Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

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PeterM
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Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon PeterM » 25. August 2019 12:36

Liebe Forenmitglieder,

zunächst einmal ein großes Lob an die vielen tollen Ratschläge, die man hier als Neuling im Bereich SAT-Technik findet! Ich lese hier seit einigen Wochen als Gast mit und würde gerne vor der finalen Bestellung der Komponenten noch einmal den Blitzschutz / Potenzialausgleich prüfen lassen bzw. die Verbindung zwischen externem Tiefenerder und Kreuzerder im Keller diskutieren (s.u.).

Allgemeine Rahmenbedingungen zum Haus:

    - Wir haben ein Haus Baujahr 1974 gekauft, das nur über einen Potenzialausgleich über das Abwasserohr verfügte
    - Elektriker hat einen Kreuzerder im Keller gesetzt, der nun als Potenzialausgleich / Erder dient (für Heizungsrohre etc.)
    - Satellitenschüssel ist in dem durch Blitzschlag gefährdeten Bereich
    - Ein Blitzableiter o.ä. ist am Haus nicht vorhanden
    - Die alte Satellitenschüssel war nur über 4mm² Kupfer an einem Abwasserrohr geerdet (SAT-Schüssel habe ich bereits entfernt)

Nun habe ich einige Wochen intensiv hier im Forum und folgende Quellen gelesen:

1) SATSHOP-Heilbronn: https://www.satshop-heilbronn.de/Blitzs ... tromschlag
2) SATSHOP-Heilbronn-Forum: Erdung Satellitenanlage / Antennenmast + Potentialausgleich
3) Kleiske.de: http://www.kleiske.de/vde%200855/vde0855_310108.pdf
4) DEHN: https://www.dehn.de/sites/default/files ... s306-d.pdf

Folgendes System habe ich mir daraus abgeleitet (siehe Dateianhang/Bild unten):
Anm.: Ich habe jetzt nicht jede Blitzstromfähige Schelle eingezeichnet


Meine Frage:

Ich stelle mir nun die Frage bzgl. der Sinnhaftigkeit einer Verbindung zwischen meinem externen Tiefenerder (rechts 2,5m) und meinem Kreuzerder (links 1,5m) im Keller. In den oben genannten Quellen wird unter „1) SATSHOP Heilbronn“ diese Verbindung nicht vorgesehen unter „2) SATSHOP Heilbronn Forum“ schon, unter „3) Kleiske“ wird diese explizit gefordert, wobei von "sollte" gesprochen wird und „4) DEHN“ scheint diese gestrichelt optional darzustellen, wobei dies bei älteren Versionen nicht der Fall war. Quelle „3) Kleiske“ argumentiert, dass sonst bei einem Blitzeinschlag „problematische Potentialdifferenzen“ (siehe S. 8-9) auftreten könnten. Grundsätzlich leuchtet mir die Aussage ein aber ich hole mir damit ja ggf. wieder den Blitz / Teile des Blitzes in mein Haus, was ich eigentlich durch den externen Erder vermeiden möchte. Zusätzlich habe ich ja eh durch den Potenzialausgleich vom Überspannungsableiter über 4mm² Kupfer zur Potenzialausgleichsschiene im Keller bereits eine Verbindung. Darüber hinaus sollte der Blitz über den externen Erder ja ins Erdreich gelangen, wodurch nur kurzfristig eine Potenzialdifferenz besteht.

Ich hoffe meine Frage ist verständlich und bin gespannt auf die technische Erklärung!
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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon techno-com » 25. August 2019 17:06

Moderation: Beitrag in richtige und passende Rubrik verschoben die alles dazu von A-Z genau erklärt
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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon PeterM » 26. August 2019 08:16

techno-com hat geschrieben:Moderation: Beitrag in richtige und passende Rubrik verschoben die alles dazu von A-Z genau erklärt

