Erdung bzw. Potentialausgleich

Wissen sie nicht was sie für ihre Satanlage alles benötigen, haben sie Fragen zu unseren Komplettanlagen oder zur Planung/Installation einer Anlage (Kabelverlegung, Ausrichtung, Multischaltern, LNB etc.) ?
hanshipp
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Erdung bzw. Potentialausgleich

Ungelesener Beitragvon hanshipp » 19. Oktober 2015 15:18

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und habe eine Frage, die vielleicht schon 100x gestellt wurde, aber mir ist nach dem Durchlesen manches noch nicht klar !

Mein Schüssel ist auf dem Dach, ich habe das Haus so übernommen, und mir ehrlich gesagt nie Gedanken über die Anlage gemacht, da ich vorher Kabelgugger war :1110 .

1. Es ist eine Erdung oder Potentialausgleich gemacht worden, dass Kabel hat aber nur diese 4mm² und wurde über die Heizungsrohe realisiert!
Das Kabel ist aber im Moment nicht angeschlossen, da im Falle eines Einschlages die volle Wucht ja auf der Heizung wäre.

Nun mein Voraben:

Ein neues 4mm² Kabel direkt durch ein Leerrohr ziehen und auf die Potentialschiene gehen, dort liegt aber schon ein Nym Kabel, darf man dass ?

Das 16mm² Erdungskabel würde durch das Haus gehen durch einen Schacht der direkt durch den Flur geht, dann im Keller würde ich auf die Potentialschiene gehen.
Ein Stück von dem 16mm² müsste allerdings in ein Leerrohr in eine Wand, darf man das oder gibt es da ganz genaue Wege die ich einhalten muss ?

Wenn der Blitz in die Anlage gehen würde, dann geht doch die Energie durch das 16 und 4mm² Kabel oder, da ja beides mit dem Mast verbunden wird ? d.H. ich hole mir den Blitz direkt ins Haus !

Das klingt nach allem was ich gelesen habe doch wiedersinnig für mich als Laie ?! importantnotice

Was für kosten kommen ca. auf mich zu, wenn mich das machen lassen würde, da ich im Moment den DG ausbaue, sind meine Finanziellen Mittel sehr erschöpft.
Ist eine Erdung über z.B. die Dachrinne (Kupfer gelötet) evtl. sinnvoller, günstiger?

Ich komme aus dem Raum Stuttgart
Vielleicht könnte ich ein unverbindliches Angebot erhalten.

Vielen Dank



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Re: Erdung bzw. Potentialausgleich

Ungelesener Beitragvon techno-com » 19. Oktober 2015 15:32

hanshipp hat geschrieben:Hallo zusammen,

Hallo und Herzlich Willkommen im Forum :freunde

hanshipp hat geschrieben:ich bin neu hier und habe eine Frage, die vielleicht schon 100x gestellt wurde, aber mir ist nach dem Durchlesen manches noch nicht klar !

Wenn ich das jetzt aber noch einmal neu schreibt werde ich keine anderen Worte finden als in der Erklärung unter Erdung Satellitenanlage / Antennenmast + Potentialausgleich + Vormontagen- Aufbau im Schaltschrank incl Potenzialausgleich :1122

hanshipp hat geschrieben:1. Es ist eine Erdung oder Potentialausgleich gemacht worden, dass Kabel hat aber nur diese 4mm² und wurde über die Heizungsrohe realisiert!
Das Kabel ist aber im Moment nicht angeschlossen, da im Falle eines Einschlages die volle Wucht ja auf der Heizung wäre.

Eine Erdung (der "äußere Blitzschutz") muss mit einem 1x16mm² Kabel gemacht werden und darf nicht über Heizungsrohre gemacht werden und sollte/darf nicht durchs Haus führen, genau wei man ja den Blitz draußen halten möchte.

hanshipp hat geschrieben:Nun mein Voraben:

Ein neues 4mm² Kabel direkt durch ein Leerrohr ziehen und auf die Potentialschiene gehen, dort liegt aber schon ein Nym Kabel, darf man dass ?

