Sinn? Sind alle vorhandenen ggf. auch älteren Geräte für diese Technik geeignet?
Muss man für die Zukunft an SAT-IP denken?
Radio: Macht UKW überhaupt noch Sinn? Gibt es Antennen die UKW und DVB-T/DAB+ können?
Was wäre eine geeignete Lösung für unser Projekt, welche Vor- und Nachteile gäbe es und vor allem mit welchen Kosten müssten wir rechnen?
Besten Dank schon mal für die Hilfe und Unterstützung.
Da wir keine Profis auf dem Gebiet der Empfangsanlagen sind, benötigen wir ein wenig Hilfe das Thema „gedanklich zu sortieren“.
Im Bestand gibt es ein "wildes Durcheinander" verschiedener Empfangswege.
Neben der alten terrestrischen Dachantenne (UKW/VHF), den Zuleitungen vom Kabelanschluss (Kabel BW), haben einige Eigentümer auch Ihre eigenen Satellitenschüsseln montiert.
Ein bestehendes Leitungsnetz gibt es nur für die terrestrische Dachantenne. Hierfür wurde vom Keller ausgehend für jede Haushälfte (auf der Straßenseite) ein eigener Strang nach oben geführt und für jede Wohnung eine Anschlussdose abgezweigt. Die Dosen hängen „in einer Reihe alle hintereinander“.
Antennenkabel für Kabel- und Satellitenanschluss wurden individuell und sichtbar auf der Außenwand in die Wohnungen verzogen.
Da jetzt die Außenwand gedämmt werden soll, besteht die Möglichkeit unter der Dämmung neue Leitungen auf der Außenwand zu verziehen und jede Wohnung neu zu versorgen. Die Nutzung des bestehenden Kabelnetzes der alten Dachantenne macht wahrscheinlich wenig Sinn.
Es sollen, so ist der Wunsch, alle drei Empfangswege (DVB-T/DAB+, DCB-C und DVB-S2) in jede Wohnung geführt werden. Zudem soll auch die Anzahl der Antennendosen je Wohnungen auf zwei bis drei Stück erhöht werden.
Jede Wohnung hat eine Fassadenseite zur Straßen und zum Hof. Es gibt zwei Zimmer zur Straße und ein Zimmer zum Hof.
Über den Keller können beide Fassadenseiten erreicht werden.
Fernsehen soll primär über Satellit empfangen werden, Kabelanschluss dient zukünftig eher der Möglichkeit des Anschlusses von Telefon+Internet und terrestrisch steht der Empfang von Digitalradio im Mittelpunkt.
Es besteht derzeit also der Wunsch folgende Konfiguration auszuführen:
Wohnung 1: 2 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Wohnung 2: 2 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Wohnung 3: 3 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Wohnung 4: 3 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Wohnung 5: 2 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Wohnung 6: 3 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Wohnung 7: 2 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Wohnung 8: 3 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Wohnung 9: 2 x DVB-S2, 1-2 x DVB-C, 1-2 x DVB-T/DAB+
Gesamt: 22 x DVB-S2, 9-18 x DVB-C, 9-18 x DVB-T/DAB+
Erschwerend kommt nun hinzu,
(1) dass nicht nur 1 Satellit angepeilt werden soll, sondern neben Astra und Hotbird auch Türksat 42°
(2) die Zimmer liegen sowohl auf der Straßen-, als auch auf der Hofseite.
Eine Verteilung innerhalb der Wohnungen ist nicht möglich, d.h. die Verteilung muss vom Dach oder vom Keller aus erfolgen.
Alle Bewohner möchten nach Möglichkeit Ihre vorhandenen externen und/oder im TV integrierten Receiver weiter verwenden.
Jetzt sind wir etwas ratlos, auf welchem Wege wir dieses "Projekt" anpacken könnten und welche Kosten sich dadurch ergeben.
Gegebenenfalls stellt sich dann (von der Kostenseite) heraus, dass die Anzahl der Teilnehmer-Anschlüsse zu hoch ist, und jede Wohnung "nur" zwei Stück Antennendosen (Gesamt 18 Stk.) bekommen kann/soll.
Im Keller gibt es für den Kabelanschluss einen BK-Verstärker (Delta BKD 30 / RV65-20F1) und einen 8-Way-Splitter (VT 0886F) von Kabel BW.
Für die terrestrische Dachantenne gibt es einen alten Mehrbereichs-Verstärker (Hirschmann GNS 440A), der für die zukünftige Aufgabe wohl eher nicht gerüstet ist.
In den Wohnungen soll je Zimmer installiert werden
Hofseite (1 Zimmer je Wohnung):
eine 2-fach-Dose (1 x DVB-S2, 1 x DVB-T/DAB+)
Straßenseite (2 Zimmer je Wohnung):
je eine 3-fach-Dose (1 x DVB-S2, 1 x DVB-C, 1 x DVB-T/DAB+)
Anschlüsse für DVB-C soll es nur auf der Straßenseite. Bei Bedarf kann dann jede Wohnung eine weitere Anschlussdose zum zweiten Zimmer auf dieser Fassadenseite abzweigen.
Folgendes haben wir bislang überlegt:
Variante 1 DVB-S2: Kopfstation mit Umsetzung der Signale von DVB-S2 in DVB-C
Wahrscheinlich auf Grund der unterschiedlichen Wünsche nach Sendern (deutsch, italienisch, türkisch) und der begrenzten Anzahl einspeisbarer Programme weniger praktikabel.
Variante 2 DVB-S2: Eine „große“ Lösung mit ein oder mehreren Satelittenschüsseln und einer Teilnehmerzahl von mindestens 22 Anschlüssen.
Variante 3 DVB-S2: Eine „kleine“ Lösung bei der nur eine begrenzte Anzahl von Wohnungen die gesamte Satelitten-Bandbreite bekommen und die Mehrheit sich mit Astra begnügt. Nachteil: Eine spätere Nachrüstung / Ergänzung eines Satelliten z.B. nach Verkauf der Wohnungen ist nicht mehr oder nur äußerst schwierig möglich (Leerrohre unter der Dämmung?).
Und folgende Fragen haben sich schon aufgedrängt:
Im Dachgeschoss steht allenfalls ein kleiner Bereich für die Montage von Geräten (Kopfstation, Verteiler o.ä.) zur Verfügung.
Wenn alle Leitungen erst in den Keller geführt werden müssen, ergeben sich natürlich größere Kabelwege.
Muss zudem mit größerer Wärmebelastung am Aufstellort der Geräte gerechnet werden?
Macht eine Unicable-Lösung Sinn? Sind alle vorhandenen ggf. auch älteren Geräte für diese Technik geeignet?
Muss man für die Zukunft an SAT-IP denken?
Radio: Macht UKW überhaupt noch Sinn? Gibt es Antennen die UKW und DVB-T/DAB+ können?
Was wäre eine geeignete Lösung für unser Projekt, welche Vor- und Nachteile gäbe es und vor allem mit welchen Kosten müssten wir rechnen?
Besten Dank schon mal für die Hilfe und Unterstützung.