Verlegung von Sat-Leitungen in einem elektrisch sanierten Haus

Wissen sie nicht was sie für ihre Satanlage alles benötigen, haben sie Fragen zu unseren Komplettanlagen oder zur Planung/Installation einer Anlage (Kabelverlegung, Ausrichtung, Multischaltern, LNB etc.) ?
_andreas
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Verlegung von Sat-Leitungen in einem elektrisch sanierten Haus

Ungelesener Beitragvon _andreas » 18. September 2019 18:04

Liebe Leute,

ich war bereits in einem anderen Forum angemeldet, aber da ich dort lediglich als Volldepp hingestellt wurde, statt dass meine Fragen beantwortet wurden, nehme ich hier einen weiteren Anlauf. Vorweg möchte ich sagen, dass ich sicherheitsrelevante Installationen von einem Elektriker durchführen lassen werde und nur mal die Verlegung der dafür notwendigen Kabel durchführen möchte. Dementsprechend sind alle "ich"s, die ich nachfolgend schreiben werde, auch bitte auf diese Art und Weise zu interpretieren. Jetzt aber zu meinen Fragen :)

Nachdem sich die Sanierung meines Hauses langsam dem Ende zuneigt, möchte ich mir jetzt noch eine ordentliche Sat-Anlage gönnen. Meine erste, laienhafte, Planung befasste sich noch nicht mit den Problemen des Potentialausgleichs oder der Erdung. Nun hab ich aber hier im Forum schon einiges gelesen und muss wohl mein komplettes Konzept bissl übern Haufen werfen. Nachfolgend mein upgedatetes Konzept:
SAT_Verbindung.png


Die Sat-Schüssel wird an einer Halterung aufgehängt, die an den Streben des Dachüberhangs senkrecht nach unten montiert wird. Daneben befindet sich ein verzinkten Fallrohr, woran auch der Blitzableiter verläuft. Nun befinde ich mich deswegen nicht mehr in der "sicheren" Zone und muss ja eine Erdung anbringen. Da kommt meine erste Frage auf: Wo schließe ich die 16mm² Erdung an? Denn die komplette Erdung wird noch mit Erdungsstäben neu gemacht. Auf zwei Seiten für den Blitzableiter und auf der Vorderseite für die Hauselektronik. Das lasse ich natürlich alles von einem Elektriker durchführen. Nun weiß ich aber nicht, bis wohin ich die 16mm² Leitung legen muss? Kann man diese dann gleich an der Blitzableitererdung anschließen oder muss ich das Kabel auf die Vorderseite führen?

Soviel mal zum Thema der 16mm²-Erdung :) Eine weitere Frage habe ich bezgl. des Potentialausgleichs: Kann ich dieses 4mm²-Kabel im selben Rohr ins Haus ziehen, worin auch die Koax-Kabel verlegt wurden?

Wenn nun alle Kabel ins Haus gezogen sind, würde ich sie am Erdungsblock + Überspannungsschutz anschrauben. Anschließend führe ich sie weiter zum Erdungsblock, der vor dem Multischalter installiert wird. Vom Multischalter aus werden die Kabel zurück zum Erdungsblock und weiter zu den SAT-Dosen geführt. Das 4mm² Kabel schließe ich aber nur außerhalb an der selben Klemme an, wo auch das 16er Kabel angeschlossen wird, oder?

Der Warenkorb sähe folgendermaßen aus:
Unbenannt.PNG


Ich freue mich schon auf eure Antworten.



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Re: Verlegung von Sat-Leitungen in einem elektrisch sanierten Haus

Ungelesener Beitragvon techno-com » 18. September 2019 18:23

Hallo und herlich-willkommen

Die letzten beiden Beiträge sind genau das was ihnen ihre Fragen beantwortet hätte, wirklich beide letzten Beiträge !

Siehe unter
EFH Planung
+
Kaufberatung für Neubau - Einfamilienhaus mit 9 Empfangsstellen

Wie eine Erdung/der PA geht, wer das machen darf (mit relativ großer Wahrscheinlichkeit nicht ihr Elektriker, vor allem wen der ja hier wohl schon Ihnen nicht sagen kann wie es geht wenn sie selbst in diversen Foren anfragen müssen um das in Erfahrung zu bringen) und alles andere dazu wäre dann der Beitrag genau vor diesem beiden anderen zuvor (3 vor ihrem neuen Beitrag also):
Kaufberatung / Prüfung Zusammenstellung (der sich sonst genau passt zu allem anderen ihrer Fragen).

Oder einfach im Beitrag der in jedem anderen Beitrag auch verlinkt ist unter Erdung Satellitenanlage / Antennenmast + Potentialausgleich
Abgesehen das dieses Thema eine extra Rubrik hier hat wo noch mehr dazu erklärt ist ....