1. man darf mit dem Potentialausgleichskabel bei einer erdungspflichtigen Antenne nicht auf die Potentialschiene (Haupterdungsschiene / HES) fahren, sondern muss dieses PA-Kabel am geerdeten Mast anschließen
2. ein PA-Kabel 4mm² darf parallel zu anderen Kabeln geführt werden (nur das Erdungskabel 1x16mm² darf das nicht, sondern muss im "Trennungsabstand" verlegt werden)

hanshipp hat geschrieben:Das 16mm² Erdungskabel würde durch das Haus gehen durch einen Schacht der direkt durch den Flur geht, dann im Keller würde ich auf die Potentialschiene gehen.
Ein Stück von dem 16mm² müsste allerdings in ein Leerrohr in eine Wand, darf man das oder gibt es da ganz genaue Wege die ich einhalten muss ?

Außen verlegen, Trennungsabstand einhalten !

hanshipp hat geschrieben:Ist eine Erdung über z.B. die Dachrinne (Kupfer gelötet) evtl. sinnvoller, günstiger?

Fragen an eine zertifizierte Blitzschutzfachkraft die so eine Sache immer vor Ort bewerten/einschätzen muss.

hanshipp hat geschrieben:Das klingt nach allem was ich gelesen habe doch wiedersinnig für mich als Laie ?!

Siehe meine Fussnote die jedem Beitrag anhängt ..... Arbeiten an Blitzschutzsystemen sind dem Fachpersonal unterlegen !

hanshipp hat geschrieben:Was für kosten kommen ca. auf mich zu, wenn mich das machen lassen würde, da ich im Moment den DG ausbaue, sind meine Finanziellen Mittel sehr erschöpft.
hanshipp hat geschrieben:Ich komme aus dem Raum Stuttgart
Vielleicht könnte ich ein unverbindliches Angebot erhalten.

Siehe meine Fussnote, da muss jemand mit Zertifizierung für diese Arbeiten zu Rate gezogen werden der dann auch die Kosten vor Ort besichtigt genau einschätzen kann.
Fussnote_User_techno-com hat geschrieben:Wichtiger Hinweis: sicherheitsrelevante Installationen und Arbeiten an Blitzschutzanlagen/-systemen unterliegen dem Fachpersonal (zertifizierten Blitzschutz-Fachkräften). Informieren Sie sich dort über Folgen und Auswirkungen von Eigenleistung und lassen Sie selbst durchgeführte Installationen von entsprechender Stelle prüfen und abnehmen. Wir erteilen hier keine Rechtsberatung, unsere Hinweise sind nach bestem Wissen und bedürfen einer entsprechenden juristischen/technischen weiteren Beratung.



Hier mal die hierzu passenden Teile aus dem oben verlinkten Erdungs-Beitrag:
techno-com hat geschrieben:.......
Dieser Erdungsblock muss dann mit einem mind. 1x4mm² Potentialausgleichskabel (Potentialausgleichskabel NYY-J 1x6mm² bzw. H07V-U 4mm² mit dem Antennenmast verbunden werden, also genau am gleichen Punkt aufgelegt werden wo auch das Blitzschutzkabel aufgelegt ist (auch wenn der/die Erdungsblock/-blöcke direkt neben der Haupterdungsschiene - HES - im Keller montiert werden dürfen sie nicht dort direkt angeschlossen werden, sondern immer mit dem Punkt verbunden werden wo das 16mm² Blitzschutzkabel am Antennenmast befestigt wurde da sonst einen Schleifenbildung entstehen kann ! JA, das ist schwer und arbeitsaufwändig, ist aber genau so nach DIN festgelegt - Ausnahme das der Potentialausgleich auch direkt an die HES angeschlossen werden darf nur dann wenn kein Blitzschutz durchgeführt werden muss - z.B. wenn die Antenne nicht im dafür vorgeschriebenen Bereich installiert wurde bzw. die Antenne über extra Fangstangen bereits geschützt wurde).

Das Blitzschutz-/ Erdungskabel muss auf direktem und kürzestem Weg vom Antennenmast/ der Wandhalterung an die Haupterdungsschiene (HES) des Hauses laufen und darf nicht neben andere Kabel verlegt sein.
......
......
Weiterhin aber folgender Hinweis:
Zitat von H.A. Kleiske (Fachpublikationen/-artikel ersichtlich unter http://kleiske.de/body_fachinformation.htm )
Kupfer CU-Volldraht (z.B. H07V-U xx) ist vorzugsweise als 1. Wahl deshalb einzusetzen, weil sich die grob- und feindrähtigen Leiter im Fall einer Durchströmung mit Blitzströmen im dreistelligen Kilo-Ampere-Bereich in Wohlgefallen auflösen könnten, wenn ggf. nicht sichergestellt ist, dass alle Einzeldrähte – auch beim Anschluss mit Hilfe von „normalen“ 100 kA Kabelschuhen – zuverlässig erfasst wurden.