Hallo techno-com,

erstmal danke fürs Verschieben des Beitrags in die richtige Rubrik :thx

Meine Frage zielt weniger darauf ab, wie man es macht, da dies wirklich von A bis Z hier im Forum beschrieben wird. Ich würde vielmehr gerne technisch verstehen, wieso ich eine Verbindung zwischen gebäudeexternem Erder und dem Erder im Gebäude machen soll (rote Verbindung in meiner Skizze). Wenn der Blitz in den Mast einschlägt wird ein Großteil über den gebäudeexternen Leiter (16mm² Cu oder Alternativen) fließen, da hier der ohmische Widerstand am geringsten ist. "Unten angekommen" im Erdungsstab wird ein Teil des Stroms ins Erdreich gelangen aber auch ein guter Teil weitergeleitet werden zum Erdungsstab im Keller (rot in der Skizze). Damit hole ich mir das "Ungetüm" doch wieder ins Haus und von der PAS im Keller verteilt es sich dann auch noch schön auf meine anderen geerdeten Dinge (bspw. Heizungsrohre).

Rein vom logischen Denken her würde ich sagen, dass die Gefahr von Potenzialdifferenzen zwischen den beiden Erdern geringer ist, als mir den Blitz ins Haus zu holen. Nun gehe ich aber davon aus, dass in den einschlägigen Gremien und Normungsausschüssen im Vergleich zu mir etwas versiertere Menschen sitzen :1128 . Daher würde ich gerne von den Experten hier erfahren, wieso die Normen die entsprechende Verbindung vorsehen. Hier finde ich es insbesondere interessant, dass dies anscheinen früher nicht der Fall war.

Ich habe meine Skizze auch nochmal etwas verfeinert, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen.

Schon einmal Danke vorab!
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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon techno-com » 26. August 2019 11:17

PeterM hat geschrieben:Nun gehe ich aber davon aus, dass in den einschlägigen Gremien und Normungsausschüssen im Vergleich zu mir etwas versiertere Menschen sitzen

Dem ist sicher so, aber erklären warum diese Gremien das so "festlegen" kann das nur das Gremium direkt ....
Einer der Beisitzer in diesem Gremium ist der User @Dipol hier, er hat auch schon sehr viel dazu in seinen Beiträgen erklärt.
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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon Wirus » 26. August 2019 11:44

Auch wenn man nur den gesunden Menschenverstand bemüht, ergibt sich eine Erklärung:

Die Annahme, man hätte den Blitz nicht im Haus ist in jedem Fall falsch. Auch wenn die meiste Energie über die außenliegende Leitung ins Erdreich abgeleitet wird, steht doch an allen PE-Leitern das Potential an.
Der Erdspieß ist mit der HES über das Erdreich ohnehin schon verbunden, ein Ausgleich würde also in jedem Fall stattfinden. Diese Verbindung kann je nach Erdreich (Beschaffenheit und Feuchte) durchaus einen höheren Widerstand haben.
Bevor sich das Potential einen Weg durch das Haus sucht, ist es besser eine definierte Verbindung zu schaffen um höhere Potentialunterschiede abzuleiten. Die Trennfunkenstrecke sorgt dafür, daß bei niedrigen Potentialunterschieden keine galvanische Korrosion entsteht.

Gruß
Werner
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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon PeterM » 26. August 2019 14:38

Danke, so eine Erklärung wollte ich hören :1144 Dann werde ich es entsprechend umsetzen.

Viele Grüße
Zuletzt geändert von techno-com am 26. August 2019 14:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Edit by techno-com: 1:1 Full Quote vom Beitrag direkt davor gelöscht

Dipol
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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon Dipol » 4. September 2019 21:45

Wirus hat geschrieben: Auch wenn man nur den gesunden Menschenverstand bemüht, ergibt sich eine Erklärung:

Der gesunde Menschenverstand ist lt. Kant eine Wünschelruthe. So oft wie den schon Installateure für übelsten Murks beansprucht haben, gebe ich auf den nix mehr. :1113

Wirus hat geschrieben:Die Annahme, man hätte den Blitz nicht im Haus ist in jedem Fall falsch. Auch wenn die meiste Energie über die außenliegende Leitung ins Erdreich abgeleitet wird, steht doch an allen PE-Leitern das Potential

Wer sich für Direkterdung entscheidet, nimmt damit hin, dass bei seltenen Direkteinschlägen Teilblitzströme in die Antennenanlage galvanisch eingekoppelt werden. Separaterder ohne Verbindung zum Schutzpotenzialausgleich sind gefährlich und waren für Antennenerdungen noch nie zulässig. Ein vollständiger PA ist durch kein Voodoo-Konzept zu toppen, alle Erder müssen miteinander und dem Schutzpotenzialausgleich blitzstromtragfähig verbunden sein.

