Von Kabel-TV zu Unicable-TV

Fragen zu Unicable EN50494-/JESS EN50607-Einkabel LNB´s (z.B. Inverto/Dur-Line/Kathrein/GT-Sat) oder zum Technisat DisiCon System.
Akt. können mit Unicable-LNBs max. 1 Satelliten + max. 5-7 Tuner versorgt werden. Für größere Anlagen muss daher auf Unicable-/JESS-Multischalter zurückgegriffen werden, diese werden hier im Forum in einer extra Rubrik "Fragen zu digitalen SAT- Einkabelsytstemen" weiter oben besprochen.
JESS-LNBs (dhello / dCSS) können mittlerweile bis 32 Tuner versorgen.
Gurkenlasterfahrer
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Von Kabel-TV zu Unicable-TV

Ungelesener Beitragvon Gurkenlasterfahrer » 16. Februar 2017 07:55

Guten Morgen,

ich wohne in einem Haus, welches aktuell mit Breitband-Kabel-TV versorgt wird. Dazu geht ein Erdkabel von einem Verteiler an einer Hausecke zunächst auf den Dachboden, wird dort von einem Antennenverstärker verstärkt und dann über einen 3-Fach-BK-Verteiler auf die 3 Etagen verteilt. Alle 3 Parteien würden jetzt gerne auf Satellit umrüsten und genau dazu hätte ich ein paar Fragen...

Da das Thema Blitzschutz auf dem Dach nicht ohne ist und unser Balkon (EG/Hochparterre) eine geschützte Zone inklusive Sicht auf den Satelliten bietet, wollte ich die Schüssel entweder an einem freistehenden Balkonständer montieren, oder aber das Geländer für die Montage nutzen und dann von einem Elektriker einen Erder + 16mm Blitzschutz-Kabel ans Geländer + Potentialausgleich anschließen lassen. Das Antennen-Kabel würde dann entweder vom Balkon in das angrenzende Zimmer geführt und dort an eine Antennendose angeschlossen werden, oder aber zum in der Nähe befindlichen Erdkabel geführt und dort angeschlossen werden. An der Hauswand sitzt so eine graue Schachtel mit der Aufschrift "POST", aus der das zum Dachboden führende Erdkabel herauskommt. Bei dem Kasten bin ich mir nun nicht sicher, ob wir oder von mir aus auch ein Fersehtechniker an dem Erdkabel überhaupt rumbasteln dürfen. Mir ist schon klar, dass fehlende Abschlusswiderstände Signalreflektionen auslösen können und ich damit eventuell den Empfang von zig anderen Parteien in der Straße stören könnte. gutenempfang

Am liebsten würde ich fauler Sack natürlich einen SCR-LNB mit nur einem Unicable-Ausgang für 8 Teilnehmer einsetzen, denn mehr benötigen wir in Summe auf längere Sicht nicht. Theoretisch müsste ich dann im EG Einkabel-Dosen mit hoher Dämpfung einbauen(dB je nach Leitungslänge zum LNB), das Signal würde dann parallel nach oben zum Dachboden laufen, dort führt man dann mit einem 2-Fach-BK-Verteiler das Unicable-Signal in die beiden anderen Etagen, wo dann je nach Leitungslänge Dosen mit entsprechend geringerer Dämpfung eingebaut werden. Ich habe z.B. dieses LNB gefunden => Dur-Line UK124 JESS EN50607 Einkabel-LNB