Mehr Infos auch unter:
-Suchfunktion des Forums => KLICK oder oben rechts mit den Begriffen "Erdung", "Blitzschutz" und "Potentialausgleich" verwenden !
Hier finden sie sehr viele Beiträge mit Bildern/Zeichnungen/Skizzen wie das zu handhaben/auszuführen ist

Wichtiger weiterer Hinweis:
Der Trennungsabstand ist in der Blitzschutznorm DIN EN 62305-3 (VDE 0185-305-3) gegen blitzstrombelastete Erdleiter geregelt.
Stichwort "Trennungsabstand" => KLICK (Einhaltung von Mindestabständen vom Erdungskabel 1x16mm² zu anderen Kabeln und/oder metallischen Teilen/Anbauten/Aufbauten.
Vereinfachte Faustformel für Blitzschutzklasse 3 gegen einen einzelnen Erdleiter und damit verbundene leitende Teile:
Trennungsabstand "s" = Länge bis PA-Ebene "l" * 0,04 in Luft bzw. 0,08 durch und über feste Stoffe.
Gegen ungeerdete leitende Hausteile in Blitzschutzklasse 3 orientiere ich mich inoffiziell an der bis 2006 gültigen Formel mit Bezug auf die Höhe über Grund und 25 % höheren Koeffizienten, woraus sich diese Faustformel ableitet:
Trennungsabstand "s" = Höhe über Grund "h" * 0,05 in Luft bzw. 0,1 durch und über feste Stoffe.
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Re: Erdung bzw. Potentialausgleich

Ungelesener Beitragvon hanshipp » 21. Oktober 2015 10:51

Hallo,

danke für die Informationen.

So nun ist mir noch etwas nicht ganz klar:

Ich habe keinen Multischalter, sondern einen 4-Fach LNB von dort gehen die Kabel direkt zu den Receiver bzw. Antennendosen.

Gehe ich jetzt richtig das ich oben beim Mast eine Potentialschiene anlege, dort die ganzen Kabel vom LNB aufstecke und von da zu den Receiver richtig ?
Ich frage deshalb, weil alle Bilder immer von einem Multischalter ausgehen, und vor und danach immer einn Potentialbrücke gelegt wird.
Die Potentialschiene wird mit einem min. 4mm² Kabel mit der Potentialschine an meinem z.B. Stromkasten angelegt. Richtig ?

Es geht darum, dass ich im Moment einen Kabelschacht offen habe, und zumindest vorab das 4mm² Kabel in den Keller bringen will, der rest soll ein Fachmann ausführen.

Der Blitzschutz wird mit z.B. 16mm² an meinen Erder im Keller verbunden (Fachmann vor Ort prüfen lassen).

Noch was auf den Bildern muss ja eine Schelle gelegt werden um die Kabel anzubringen.
Meine Idee ist einen Schelle innen an den Mast für den Potentialausgleich und eine aussen für die Erdung(Blitzschutz).
Ist das machbar, weil auf den Bildern immer von einer Schelle ausgegangen wird.

Gehört zwar hier nicht rein, aber vielleicht wäre eine kurze Antwort gut:

Auf das Dach gehen 4 Kabel diese sind weiss und normal PVC Ummantelt.
Ich habe nun oft gelesen, dass diese Kabel nicht UV-Stabil sind, aber bei allen Sat-Schüsseln, welche ich hier im Umkreis sehe sind das alle "normale" PVC Kabel, den die UV-Stabilen so habe ich gelesen, sind schwarz.

Nun Frage: MUSS/Sollte ich die Kabel tauschen, dann wäre ein GANG auf das Dach von nöten ! Oder bröseln die Kabel einfach 2-5 Jahre früher durch ?



PS: Ja ist wohl anscheinend kein Hochwertiges Kabel (wie z.B. Kathrein) aber dieses ist verbaut, und tut seinen Dienst bis jetzt ohne Probleme:
Kabel-Aufdruck: QUINTUPLE LINE HIGH Class COAXIAL CABLE 135 dB BZT KU 11 888 CE Transmedia.