Wirus hat geschrieben: Bevor sich das Potential einen Weg durch das Haus sucht, ist es besser eine definierte Verbindung zu schaffen um höhere Potentialunterschiede abzuleiten.

Mittelbare Überspannungsschäden sind zudem etwa 4-fach schadensträchtiger als Direkteinschläge und können sich bei getrennten Erdern noch schädlicher auswirken. Ein vollständiger PA ist noch wichtiger als eine möglichst niederimpedante Erdungsanlage. Überspannungsschutz der Energie- und TK-Leitungen vom Schadenspotenzial vordringlicher als möglichst blitzstromtragfähige Antennendirekterdungen oder gar Optimalschutz von Antennen oder z. B. auch PV-Anlagen über fachgerechte getrennte Fangeinrichtungen.

Wirus hat geschrieben:Die Trennfunkenstrecke sorgt dafür, daß bei niedrigen Potentialunterschieden keine galvanische Korrosion entsteht.

Funkenstrecken sind zwischen großflächigen Fundamenterdern und zusätzlichen Stützerdern aus St/tZn zum Schutz gegen erhöhte Korrosion wichtig und schon seit DIN VDE 0151:1986-06 gefordert. Nur darauf bezieht sich auch die vermutlich bekannte Grafik von Kleiske. Ein NIRO-Erdspieß kann aber einem feuerverzinkten Kreuzerder nicht gefährlich werden, der mit 1,5 m Länge ./. Überstand eine dürftige Länge hat. Die gut gemeinte Funkenstrecke ist bei dieser Erderkombination NICHT erforderlich und unter dem Aspekt Schutz gegen den elektrischen Schlag m. E. eher nachteilig.

Wichtiger wäre, dass die 16 mm² Kupferdrähte überall nach Klasse H = 100 kA angeklemmt sind, was am NIRO-Erdspieß mit der seit Februar von DEHN angebotenen V4A-Klemme 540 121 erstmals (!) und bislang nur damit normkonform möglich ist. Seit meiner Anregung vom Januar 2014 (!) hat es lange gedauert bis so ein V4A-Verbinder für unterirdischen Anschluss von 16 mm² Cu angeboten wurde. Allerdings sollte man Erder auch messen können, was eine Trenn-/Messtelle an der Hauswand erfordert, womit ein Leiter im Erdreich genügt und eine Klemme nebst Abklebung mit DENSO-Binde entfallen kann. Als Geburtshelfer dieser Klemme weise ich darauf hin, dass ich eine Verbindung vom Erder zur Mess-/Trennstelle aus 10 mm NIRO-Ringerderdraht einem 16 mm² Cu vorziehe.

Wenn - wie gezeichnet - ein mastnaher PA mit nachgeschalteten ÜSE ausgeführt wird, bleibt der Schutz gegen den elektischen Schlag bei Komponentenausbau an allen Leitungen auch dann erhalten, wenn der zweite Erdblock vor dem Multischalter nicht ausgeführt wird.

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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon techno-com » 5. September 2019 05:50

PeterM hat geschrieben:Dann werde ich es entsprechend umsetzen.

Selbst ?
Oder sollte das „.. werde ich das so umsetzten lassen“ heißen ?
Wer darf solche Arbeiten durchführen ? Wer ist dafür qualifiziert ? Steht erklärt im entsprechenden Beitrag hier im Forum, ganz weit vorne hervorgehoben darin (und diese Fachfrakft hätte das dann alles eh vor Ort beurteilen und auch erklären könne. ...).
https://www.vde.com/de/blitzschutz/fachkraefte
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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon PeterM » 10. September 2019 08:56

@Dipol: Danke für deine Ausführungen!

