Erdungsblock draußen oder drinnen?

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mic
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Erdungsblock draußen oder drinnen?

Ungelesener Beitragvon mic » 27. Mai 2019 11:43

Hallo,

ich habe die vorliegende Situation versucht, auf der Skizze darzustellen.
Erdung_Satanlagen_PAS.jpg
Skizze Erdung Satanlagen PAS


Die 60cm Schüssel befindet sich knapp unter dem First und wurde fachgerecht durch einen Tiefenerder geerdet (grüne Linien sind Schutzleiter bzw. Erdung). Vom LNB mit integriertem Switch gehen 4 Sat-Kabel in's Gebäude, 2 davon gehen nach unten und durch den Keller in's Gebäude daneben.

Nachdem ich nun einiges in diversen Foren gelesen habe, würde ich davon ausgehen, dass der Erdungsblock für die Sat-Kabel direkt nach dem Eintritt in's Haus anzubringen ist und dann nicht unten an der Potentialausgleichsschiene (die dort auch mit dem Tiefenerder der Sat-Schüssel verbunden ist), sondern direkt oben am Halter der Sat-Schüssel, wo die Erdungsleitung angebracht ist. Korrekt?

Leider haben die Handwerker beim Verputzen keine Möglichkeit mehr gelassen, die Leitung vom Erdungsblock zum Sat-Schüsselhalter rauszuführen. D.h. es bleiben eigentlich nur die Möglichkeiten (s. Skizze):

A) Erdungsblock draußen an der Hauswand unter dem Dachvorsprung und direkt mit dem Sat-Schüsselhalter verbinden oder

B) Erdungsblock im Untergeschoss innen anbringen und dort mit der Potentialausgleichsschiene verbinden. 1 Sat Kabel muss dann eben wieder nach oben geführt werden, aber dazu sind noch Leerrohre vorhanden.

Welche Möglichkeit haltet Ihr für die normgerechtere bzw. bessere?

Danke und Grüße,
Mic



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Re: Erdungsblock draußen oder drinnen?

Ungelesener Beitragvon techno-com » 27. Mai 2019 11:55

mic hat geschrieben:Hallo,

Hallo und herlich-willkommen

mic hat geschrieben:Leider haben die Handwerker beim Verputzen keine Möglichkeit mehr gelassen, die Leitung vom Erdungsblock zum Sat-Schüsselhalter rauszuführen. D.h. es bleiben eigentlich nur die Möglichkeiten (s. Skizze):

A) Erdungsblock draußen an der Hauswand unter dem Dachvorsprung und direkt mit dem Sat-Schüsselhalter verbinden oder

B) Erdungsblock im Untergeschoss innen anbringen und dort mit der Potentialausgleichsschiene verbinden. 1 Sat Kabel muss dann eben wieder nach oben geführt werden, aber dazu sind noch Leerrohre vorhanden.

Welche Möglichkeit haltet Ihr für die normgerechtere bzw. bessere?

Es gibt nur eine Variante wie das gemacht werden darf, so wie es vorgeschrieben ist.. und die DIN hat da keinen Satz drin der es anders zulässt nur weil die Elektriker etwas "vergessen" haben oder weil es jetzt schwer nur möglich wäre.
Siehe unter Erdung Satellitenanlage / Antennenmast + Potentialausgleich und in vielen weiteren Beiträgen hier in dieser Rubrik erklärt.
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Re: Erdungsblock draußen oder drinnen?

Ungelesener Beitragvon mic » 27. Mai 2019 12:12

Hallo,

vielen Dank für die rasche Antwort. Den verlinkten Beitrag habe ich mir durchgelesen und die Bilder angesehen. Was mir als signifikanter Unterschied dabei aufgefallen ist: die Verbindung zwischen "PAS auf dem Dachboden" und dem Sat-Halter fehlt in meinem Fall.