Frage an SAT - SHOP - Ist Ihr Radius auch bis in den Ludwigsburger Raum ?

Danke für eine kurze Anregung.

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Re: Erdung bzw. Potentialausgleich

Ungelesener Beitragvon techno-com » 21. Oktober 2015 13:00

hanshipp hat geschrieben:Hallo,

Hallo :1117

hanshipp hat geschrieben:Ich habe keinen Multischalter, sondern einen 4-Fach LNB von dort gehen die Kabel direkt zu den Receiver bzw. Antennendosen.
hanshipp hat geschrieben:Gehe ich jetzt richtig das ich oben beim Mast eine Potentialschiene anlege, dort die ganzen Kabel vom LNB aufstecke und von da zu den Receiver richtig ?
Ich frage deshalb, weil alle Bilder immer von einem Multischalter ausgehen, und vor und danach immer einn Potentialbrücke gelegt wird.

Ich zitiere jetzt noch einmal den verlinkten Erdungsbeitrag:
techno-com hat geschrieben:.......
Es müssen dann ALLE Kabel vom LNB (+ ggf. von terrestrischen Antennen zusätzlich) kommend UND alle Kabel nach dem Multischalter (falls einer eingesetzt wird) auf einen Erdungsblock/Erdwinkel aufgelegt werden. Auf diesem Weg also der Außenleiter/ die Abschirmung des Kabels über den F-Stecker abgegriffen metallisch/elektronisch leitend mit dem Erdungsblock (auch Potentialausgleichsschiene/Potenzialausgleichsschiene/Poti-Schiene/Erdschiene genannt) verbunden.

Dieser Erdungsblock muss dann mit einem mind. 1x4mm² Potentialausgleichskabel (Potentialausgleichskabel NYY-J 1x6mm² bzw. H07V-U 4mm² mit dem Antennenmast verbunden werden, also genau am gleichen Punkt aufgelegt werden wo auch das Blitzschutzkabel aufgelegt ist (auch wenn der/die Erdungsblock/-blöcke direkt neben der Haupterdungsschiene - HES - im Keller montiert werden dürfen sie nicht dort direkt angeschlossen werden, sondern immer mit dem Punkt verbunden werden wo das 16mm² Blitzschutzkabel am Antennenmast befestigt wurde da sonst einen Schleifenbildung entstehen kann ! JA, das ist schwer und arbeitsaufwändig, ist aber genau so nach DIN festgelegt - Ausnahme das der Potentialausgleich auch direkt an die HES angeschlossen werden darf nur dann wenn kein Blitzschutz durchgeführt werden muss - z.B. wenn die Antenne nicht im dafür vorgeschriebenen Bereich installiert wurde bzw. die Antenne über extra Fangstangen bereits geschützt wurde).

Das Blitzschutz-/ Erdungskabel muss auf direktem und kürzestem Weg vom Antennenmast/ der Wandhalterung an die Haupterdungsschiene (HES) des Hauses laufen und darf nicht neben andere Kabel verlegt sein.
.....
.....
§ 319 StGB Baugefährdung - http://dejure.org/gesetze/StGB/319.html
Strafgesetzbuch
Besonderer Teil (§§ 80 - 358)
28. Abschnitt - Gemeingefährliche Straftaten (§§ 306 - 323c)
§ 319 Baugefährdung

(1) Wer bei der Planung, Leitung oder Ausführung eines Baues oder des Abbruchs eines Bauwerks gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik verstößt und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer in Ausübung eines Berufs oder Gewerbes bei der Planung, Leitung oder Ausführung eines Vorhabens, technische Einrichtungen in ein Bauwerk einzubauen oder eingebaute Einrichtungen dieser Art zu ändern, gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik verstößt und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen gefährdet.

(3) Wer die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(4) Wer in den Fällen der Absätze 1 und 2 fahrlässig handelt und die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.


dazu ein Vortrag ==> KLICK
--------------------------

Technische Änderungen bzw. Änderungen der Vorschriften bitte ggf. beachten ! Hier finden sehr oft Änderungen an. Grundsätzlich besteht dann aber meist ein Bestandsschutz ... dieser verfällt aber bei jedem Umbau (Modernisierung/Erweiterung).
Arbeiten an Blitzschutzanlagen unterliegen dem Fachpersonal, i.d.R. einer zertifizierten Blitzschutzfachkraft.