@techno-com: Fachkräfte in dem Bereich sind leider Mangelware. Mein Elektriker wollte ausschließlich einen Potenzialausgleich für die SAT-Anlage machen. Daher ist das Forum diesbezüglich sehr hilfreich. Die Durchführung werde ich in der Tat zusammen mit ihm machen.

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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon Dipol » 10. September 2019 18:46

PeterM hat geschrieben:Mein Elektriker wollte ausschließlich einen Potenzialausgleich für die SAT-Anlage machen. Daher ist das Forum diesbezüglich sehr hilfreich. Die Durchführung werde ich in der Tat zusammen mit ihm machen.

Elektriker, die antennentechnisch fit sind und zur Normenreihe DIN EN 60728 (VDE 0855) keine Märchen erzählen, sind leider rar.

Da mir eine kropfunnötige Weber C-Fraktur Freizeitgewinn beschert hat, habe ich nach dem Motto "Bilder sagen mehr als Worte" und in der Hoffnung damit auch weiteren normfernen Elektriker-Mythen à la "PA ohne blitzstromtragfähige Erdung genügt" vorzubeugen, deine Grafik umgepinselt.

Antenne_PeterM_Satanlagenforum.jpg

Bei Schutz über eine getrennte Fangeinrichtung muss der hier schleifenfrei dargestellte PA noch mit min. 4 mm² Cu an den 16 mm² PA-Leiter zur HES verbunden werden.

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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon PeterM » 12. September 2019 09:09

Hallo Dipol,

danke dir für die sehr detaillierte Skizze und gute Besserung mit deinem Bruch!

Bzgl. Elektriker: Ich habe insgesamt 3 Stück kontaktiert sowie einen SAT-Installateuer in meiner Stadt. Leider haben alle 4 anscheinend nicht die notwendigen Kenntnisse. Ich werde nun mit deiner Abbildung auf den Elektriker zugehen, der den Rest vom Haus verdrahtet.

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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon techno-com » 12. September 2019 09:13

Wie oben schon verlinkt => https://www.vde.com/de/blitzschutz/fachkraefte

Einfach dort mal schauen, kann man über PLZ auflisten lassen sogar.
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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon FloriDo » 27. Juli 2020 20:46

Hallo Zusammen,
ich möchte das Thema Erdung Antenne gerne nochmal aufgreifen, da es bei mir jetzt auch ansteht. Da leider erst in 2 Wochen der Elektriker kommt, möchte ich schon mal ein wenig vorplanen was so auf mich zukommt. Ich habe auch schon einiges gelesen und diesen Forumsbeitrag gefunden, der meiner Situation recht nahe kommt (habe allerdings den Multischalter oben unter dem Dach). Was allerdings der Unterschied ist und daher meine Frage:
Ich habe keinen extra Fundamenterder, sondern die HES-Schiene ist nur ein Abgriff vom HAK (müßte dann PEN sein, richtig?).
Muß ich damit rechnen neben dem Tiefenerder außerhalb des Hauses noch einen extra Tiefenerder innen zu setzen (wie es auf der Zeichnung ist), oder kann ich auch auf meine HES gehen, so wie sie aktuell existiert? (siehe Foto). Wenn direkt anschließen möglich, geht dann das Kabel ungeschnitten über den Parallelverbinder an die HES und der Abzweig vom Parallelverbinder an den Tiefenerder außen oder ungeschnitten an Tiefenerder und Abzweig an jetzige HES (geplant ist 16mm² CU Erdkabel als eine Leitung vom Dach bis Erder bzw. HES)

Danke und Grüße
Florian
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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon Dipol » 27. Juli 2020 22:05

Hallo Florian, ich übernehme mal die Begrüßung: Herzlich Willkommen!

FloriDo hat geschrieben: ich möchte das Thema Erdung Antenne gerne nochmal aufgreifen, da es bei mir jetzt auch ansteht. Da leider erst in 2 Wochen der Elektriker kommt, möchte ich schon mal ein wenig vorplanen was so auf mich zukommt.

Das ist für forenerfahrene Berater eine Standardfloskel um beabsichtigte Eigenleistungen zu kaschieren.

FloriDo hat geschrieben: Ich habe auch schon einiges gelesen und diesen Forumsbeitrag gefunden, der meiner Situation recht nahe kommt (habe allerdings den Multischalter oben unter dem Dach).