Genau deshalb (Stichwort "Schleife" und "direkter Weg"), hatte ich die Lösung mit dem außen montierten Erdungsblock angedacht. Mir wäre natürlich lieber gewesen, wenn alles normgerecht installiert worden wäre, aber immerhin ist die Schüssel geerdet und mit Protokoll vermessen worden. Ich kann leider auch nicht den Bohrer auspacken und ab durch die Wand, weil die Damen und Herren vom Denkmalschutz jeden Grund suchen, um ein Fass aufzumachen.

Je länger ich mir die Abbildung ansehe: eigentlich sind mit der Außenmontage des Erdungsblocks und direkte Verbindung mit dem geerdeten Mast doch alle Bedingungen erfüllt. Oder übersehe ich etwas?

Grüße,
Mic

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Re: Erdungsblock draußen oder drinnen?

Ungelesener Beitragvon techno-com » 27. Mai 2019 12:18

mic hat geschrieben:Oder übersehe ich etwas?

Sehr viel, vor allem wer solche Arbeiten durchführen kann/darf ... erster Absatz im verlinkten Beitrag und sehr oft Gegenstand von anderen Beiträgen hier in der Rubrik.

Es muss gemacht werden wie es die DIN vorschreibt, und nicht so wie es jetzt noch möglich wäre ebenso. Wenden sie sich an den Elektriker der diese "Vor"arbeiten so verhunzt hat und sprechen sie mit ihm über eine Lösung wie er das wieder gerade biegt (unter Mitwirklung einer qualifizierten Blitzschutz-Fachkraft was er sicher nicht ist).
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Re: Erdungsblock draußen oder drinnen?

Ungelesener Beitragvon mic » 27. Mai 2019 12:31

Hallo,

besten Dank. Hilfreich wäre, wenn ich demjenigen bereits sagen könnte, wie es auszusehen hat. Das würde mir die Diskussion ersparen, wer nun Recht hat und dass er seit 30 Jahren Meister ist o.ä.

Aus Erfahrung: wenn ich jemandem sage, dass ein Haus nicht über einen einzigen FI laufen darf und dass ein FI über entsprechende Vorsicherungen verfügen muss, wenn die dem FI nachgeschalteten LSS in Summe über seinem Bemessungsstrom liegen, dann höre ich auch nur "ich hab den Schleifenwiderstand durchgemessen und der passt". Wenn ich dann nachschiebe, dass die TAB in der geltenden Fassung aber folgendes besagt, dann führt das leider auch zu nichts.
Wenn ich dann aber sage, "Sie haben doch einen 40A EATON der Serie XY verbaut, für den schreibt EATON eine 25A Vorsicherung vor, hier steht's. Im Gegensatz zu ABB, denen auch eine 40A Vorsicherung recht ist.", dann enden die Diskussionen früher. Das war mein Hintergedanke.

Grüße,
Mic

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Re: Erdungsblock draußen oder drinnen?

Ungelesener Beitragvon techno-com » 27. Mai 2019 12:35

mic hat geschrieben:besten Dank. Hilfreich wäre, wenn ich demjenigen bereits sagen könnte, wie es auszusehen hat. Das würde mir die Diskussion ersparen, wer nun Recht hat und dass er seit 30 Jahren Meister ist o.ä.

Eine Diskussion wird es keine geben wenn das eine qualifizierte Blitzschutz-Fachkraft durchführt die es die Vorschrift ist, und da kann der auch 30 Jahre lang Meister sein wenn er diese Qualifikation nicht hat (und das sieht man ja an der Ausführung ...).

mic hat geschrieben:Aus Erfahrung: wenn ich jemandem sage, dass ein Haus nicht über einen einzigen FI laufen darf und dass ein FI über entsprechende Vorsicherungen verfügen muss, wenn die dem FI nachgeschalteten LSS in Summe über seinem Bemessungsstrom liegen, dann höre ich auch nur "ich hab den Schleifenwiderstand durchgemessen und der passt". Wenn ich dann nachschiebe, dass die TAB in der geltenden Fassung aber folgendes besagt, dann führt das leider auch zu nichts.
Wenn ich dann aber sage, "Sie haben doch einen 40A EATON der Serie XY verbaut, für den schreibt EATON eine 25A Vorsicherung vor, hier steht's. Im Gegensatz zu ABB, denen auch eine 40A Vorsicherung recht ist.", dann enden die Diskussionen früher. Das war mein Hintergedanke.