Rot markiert die Antwort auf ihre Frage !

hanshipp hat geschrieben:Die Potentialschiene wird mit einem min. 4mm² Kabel mit der Potentialschine an meinem z.B. Stromkasten angelegt. Richtig ?

Falsch, das habe ich vorab schon erklärt und hier jetzt noch einmal grün markiert.

hanshipp hat geschrieben:Noch was auf den Bildern muss ja eine Schelle gelegt werden um die Kabel anzubringen.
Meine Idee ist einen Schelle innen an den Mast für den Potentialausgleich und eine aussen für die Erdung(Blitzschutz).
Ist das machbar, weil auf den Bildern immer von einer Schelle ausgegangen wird.

Warum auch 2 Schellen ? Geht doch mit einer für beide Kabel (wenn es richtig befestigt wird was ein Fachmann der das anschließt sicher macht).

hanshipp hat geschrieben:Auf das Dach gehen 4 Kabel diese sind weiss und normal PVC Ummantelt.
Ich habe nun oft gelesen, dass diese Kabel nicht UV-Stabil sind, aber bei allen Sat-Schüsseln, welche ich hier im Umkreis sehe sind das alle "normale" PVC Kabel, den die UV-Stabilen so habe ich gelesen, sind schwarz.

Nun Frage: MUSS/Sollte ich die Kabel tauschen, dann wäre ein GANG auf das Dach von nöten ! Oder bröseln die Kabel einfach 2-5 Jahre früher durch ?

Ich schätzte mal das 99% aller Kabel im Außenbereich nicht UV-beständig sind, lese ja oft genug von Problemen das die Kabel vollkommen zerbrösselt sind von der Sonne (und sehe das noch öfter).
Wer so etwas nicht weiß der verlegt dort eben normale Kabel statt die passenden die nicht viel teurer wären......

hanshipp hat geschrieben:PS: Ja ist wohl anscheinend kein Hochwertiges Kabel (wie z.B. Kathrein) aber dieses ist verbaut, und tut seinen Dienst bis jetzt ohne Probleme:
Kabel-Aufdruck: QUINTUPLE LINE HIGH Class COAXIAL CABLE 135 dB BZT KU 11 888 CE Transmedia.

Ein Voodoo-Kabel mit BZT-Zulassung (ehemaliges Post-Prüfzeichen/-Zulassung das/die es glaube ich seit dem Jahr 2000 gar nicht mehr gibt - wissen aber die Chinesen nicht die alles einfach auf die Kabel drauf schreiben ohne zu wissen was es eigentlich ist) aus Stahl-Kupfer (CCS) ......

hanshipp hat geschrieben:Frage an SAT - SHOP - Ist Ihr Radius auch bis in den Ludwigsburger Raum ?

Nein, nicht für solche Sachen die eh einer Blitzschutz-Fachkraft überlassen werden sollten (Link siehe in meiner Signatur so solch einer Arbeitskraft, das ist KEINE Arbeit für den Haus-Elektriker).
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Re: Erdung bzw. Potentialausgleich

Ungelesener Beitragvon Dipol » 29. Oktober 2015 19:24

techno-com hat geschrieben:JA, das ist schwer und arbeitsaufwändig, ist aber genau so nach DIN festgelegt - Ausnahme das der Potentialausgleich auch direkt an die HES angeschlossen werden darf nur dann wenn kein Blitzschutz durchgeführt werden muss - z.B. wenn die Antenne nicht im dafür vorgeschriebenen Bereich installiert wurde bzw. die Antenne über extra Fangstangen bereits geschützt wurde).

Ich füge zwei abweichende Ergänzungen an:

Neue Antennen sollen wie von Herrn Uhde dargestellt nach dem Stand der Technik in geschützten Räumen erstellt werden. Im Idealfall halten blitzstromtragfähige Erdungsleiter bis zur Haupterdungsschiene ausreichend isolierende Trennungsabstände gegen den PA-Leiter und die Elektroanlage ein. Bei konventioneller Antennendirekterdung und bei der noch nachteiligeren Direkterdung an eine Blitzschutzanlage nimmt man billigend Einkopplungen von Teilblitzströmen in die Antennenanlage und die daran angeschlossenen Endgeräte in Kauf.