Die abgebildeten Bauteile gehören zu einem Kabelanschluss aber nicht zu einer Satellitenantenne mit Multischalter. In abgelösten Normen war auch für BK-Anschlüsse ein Erder gefordert, aktuell ist er nur noch von der Netzform des Verteilnetzbetreibers abhängig und die muss eine konzessionierte Elektrofachkraft kennen, so sie denn nicht nur virtuell existiert.

FloriDo hat geschrieben:Ich habe keinen extra Fundamenterder, sondern die HES-Schiene ist nur ein Abgriff vom HAK (müßte dann PEN sein, richtig?).
Muß ich damit rechnen neben dem Tiefenerder außerhalb des Hauses noch einen extra Tiefenerder innen zu setzen (wie es auf der Zeichnung ist), oder kann ich auch auf meine HES gehen, so wie sie aktuell existiert? (siehe Foto). Wenn direkt anschließen möglich, geht dann das Kabel ungeschnitten über den Parallelverbinder an die HES und der Abzweig vom Parallelverbinder an den Tiefenerder außen oder ungeschnitten an Tiefenerder und Abzweig an jetzige HES (geplant ist 16mm² CU Erdkabel als eine Leitung vom Dach bis Erder bzw. HES)

Den Fotos nach erscheint es unwahrscheinlich, dass auch die Rohre des Sanitär- und Heizungsrohrnetzes mit einem Funktionsootenzialausgleichsleiter aus mind. 6 mm² Cu und früher mind. 10 mm² Cu, an der HES angeschlossen sind. Wenn das zutrifft ist das kein normkonformer Schutzpotenzialausgleich, welcher aber schon eine kleine Ewigkeit auch ohne erdungspflichtige Dach- oder Fassadenantenne obligatorisch ist.

Erdungsleiter aus 16 mm² Cu sind eigentlich überdimensioniert, denn die überstehen über doppelt so hohe Blitzströme als die nach Blitzschutznormen für normale Wohngebäude geltende Blitzschutzklasse mit 100 kA oder nicht nach Klasse H = 100 zertifizierten Verbinder wie deine "HES". Außenableitung von Antennenerdungen ist einem Blitzeinleiter vorzuziehen und dann ist der Erder auch vorzugsweise an der Ableitung ideal.

Die Details zu Tiefenerdern und wie Erdungsleiter aus 16 mm² Cu normkonform anzuschließen sind mögen für Laien trivial klingen, sind es aber nicht. Aber auch das kann man in diesem Forum oder z. B. im DEHN Blitzplaner nachlesen.

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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon FloriDo » 27. Juli 2020 23:05

Hallo Dipol,

danke für die schnelle Antwort. Ich gebe zu, dass ich keine Blitzschutzfachfirma beauftragt habe (muß das für eine Antennenerdung sein?), sondern den Elektriker vor Ort (aber Partnerfirma unseres Stromanbieters) und nach einem Gespräch bin ich nicht sicher, ob er auf dem neuesten Stand ist. Daher lese ich mich schon ein und möchte wenn er da ist ein wenig Bescheid wissen, ob alles richtig läuft. Interessiert mich einfach, auch wenn ich als Laie sicher nicht alles sofort verstehe.
Ich dachte z.B. dass 16mm² CU gefordert ist für solche Leitungen. Ich habe ja auch eigentlich eine Außenableitung vor.

Mein Plan war:
- Multischalterpanel unter dem Dach mit 6mm² Kabel an Mast verbinden.
- Mit Mastschelle 16mm² CU von Mast unter den Dachziegeln und hinter dem Fallrohr (Kunststoff) bis runter und an den (noch zu setzenden) Tiefenerder mit der Dehn 540 121

Wenn ich das richtig verstanden habe, muß doch noch ein Potentialausgleich stattfinden und da oben am Mast das Panel angeschlossen wird, muß ich doch nicht noch extra im Haus von oben bis unten (innen) ein Kabel legen, oder. Dafür ist doch dann der Abzweig an Dehn 306100 gedacht zur HES, oder?

