Hintergrund • Sky in HD-3-D

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Hintergrund • Sky in HD-3-D

Ungelesener Beitragvon techno-com » 14. Oktober 2010 09:34

Erste Präsentation der neuen Technologie
von Christian Hill, Ricardo Petzold

Am 7. März 2010 fiel bei Sky Deutschland der Startschuss für das 3-D-Zeitalter. 120 begeisterte Gäste begrüßte der in München ansässige Pay-TV-Anbieter bei seiner deutschen 3-D-Premiere. Wir verraten Ihnen, was die Gäste zu sehen bekamen, welche 3-D-Technologien es gibt und wie die Zukunft des neuen Fernsehformats aussieht.

Rund 120 geladene Gäste haben in der Füllhalle auf der Münchener Praterinsel das Bundesliga- Spitzenspiel zwischen Bayer Leverkusen und dem Hamburger SV live in 3-D verfolgt. Unter den Gästen waren Franz Beckenbauer, Matthias Sammer, der Sportdirektor des FC Bayern Christian Nerlinger, DFL-Geschäftsführer Tom Bender und Produzent Oliver Berben mit Freundin Barbara Meier, die alle die obligatorischen 3-D-Brillen trugen und vom Fernseherlebnis der Zukunft begeistert waren. Laut Brian Sullivan, Deputy CEO von Sky Deutschland, bietet HDTV den Fernsehzuschauern "zweifellos das aufregendste TV-Erlebnis". "Heute haben wir Fernsehgeschichte geschrieben", so Sullivan weiter. "An diesem denkwürdigen Abend haben wir gesehen, was mit HDTV in Zukunft möglich sein wird. 3-D ist das HD-Erlebnis der Zukunft und die logische Weiterentwicklung von HDTV. Als TV-Innovationsführer in Deutschland und Österreich sind wir stolz darauf, die erste Live-HD-3-D-Produktion in Deutschland zu zeigen."

HDTV-Übertragungsverfahren

3-D-TV besitzt derzeit noch einige Geheimnisse. So gibt es beispielsweise mehrere Übertragungsverfahren, die zum Einsatz kommen können. Wir wollen Ihnen kurz die verschiedenen Technologien vorstellen und etwas Licht ins Dunkel bringen.

Im Full-HD-Vollbildmodus wird das sogenannte Frame-Packing bevorzugt. Bei dieser Methode liegen jeweils die Bilder für das rechte und linke Auge in voller Auflösung von 1 920 × 1 080 Pixeln vor und werden für den Transport quasi übereinandergestapelt und wie ein einzelnes Bild übertragen. Dabei wird zwischen beiden Ursprungsbildern noch ein Leerraum von 45 Pixeln Höhe eingefügt, der von der HDMI-Quelle ebenso codiert wird wie die stereoskopischen Bilder und mit einem konstanten Wert versehen ist. Dies ist nötig, um eine saubere Trennung der stereoskopischen Information zu gewährleisten – zwischen den zusammengehörigen Bildern sowie den darauf folgenden Sequenzen. Dadurch ergibt sich für die Übertragung eine Auflösung von insgesamt 1 920 × 2 205 Pixeln eines stereoskopischen Bildes. Diese 3-D-Vollbilder können sowohl mit einer Frequenz von 60 Hertz (Hz) als auch 50 Hz durch das HDMI-Kabel transportiert werden, wobei bei letzterer Wiederholungsrate wohl mit Einbußen in der subjektiven Qualität der 3-D-Darstellung zu rechnen ist.

Aufgrund der hohen Datenraten wird diese erste Methode wohl vorerst den statischen Datenträgern, sprich Blu-ray Discs, vorbehalten bleiben. Für TV-Übertragungen muss deshalb eine weniger datenratenintensive Technologie zum Einsatz kommen. Neben den erläuterten Übertragungsmethoden existieren zudem stereoskopische Bildverfahren, bei denen das Frame- Packing nicht unbedingt zur Anwendung kommen muss. Dazu zählen im Full-HD-Bereich das klassische Zeilensprungverfahren sowie die Methode Side-by-Side, bei der die Einzelbilder horizontal nebeneinandergelegt werden. Bei letztgenannter Variante ist sogar Standard Definition im Format 480p60 möglich. An einem 2-D-Fernseher sind bei der Side-by-Side- Methode zwei nebeneinander angeordnete Bilder sichtbar. Die 3-D-TV-Geräte legen diese "Halbbilder" übereinander und sorgen so für den 3-D-Effekt.