Das hat aber alles mit der Sache hier absolut nichts zu tun.
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Re: Erdungsblock draußen oder drinnen?

Ungelesener Beitragvon Dipol » 1. Juni 2019 14:56

mic hat geschrieben:Erdung_Satanlagen_PAS.jpg

Die 60cm Schüssel befindet sich knapp unter dem First und wurde fachgerecht durch einen Tiefenerder geerdet (grüne Linien sind Schutzleiter bzw. Erdung). Vom LNB mit integriertem Switch gehen 4 Sat-Kabel in's Gebäude, 2 davon gehen nach unten und durch den Keller in's Gebäude daneben.

Fachgerecht nach den aktuellen Regeln der Technik wäre die Antennenerdung, wenn

  • ein einzelner Tiefenerder min. 2,5 m lang ist ,
  • der Kopf um 0,5 m unter Grund versenkt wurde,
  • der Einbau außerhalb vom aufgefüllten Arbeitsraum oder Dachüberständen min. 1 m Abstand zur Hauswand einhält,
  • sowohl der Anschluss am Antennenträger sowie auch die Verbinder am Erder und die in HES umgetaufte PAS müssen für die verwendete Leiterart nach Klasse H = 100 kA geprüft sind.
Bei vor 2007-09 fertiggestellten Altbauten sind feuerverzinkte Erder prinzipiell noch zulässig, in Kombination mit einem bestehenden Fundamenterder ist der Normenoldie DIN VDE 0151:1986-06 zu beachten. Ich wette erfahrungsgeprägt "blind" einen Kasten Bier, dass die Erdung NICHT normkonform ist.

mic hat geschrieben: Leider haben die Handwerker beim Verputzen keine Möglichkeit mehr gelassen, die Leitung vom Erdungsblock zum Sat-Schüsselhalter rauszuführen. D.h. es bleiben eigentlich nur die Möglichkeiten (s. Skizze):

A) Erdungsblock draußen an der Hauswand unter dem Dachvorsprung und direkt mit dem Sat-Schüsselhalter verbinden oder

B) Erdungsblock im Untergeschoss innen anbringen und dort mit der Potentialausgleichsschiene verbinden. 1 Sat Kabel muss dann eben wieder nach oben geführt werden, aber dazu sind noch Leerrohre vorhanden.

Welche Möglichkeit haltet Ihr für die normgerechtere bzw. bessere?

Zum Schutz gegen den elektrischen Schlag ist die Version B) mit korrosionsfreiem Erdblock im Gebäude besser, gegen induktive Blitzstromeinkopplungen einer am Antennenträger. Siehe dazu den Nachbarthread.

Die Mitversorgung eines zweiten EFH ist problematischer als die Mitversorgung einer zweiten Wohneinheit in Mehrfamilienwohnhäusern. Bei getrennten Erdungsanlagen und Stromversorgungssystemen ohne Verbindung der beiden HES mit min. 16 mm² Cu können über die Koaxleitungen erhebliche Ausgleichsströme fließen. Bei Gemeinschaftsantennen muss der PA beide Hauseinheiten umfassen. Wenn zu unsymmetrischen Verbrauchern wie Schaltnetzteilen, LEDs womöglich noch eine PV-Anlage oder Ladestation für ein Elektroauto dazukommt, kann es den Koaxkabeln ungemütlich warm werden und andere Effekte durch Oberwellen gibt es auch noch.


 


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