Die Teile vom Potiausgleich gehören zum Kabelanschluss, dass ist richtig (habe darüber Internet - kein Fernsehen) und die Kabel die oben in den Kabelkanal laufen, sind
an den Heizungs-/Wasser-/und Erdgasrohr angeschlossen. Müßte nach deiner Aussage vielleicht auch mal neu verkabelt werden, aber dass hat die Firma von Kabel damals gemacht.

Grüße

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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon techno-com » 28. Juli 2020 07:28

FloriDo hat geschrieben:Mein Plan war:

Warum das wenn doch der Elektriker beauftragt wurde ?

Den Beitrag unter Erdung Satellitenanlage / Antennenmast + Potentialausgleich gelesen vor der Anfrage ? Oder nur einen anderen Beitrag ?

Einer der auch nichts gelesen hatte vor der Anfrage (bzw dem das nicht passte was in JEDEM anderen Beitrag erklärt wurde) und einer dem die Antwort dann nicht passte wohl:
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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon Dipol » 28. Juli 2020 10:01

FloriDo hat geschrieben: Ich gebe zu, dass ich keine Blitzschutzfachfirma beauftragt habe (muß das für eine Antennenerdung sein?), sondern den Elektriker vor Ort (aber Partnerfirma unseres Stromanbieters) und nach einem Gespräch bin ich nicht sicher, ob er auf dem neuesten Stand ist.

Erdung und PA sind integraler Bestandteil der Elektroanlage und nach NAV § 13 sind Installationen Elektrofachkräften mit Konzessionseintrag bei einem Verteilnetzbetreiber vorbehalten. Blitzschutzbau wird überwiegend von Dachdeckern betrieben, in deren Ausbildung noch nicht einmal das Ohmsche Gesetz erwähnt wurde und die folglich zumeist keinen Konzessionseintrag haben.

FloriDo hat geschrieben: Ich dachte z.B. dass 16mm² CU gefordert ist für solche Leitungen. Ich habe ja auch eigentlich eine Außenableitung vor.

Als Erdungsleiter von Antennen oder Potenzialausgleichsleiter für Blitzströme sind mind. 16 mm² Cu massiv oder mehrdrähtig, 25 mm² Alu oder 50 mm² Stahl UND Klasse H zertifizierte Verbinder gefordert.

FloriDo hat geschrieben:Mein Plan war:
- Multischalterpanel unter dem Dach mit 6mm² Kabel an Mast verbinden.
- Mit Mastschelle 16mm² CU von Mast unter den Dachziegeln und hinter dem Fallrohr (Kunststoff) bis runter und an den (noch zu setzenden) Tiefenerder mit der Dehn 540 121

Für den PA genügt formal 4 mm² Cu, mehr ist immer zulässig.

FloriDo hat geschrieben:Wenn ich das richtig verstanden habe, muß doch noch ein Potentialausgleich stattfinden und da oben am Mast das Panel angeschlossen wird, muß ich doch nicht noch extra im Haus von oben bis unten (innen) ein Kabel legen, oder. Dafür ist doch dann der Abzweig an Dehn 306100 gedacht zur HES, oder?

Siehe Beispielbild aus diesem Forum für fachgerechte Außenerdung, der zweite Erder an der HES ist eine Fleißaufgabe:

Antenne_PeterM_Satanlagenforum.jpg

Da ein schleifenfreier PA ausschließlich am geerdeten Antennenträger NICHT MEHR gefordert ist, darf der PA am Multischalter zusätzlich gegen die HES vermascht werden. Bei Außenableitung verhindert Vermaschung, dass der Schutz gegen den elektrischen Schlag durch Witterungseinfluss auf außen angebrachte Verbinder beeinträchtigt werden kann.

FloriDo hat geschrieben:Die Teile vom Potiausgleich gehören zum Kabelanschluss, dass ist richtig (habe darüber Internet - kein Fernsehen) und die Kabel die oben in den Kabelkanal laufen, sind
an den Heizungs-/Wasser-/und Erdgasrohr angeschlossen. Müßte nach deiner Aussage vielleicht auch mal neu verkabelt werden, aber dass hat die Firma von Kabel damals gemacht.