  1. Abweichung: Bei Direkterdung an eine Blitzschutzanlage muss der PA-Leiter am geerdeten Antennenträger und an der HES angeschlossen werden.
  2. Abweichung: Wird in Neubauten gemäß Forderung der DIN 18015 ein zentraler Kommunikationsverteiler installiert, muss der PA auch bei Direkterdung zwangsläufig an der HES zusätzlich vermascht werden.

techno-com hat geschrieben:
hanshipp hat geschrieben:Noch was auf den Bildern muss ja eine Schelle gelegt werden um die Kabel anzubringen.
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Warum auch 2 Schellen ? Geht doch mit einer für beide Kabel (wenn es richtig befestigt wird was ein Fachmann der das anschließt sicher macht).

Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied und eine Erdung ist nur so gut wie die Anschlussbauteile.

16 mm² Kupferdraht hält auch noch 200 kA Blitzstrombelastung aus, dies aber nur in Kombination mit dafür ausgelegten Anschlussbauteilen. In Blitzschutzklasse 3 müssen der Mastanschluss, die Haupterdungsschiene und sonstige Verbinder nach Prüfnorm Klasse H = 100 kA zertifiziert sein. Einen 4 mm² PA-Leiter kann und darf man nach eigenem Gusto beliebig mit einem Kabelschuh oder auch nur einer Blechschraube + Unterlegscheiben kraftschlüssig an den Antennenträger andocken. Nach meiner Kenntnis gibt es aber keine zertifizierte Mastschelle die zur Aufnahme von einem 16 mm² Cu und einem 4 mm² Cu konzipiert ist.

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Re: Erdung bzw. Potentialausgleich

Ungelesener Beitragvon techno-com » 30. Oktober 2015 07:21

Gerade in einem anderen Beitrag geschrieben, passt hier noch gut rein:

Erdung ohne Blitzschutzanlage (Direkterdung + Fangstange) - Foto von RMM Multimedia
Bild

Erdung mit Blitzschutzanlage (Direkterdung + Fangstange) -- Foto von RMM Multimedia
Bild

ABER .... ganz egal wie das gemacht werden soll ! Ein "Elektriker" darf da nur Hand anlegen wenn er dafür qualifiziert ist (=Blitzschutz-Fachkraft), siehe meine Fußnote ! Lassen sie da niemanden ran der ggf. vom hören-sagen da etwas hin bastelt und auch ihre ggf. in Eigenleistung durchgeführten Kabelverlegungen etc. müssen hinterher abgenommen werden von einer authentifizierten Fachkraft !
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Erdung Sat-Antenne

Ungelesener Beitragvon Tappi64 » 15. Mai 2016 22:43

Es gibt hier ja schon einige Fragen zur Erdung und zum Potentialausgleich,ich habe aber keine passende Antwort gefunden

Im Anhang ein Bild vom Objekt um das es geht

Die Antenne muß nach meinem jetzigen Wissen dort wo sie jetzt angebracht ist geerdet werden
Der Ort war aus meiner Sicht aber der beste für mich.
Ich weiß das eine Erdung nicht erforderlich wäre wenn sie weiter vorne im Blitz geschüzten Bereich angebracht wäre. Das möchte ich aber nicht. Sie soll dort bleiben wo sie ist.

Potententialausgleich soll einmal direkt hinter der Schüssel unter dem Dach und dann ann allen Ein-Ausgängen des Multischalters erfolgen.Multischalter selber auch.
Kabellänge von der Schüssel zum Multischalter gut 10m. Aus dem Grund einmal Ausgleich direkt 1m hinter der Schüssel und dann noch 1 mal direkt vor dem Eingang zum Multischalter.
Potentaialausgleich ist sowieso erforderlich weil 2 Haushalte angeschlossen werden.