P.S. Ist das ihr anderer Beitrag ?
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Re: Verlegung von Sat-Leitungen in einem elektrisch sanierten Haus

Ungelesener Beitragvon _andreas » 18. September 2019 19:03

Danke für Ihre zügige Antwort.
Im Unterforum Montagematerial/ -arten habe ich tatsächlich nicht nachgesehen ...

Bei den letzten Arbeiten war von einer Sat-Anlage noch keine Rede, weswegen wir das noch nicht diskutiert hatten. Um Kosten zu sparen, möchte ich nur alles soweit vorbereiten, dass er "lediglich" die Anschlussarbeiten durchführen muss. So konnte ich auch bereits im Haus vorgehen (alle Leitungen von mir verlegt, Anschluss im Sicherungskasten durch ihn) und das hat recht gut funktioniert.

Gemäß der Wirtschaftskammer ist er für diese Aufgaben ausgebildet:
Elektrotechniker (Par.210 GewO.1994), eingeschränkt auf die Installation elektrischer Starkstromanlagen und -einrichtungen, beschränkt auf Nennspannungen bis einschließlich 1500 Volt, und zwar 1. im Anschluss an bestehende Anlagen zur Gewinnung oder Verteilung elektrischer Energie,
2. zur Gewinnung elektrischer Energie mit einer Nennleistung bis einschließlich 150 Kilowatt und
3. die Errichtung von Blitzschutzanlagen

Ich habe mir nun den Großteil der Fragen durch Ihre links beantworten können, danke:
Potentialausgleich im selben Rohr, wie Koax Kabel ... kein Problem. Erdungsstäbe müssen mit der HES verbunden werden:
Alle Erde sind untereinander und mit dem obligatorischen Schutzpotenzialausgleich der Gebäude zu verbinden, da getrennte Erder gefährlich und daher schon seit Jahrzehnten nach den Blitzschutznormen unzulässig sind

Das wird noch spannend, wie das mein Elektriker löst. Östlich, westlich jeweils Erdungsstäbe für die Blitzableitung und nördlich die HES.

Ob ich das 16mm² Kabel nun direkt am Blitzschutz anschließen kann, hab ich noch nicht herausgefunden. Ich hätte das als recht logisch empfunden, aber wenn ich nun das 16mm² und das 4mm² Kabel am Mast anschließe, würde ich doch den Blitz im dümmsten Falle "ins Haus" leiten oder?
Zuletzt geändert von techno-com am 19. September 2019 09:16, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Edit by techno-com: Quotes angepasst

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Re: Verlegung von Sat-Leitungen in einem elektrisch sanierten Haus

Ungelesener Beitragvon Dipol » 18. September 2019 21:09

_andreas hat geschrieben: ich war bereits in einem anderen Forum angemeldet, aber da ich dort lediglich als Volldepp hingestellt wurde, statt dass meine Fragen beantwortet wurden, nehme ich hier einen weiteren Anlauf.

Wie man im anderen Forum nachlesen kann, wurden die dort von User Ninurta gestellten Fragen ALLE normkonform beantwortet. Durch getrennte Anfragen in zwei Themen von zwei Beratern gleichlautend sogar z. T. doppelt.

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Re: Verlegung von Sat-Leitungen in einem elektrisch sanierten Haus

Ungelesener Beitragvon techno-com » 18. September 2019 21:15

Link dorthin ?
Meine Nachfrage blieb ja unbeantwortet ob ich den passenden anderen Beitrag meinte/verlinkte ....

Nachtrag. Email vom User hier endet auf .at was vermuten lässt (jede Angabe dazu fehlt) das er aus Österreich kommt :1122

Code: Alles auswählen

Dem von @_andreas zitierten § 210 nach war es jedenfalls vor der Harmonisierung der Blitzschutznormenreihe IEC 62305 um das Jahr 2006 herum so, dass EFK in Österreich prinzipiell auch Blitzschutzanlagen installieren durften.

Was über die allgemeine Definition der IEC 62305 einer BSFK hinaus gefordert wird, wo die Quali als BSFK zu erlangen ist und ob das auch nur ansatzweise kontrolliert wird, könnte ich über Google nicht klären.

Es gibt nebenbei zwei Definitionen von Blitzschutzfachkräften. Eine international harmonisierte und eine etwas detaillierte im nationalen Vorwort zur DIN EN 62305-3 und dem dazugehörigen Beiblatt 3. Trotz EU sind beide nur in Deutschland relevant.

Die Anforderungen an BSFK mögen in Österreich liberaler als in Deutschland sein, die für Erder vom Typ A sind deutlich strenger.
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