Die Installation eines normkonformen Schutzpotenzialausgleichs aller häuslichen Systeme ist Sache des Eigentümers. Ohne vollständigen Schutzpotenzialausgleich hätte ein Installationspartner eines Kabelnetzbetreibers (auch ohne erdungspflichtige Dachantenne) auf dem Absatz wieder umdrehen müssen. Hausanschlussverstärker und Kabelschirme der BK-Anlage sind zwar korrekt miteinander und dem PE verbunden, aber da kein Ticket mit Pegeln zu sehen ist und so hoch wie die HES montiert wurde, vermute ich auch hier das Werk eines Eigenleisters. So es doch ein Installationspartner war, empfehle ich eine Mängelrüge an den KNB, dann bekommt der dürftig entlohnte Partner eine auf den Deckel.

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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon FloriDo » 28. Juli 2020 18:59

Hallo Dipol,

ich habe mal die Zeichnung angepasst, wie ich deine Ausführungen verstanden habe. Hoffe das es in meinem Fall dann so passen müßte.
Der zusätzliche PA Leiter von 4mm² durch das Haus vom Multischalterpanel an die HES ist Optional und gibt mehr Sicherheit des PA´s der über die Außenableitung mit gewährleistet wird (aber nicht zwingend nötig - ich habe aktuell Innen leider keine Verbindung vom Dachboden in den Keller - daher wäre es schön wenn ich mir das sparen könnte.)
"Der zweite Erder an der HES in eine Fleißaufgabe" heisst ich benötige diesen nicht zwingend für die geplante Antennenerdung, richtig?
Auf der Zeichung steht "16mm² CU ungeschnitten bis zur HES" - würde das in meinem Fall auch so sein? (oder ungeschnitten an Tiefenerder - oder ist es egal wie am Parallelverbinder angeschlossen wird?)

Hoffe ich muß bald nicht mehr nerven :1112
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Antenne_PeterM_Satanlagenforum Florian 2.jpg

Dipol
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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon Dipol » 28. Juli 2020 20:08

FloriDo hat geschrieben: Der zusätzliche PA Leiter von 4mm² durch das Haus vom Multischalterpanel an die HES ist Optional und gibt mehr Sicherheit des PA´s der über die Außenableitung mit gewährleistet wird (aber nicht zwingend nötig - ich habe aktuell Innen leider keine Verbindung vom Dachboden in den Keller - daher wäre es schön wenn ich mir das sparen könnte.)

Antennen-Direkterdungen an Blitzschutzanlagen sind nicht mehr Stand der Technik aber bedingt noch zulässig, wenn innen noch ein PA-Leiter korrosionsgeschützt verlegt wird. Auch in der kommenden Normausgabe ist für außen verlegte konventionelle Antennendirekterdungen ohne LPS nichts gleichartiges gefordert. Das Risiko schleichender Kontaktverschlechterung an Verbindern durch Wettereinwirkung lässt sich relativ einfach reduzieren indem der Erdungsleiter am Antennenträger wettergeschützt unter den Dachplatten angeschlossen und der Parallelverbinder in ein Wetterschutzgehäuse eingesetzt wird.

Den Eintritt des Erdungsleiter von der Antenne in das Wetterschutzgehäuse abzudichten ist nicht ganz einfach aber lösbar. Keinesfalls den Leiter von der Antenne von unten einschleifen.

FloriDo hat geschrieben:"Der zweite Erder an der HES in eine Fleißaufgabe" heisst ich benötige diesen nicht zwingend für die geplante Antennenerdung, richtig?
Auf der Zeichung steht "16mm² CU ungeschnitten bis zur HES" - würde das in meinem Fall auch so sein? (oder ungeschnitten an Tiefenerder - oder ist es egal wie am Parallelverbinder angeschlossen wird?)