In Anbetracht der bereits bei den Nutzern verfügbaren HDTV-Receiver hat man sich bei der HDTV-Fernsehübertragung für die Side-by- Side-Methode entschieden. Diese erlaubt im Gegensatz zu den anderen aufgeführten Methoden eine Weiterverwendung der bestehenden Empfangstechnik. Die beiden Einzelbilder werden erst im Fernseher zusammengeführt. Der Zuschauer benötigt neben seinem HDTV-Receiver lediglich einen 3-D-tauglichen Fernseher. Die TV-Geräte sollen in Kürze auf den Markt kommen. Damit der Fernseher das Signal auch automatisch als 3-D erkennt, sollte der HD-Receiver auf HDMI 1.4 aufgerüstet werden. Falls der Receiver kein HDMI-Update auf die Version 1.4 vom Hersteller bekommt, muss am Fernseher manuell auf 3-D umgeschaltet werden.


Technik, die begeistert

3-D-Brillen noch unverzichtbar

Neben dem TV-Gerät liegt jedem 3-D-Set auch mindestens eine Brille bei. Diese ist derzeit – und das wird sich so schnell auch nicht ändern – für den 3-D-TV-Genuss noch unverzichtbar. Führende Hersteller wie Panasonic und Samsung setzen dabei auf die Shutter-Technologie. Mit einer solchen Shutter-Brille ist es möglich, Stereobilder auf einem Fernseher zu betrachten. Dazu wird abwechselnd das linke und dann das rechte Teilbild angezeigt. Die Brille wird synchron dazu umgeschaltet. So sieht das linke Auge nur das Teilbild für links und das rechte Auge entsprechend das für rechts.

Neue Kameratechnik
"3-D-TV ist in HD-Qualität und damit wie bei HDTV mit einer Auflösung von 1 080 Zeilen produziert", erläuterte ein Sky-Sprecher gegenüber DIGITAL FERNSEHEN. In der Aufzeichnung unterscheidet sich 3-D von normalem HDTV lediglich durch andere Kameras sowie einen anderen Fernseher. Ansonsten läuft das neue Signal völlig transparent durch die bisherigen Übertragungskanäle. Somit ist 3-D zu 100 Prozent kompatibel zu DVB-S2, DVB-C, DVB-T2 sowie IPTV.

3-D-TV bereits empfangbar
Neben diversen Test-Blu-rays gibt es seit einiger Zeit auch zwei 3-D-Showcases über Satellit zu empfangen. Während der Showcase vom italienischen 3-D-Spezialisten 3-D Switch uncodiert über Eurobird 9 auf 9 Grad Ost übertragen wird, testet Sky UK die neue Technologie unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der uncodiert sendende Kanal kann mithilfe einer mindestens 80 Zentimeter großen auf 9 Grad Ost ausgerichteten Antenne auf der Frequenz 11,747 Gigahertz vertikal (SR 27 500, FEC 3/4) empfangen werden. Zu sehen gibt es kurze HDTV-Testsequenzen. Ein erster Test mit dem neuen Panasonic-3-D-Modell zeigte noch leichte Fehler bei der Farbneutralität des TV-Gerätes im Zusammenspiel mit dem Testkanal. Diese sollen aber bis zur Markteinführung der Fernseher im zweiten Quartal dieses Jahres der Vergangenheit angehören.

Nach dem ersten Spiel der Fußballbundesliga in 3-D denkt auch Sky über einen weiteren Showcase in 3-D noch in diesem Jahr nach. Das sagte Mitte März ein Sprecher von Sky anlässlich der 3-D-Premiere gegenüber DIGITAL FERNSEHEN. Wann die Abonnenten von dem regulären Angebot profitieren können, ist derzeit noch ungewiss. "HD-3-D liegt noch in der Zukunft", so der Sky-Sprecher. Auch ob Sky 3-D-Inhalte zukünftig mit einem eigenen 3-D-Kanal oder als einzelne 3-D-Sendungen im Rahmen seiner HDTV-Kanäle zeigen wird, sei derzeit noch nicht entschieden.
Dateianhänge
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Alternative Methode zur Übertragung von Halbbildern. Hierbei werden die Bildinformationen über die gesamte Fläche schachbrettartig auf Halbbilder verteilt
Bild: HDMI Licensing LLC
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Frame-Packing-Schema. Die stereoskopischen Bilder werden zu einer Einheit zusammengefasst, getrennt durch einen mitcodierten
Bild: HDMI Licensing LLC
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Auch klassische Verfahren wie Side-by-Side sind erlaubt. Hier werden die stereoskopischen Einzelbilder horizontal zusammengefasst
Bild: HDMI Licensing LLC
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Beim ersten Showcase von Sky war Franz Beckenbauer trotz gewöhnungsbedürftiger 3-D-Brille von der neuen Technologie überzeugt
Bild: Auerbach Verlag
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3-D-Bilder lassen sich problemlos mit der für HDTV genutzten Technik übertragen. Sky beispielsweise übertrug das Spiel aus Leverkusen direkt via Satellit
Bild: Auerbach Verlag
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Mit den neuen Sky-Plus-Boxen wird sich - wie mit fast allen HDTV-Receivern - zukünftig auch 3-D-Fernsehen empfangen lassen
Bild: Auerbach Verlag
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