Mir geht es jetzt um die Erdung
Ich würde von den Erdungsblöcken ein 6mm² massives Kupferkabel über den Erdungsblock kurz vor der Schüssel an den verzinkten Halter der Schüssel gehen.
Normalerweise würde von dort ja ein 16mm² massives Kabel zum Hauserder gehen. Sitzt unter dem Zählerkasten im Keller
Dafür muß das Kabel aber quer durch den Keller geführt werden.Insgesamt ca 17m. Dabei sind wohl auch noch Trennungsabstände von gut 70cm einzuhalten.Das ist nicht möglich.Ich weiß auch nicht ob das quer verlegte Kabel noch seinen Zweck erfüllt

Wäre es nicht besser den Potentialausgleich vom Befestigungsrohr mit einem 6mm² massiven Kabel zum Hausanschluß zu führen, neben der Antenne einen Fangstab mit Trennungsabstand anzubringen ,und diesen direkt mit einem 16mm² massiven Kabel mit einem 2,50 Edelstahlerder zu erden ? Das Kabel wäre dann vielleicht 6m lang
Ich würde das als bessere Lösung ansehen weil man sich den Blitz damit erst gar nicht ins Haus holt
Wäre das Vorschriftsmäßig ?
Dateianhänge
Satanlage_PV-Erdung_Blitzschutz_Schutzbereich_Skizze.jpg
Sat-Antenne - Satanlage_PV-Erdung_Blitzschutz_Schutzbereich_Skizze

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Re: Erdung bzw. Potentialausgleich

Ungelesener Beitragvon techno-com » 16. Mai 2016 11:55

Hallo und Herzlich Willkommen im Forum :freunde

Ich habe ihre Anfrage mit diesem Thema hier zusammengeführt da hier das alles schon genau incl. Zeichnungen und allen Verlinkungen dazu erklärt steht.

Bei ihnen ist auch nicht nur die Sat-Antenne erdungspflichtig (da gibt es auch nur einen Weg der zugelassen ist, da gibt es keine eigenen Umsetzungen die dann ggf. einfach sind !), sondern auch ihre komplette PV-Anlage auf dem Dach.

Das alles kann aber nur von einer qualifizierten Blitzschutz-Fachkraft ausgeführt werden, siehe dazu die Erklärungen hier im Beitrag und auch meine Fussnote die jedem Beitrag anhängt.
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Re: Erdung bzw. Potentialausgleich

Ungelesener Beitragvon Tappi64 » 16. Mai 2016 13:59

Danke erstmal...

Die PV-Anlage ist komplett von einem Fachbetrieb montiert und angeschlossen worden und auch mit einem Erdungskabel am HES angeschlossen

Blitzschutzfachbetriebe sind hier scheinbar ziemlich rar

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Re: Erdung bzw. Potentialausgleich

Ungelesener Beitragvon techno-com » 16. Mai 2016 14:04

Tappi64 hat geschrieben:Die PV-Anlage ist komplett von einem Fachbetrieb montiert und angeschlossen worden und auch mit einem Erdungskabel am HES angeschlossen

Dann mal erkundigen ob man ggf. diese Erdung der PV-Anlage auch für die Satanlagen "mit verwenden" kann ! Auf jeden Fall würde ich eine solche Anlage nicht direkt erden, sondern über Fangstangen schützen (wie hier im Beitrag erklärt). Können sie ja mal den Erbauer der akt. Erdung fragen.

Tappi64 hat geschrieben:Blitzschutzfachbetriebe sind hier scheinbar ziemlich rar

Siehe meine Fussnote, dort kann man auch nach PLZ danach suchen.
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Re: Erdung Sat-Antenne

Ungelesener Beitragvon Dipol » 16. Mai 2016 15:08

Tappi64 hat geschrieben: Potententialausgleich soll einmal direkt hinter der Schüssel unter dem Dach und dann ann allen Ein-Ausgängen des Multischalters erfolgen.Multischalter selber auch.
Kabellänge von der Schüssel zum Multischalter gut 10m. Aus dem Grund einmal Ausgleich direkt 1m hinter der Schüssel und dann noch 1 mal direkt vor dem Eingang zum Multischalter.
Potentaialausgleich ist sowieso erforderlich weil 2 Haushalte angeschlossen werden.

GRUNDPRINZIP: Der PA der Schirme von Leitungen aus Blitzschutzzone LPZ 0A hat möglichst unmittelbar nach (oder auch unmittelbar vor) der Einführung an der Kabeleinführung in LPZ 1 (= Gebäude) zu erfolgen. 1 m hinter der Antenne ist okay, nochmals direkt vor dem Multischalter ist nur bei langen Zuleitungen erforderlich. Wenn der PA auch bei Ausbau des Multischalters an allen Leitungen erhalten bleibt, ist er normkonform.