Nach Blitzschutznormen müssen die Erdausbreitungswiderstände von Blitzschutzerdern auch nach dem Einbau messbar bleiben. Übertragen auf die Antennenerdung sollte somit der Draht zum Erder abzuklemmen sein ohne neu schneiden zu müssen. Das sollte man auch dann beherzigen, wenn der Eli nur virtuell existiert und für DIY eine Messung mangels Profi-Equipment nicht durchgeführt werden kann.
:1131

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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon FloriDo » 28. Juli 2020 21:19

Danke Dipol,
so nach und nach verstehe ich die Sache (Hoffentlich). Dann würde ich die 4mm² durchs Haus weglassen und den Rest so machen (lassen) wie auf meiner angepassten Zeichnung.
Das mit dem Wetterschutzgehäuse ist ein guter Tipp. Das werde ich mir mal ansehen (benutze im Außenbereich ganz gerne die von Spelsberg - da finde ich bestimmt was passendes)

Eine Antwort bist du mir aber noch Schuldig. Muß ich zusätzlich zu dem Tiefenerder Außen noch einen Kreuzerder/Tiefenerder (1,5m?) Innen zwingend setzen über den dann neu die HES angeschlossen wird, oder kann ich wie auf der Zeichnung dargestellt bei mir direkt an die vorhandene HES gehen? Ist das Optional/besser oder ein muß?

Grüße und Vielen Dank für deine Geduld bis hierhin!

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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon Dipol » 28. Juli 2020 22:27

FloriDo hat geschrieben: Eine Antwort bist du mir aber noch Schuldig. Muß ich zusätzlich zu dem Tiefenerder Außen noch einen Kreuzerder/Tiefenerder (1,5m?) Innen zwingend setzen über den dann neu die HES angeschlossen wird, oder kann ich wie auf der Zeichnung dargestellt bei mir direkt an die vorhandene HES gehen? Ist das Optional/besser oder ein muß?

SEUFZ: In der Grafik ist doch die Mindesterderlänge, Kopfversenkung bei 2,5 m Mindestlänge um 0,5 m und 1 m Abstand zum Hausgrund um dem trockenen Arbeitsraumbereich zu entgehen, eingetragen. :1132

Feuerverzinkte Kreuzerder sind bei Altbauten zulässig, 16 mm² Cu kann man aber nur an einen Erdspieß aus NIRO nach Klasse H = 100 kA normkonform anschließen. Die Kombination eines NIRO-Erdspießes mit einem Kreuzerder ist fachlich inkonsequent. Mal noch drei Folien hinterher:

Folie1.JPG
Erder vom Typ A
Folie9.JPG
Erder vom Typ A und B
Folie10.JPG
Erdung Typ A mit einem oder mehreren Erdspießen mit isolierter oder erdfühliger blitzstromtragfähiger Verbindung

Das kann man alles auch ohne Zimmerservice in frei verfügbarer Sekundärliteratur wie u. a. dem DEHN Blitzplaner nachlesen.

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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon FloriDo » 29. Juli 2020 20:01

Ich kann ja dein SEUFZ verstehen. Wahrscheinlich zu viel Informationen in der letzten Zeit, da habe ich nicht mitgedacht.
Für den Download des Blitzplaners habe ich mich mal angemeldet.
Sonst sind aber erstmal alle meine Fragen geklärt.
Du warst mir auf jeden Fall eine große Hilfe, damit ich das ganze besser verstehe. Ich war eben nochmal beim Eli und bin mit ihm das Material durchgegangen, dass bestellt werden soll.
Wenn es da ist, kann ich ein wenig vorbereiten und er schließt es mir dann an.

Also nochmal
VIELEN DANK
:thx

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Re: Potenzialausgleich & Blitzschutz SatAnlage | Verbindung externer Erder mit PAS

Ungelesener Beitragvon techno-com » 30. Juli 2020 05:45

Wie schaut es mit dem Versicherungsschutz aus wenn das ein Elektriker ohne Qualifikation macht dem der Auftraggeber (der immerhin mal den Blitzschutzplaner runterlädt im Gegensatz zu vielen anderen die solche st eigen gewerblich machen) ihm alles erklären muss wie es geht ?

P.S. muss heute Mittag noch kurz 5 Führerscheinprüfungen abnehmen (kurz unterschreiben, habe vorhin erklärt bekommen wie das alles genau gehen soll), dann endlich Urlaub.
Vielleicht sind wir nicht günstiger als ein Discounter oder reiner Online-Kartonschieber, aber sicherlich besser !
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