Tappi64 hat geschrieben:Mir geht es jetzt um die Erdung
Ich würde von den Erdungsblöcken ein 6mm² massives Kupferkabel über den Erdungsblock kurz vor der Schüssel an den verzinkten Halter der Schüssel gehen.
Normalerweise würde von dort ja ein 16mm² massives Kabel zum Hauserder gehen.

Für nicht blitzstromtragfähigen PA von Antennenleitungen reicht ein Querschnitt von 4 mm², 6 mm² ist aber auch okay. Aber für blitzstromtragfähige Erdung und blitzstromgfähigen PA ist ein Leiter aus 16 mm² Cu das Minimum.

Tappi64 hat geschrieben: Dafür muß das Kabel aber quer durch den Keller geführt werden.Insgesamt ca 17m. Dabei sind wohl auch noch Trennungsabstände von gut 70cm einzuhalten.Das ist nicht möglich.Ich weiß auch nicht ob das quer verlegte Kabel noch seinen Zweck erfüllt

Trennungsabstand beginnt bei der Haupterdungsschiene mit Null und beträgt in Blitzschutzklasse 3 für einen einzelnen Erdungleiter nach 17 Metern (= Spannungsabfall ~ 17 kV!) 0,68 m in Luft aber 1,36 m durch und über feste Stoffe!

Erdungsanlagen werden auch heute noch nur höchst selten normkonform nach DIN 18014 durch konzessionierte Elektrofachkräfte verlegt und messtechnisch und Detailfotos dokumentiert. Wenn auch deine Erdungsanlage vom Rohbauunternehmen als Blackbox erstellt wurde, wäre selbst dann ein Stützerder zu überlegen, wenn für die Antenne bei guter Planung eine eigene Anschlussfahne vorgesehen worden wäre.

Damit Stützerder Blitzströme vorwiegend in Erde ableiten und nicht über die erforderlichen PA-Leiter aus min. 16 mm² Cu zur HES einkoppeln, müssen sie einerseits dauerhaft korrosionsbeständig und andererseits niederimpedanter als der Fundamenterder sein. Formal ist für Antennenerdung nur ein Tiefenerder mit 2,5 m Länge gefordert, aber man muss kein Blitzschutzexperte sein um sich auszurechnen, dass der Hauptanteil der Blitzströme dann weiter in einen halbwegs fachgerecht ausgeführten Fundamenterder eingekoppelt wird. Ohne Kenntnis des spezifischsen Erdungswiderstands (Lehmboden ~ 100 Ωm) und des Erdwiderstands des Fundamenterders kann - auch mit im Blitzschutzbau üblichen 9 m Standardlänge von Tiefenerdern - niemand die Blitzstromaufteilung seriös abschätzen

Wäre das mein Haus, hätte ich einen Isoliertem Blitzschutz mit zwei Fangstangen installieren lasssen, womit auch PV- und Antennen-Anlage bestmöglich gegen Direkteinschläge gewappnet gewesen wären. Dass die Sicherheitstandards für Dachantennen nur bei Gebäuden mit einer Blitzschutzanlage auch für Edelstahlschornsteine und PV-Anlagen gelten, macht ungeschützte Dachaufbauten ohne Blitzschutzanlagen nicht sicherer. Blitzschutz erfordert aber stets ein Gesamtkonzept, das an diesem Objekt durch frühere Versäumnisse nicht mehr optimal umsetzbar ist.

FAZIT: Die Sinnhaftigkeit eines Stützerders hängt im wesentlichen von unbekannten Zustand der Erdungsanlage ab. Den nur für die Antenne zu setzen und die PV-Anlage zu lassen wie sie ist, wäre inkonsequent. Bei PV-Anlagen > 10 kW ist auch für Gebäude ohne Blitzschutzanlagen zumeist nach VdS-Merkblättern ein Blitzschutz gefordert.

Erdungsleiter sollen primär senkrecht und auf möglichst kurzem Weg gegen die Erdungsanlage geleitet werden, was vermutlich den Anschluss an einen evtl. innen verlegten Erdungsleiter ausschließt. Nach Schätzung von DEHN sind höchstens 80 % der PV-Anlagen normkonform geschützt, das wäre für Antennenerdungen ein Traumwert.


 


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