Könnte das eurer Erfahrung nach bei 3 Etagen und 1 x rauf + 2 x runter ohne Verstärker und mit nur einem einzigen LNB funktionieren?
Ich frage mich nur, ob das klug wäre, denn streng genommen müsste im Worst Case der Receiver mit dem größten Abstand den LNB mit Strom versorgen und theoretisch könnte das ein Gerät sein, dessen LNB-Anschluss nicht genug Power liefert, oder?
Alternativ könne man wohl auch einen Quattro-LNB anschließen, 4 Kabel vom Balkon in die Wohnung ziehen(ich sehe jetzt schon schwarz bezüglich der "Regierung") und die ganze Mimik mit Multischalter im angrenzenden Raum montieren. Dann von dort aus ohne Power-Probleme an die Dose und dann vom Dachboden wie gehabt nach unten in die beiden anderen Etagen verteilen, ggf.auch mit Zwischenverstärker auf dem Dachboden.
Alternativ könnte ich mir auch vorstellen das Erdkabel zu nutzen, wobei dann natürlich ebenfalls der Blitzschutz und PE beachtet und ggf. der Kabelbetreiber wegen des Abklemmens mit einbezogen werden müsste. Hier stellt sich aber zunächst die Frage, ob es Multischalter gibt, die statt aus 4 Leitungen (Quattro) auch aus einem Unicable-Signal die 4 Ebenen abgreifen und dann auf 3 separate SCR Ausgänge mit je 4 Teilnehmern verteilen können?

Viele Grüße
Gurkenlasterfahrer
Zuletzt geändert von techno-com am 16. Februar 2017 10:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Edit by techno-com: Beitrag verschoben in passende Rubrik (von "Fragen zu digitalen SAT-Einkabelsysteme" in Rubrik "Unicable LNBs")



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Re: Von Kabel-TV zu Unicable-TV

Ungelesener Beitragvon techno-com » 16. Februar 2017 15:13

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:Guten Morgen,

Hallo und Herzlich Willkommen im Forum :freunde

Vorab der Hinweis das ich ihr Thema da sie hier explizit nach einem Einkabel-LNB erst einmal angefragt haben verschoben habe in die dazu passende Rubrik.
Dazu der Hinweis in der alten Rubrik => Fragen zu Einkabel-LNBs ? Bitte Kategorie beachten

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:Da das Thema Blitzschutz auf dem Dach nicht ohne ist und unser Balkon (EG/Hochparterre) eine geschützte Zone inklusive Sicht auf den Satelliten bietet, wollte ich die Schüssel entweder an einem freistehenden Balkonständer montieren, oder aber das Geländer für die Montage nutzen und dann von einem Elektriker einen Erder + 16mm Blitzschutz-Kabel ans Geländer + Potentialausgleich anschließen lassen.

Das verstehe ich nicht :?:
Wenn die Antennen im "geschützten Bereich" steht brauche ich keinen extra Erder oder einen Anschluss an die Haupterdungsschiene (HES) vom Haus .... an die Haupterdungsschiene MUSS dann nur ein Potentialausgleichskabel (4mm²) ran (ohne Entlastungserder) für den notwendigen Potentialausgleich (PA) da eine wohnungsübergreifende Installation hier durchgeführt wird => Erdung Satellitenanlage / Antennenmast + Potentialausgleich + Vormontagen- Aufbau im Schaltschrank incl Potenzialausgleich

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:Am liebsten würde ich fauler Sack natürlich einen SCR-LNB mit nur einem Unicable-Ausgang für 8 Teilnehmer einsetzen, ....
.....
Könnte das eurer Erfahrung nach bei 3 Etagen und 1 x rauf + 2 x runter ohne Verstärker und mit nur einem einzigen LNB funktionieren?

Finger weg bei komplexeren Aufbauten (lange Kabelwege, alte Kabel, viele Verteilungen ....) importantnotice
Fusion Kabel & Sat zu Unicable (2-FMH)
Unicable Anlage mit 2 LNBs - Kein Signal

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:Alternativ könne man wohl auch einen Quattro-LNB anschließen, 4 Kabel vom Balkon in die Wohnung ziehen(ich sehe jetzt schon schwarz bezüglich der "Regierung") und die ganze Mimik mit Multischalter im angrenzenden Raum montieren. Dann von dort aus ohne Power-Probleme an die Dose und dann vom Dachboden wie gehabt nach unten in die beiden anderen Etagen verteilen, ggf.auch mit Zwischenverstärker auf dem Dachboden.

Siehe unter Unicable 2 LNB im EFH (Einkabellösung) , da ging es auch erst mit dem Wunsch auf ein Einkabel-LNB los und der passt hier genau rein (habe ich gerade super ausführlich vor diesem Beitrag neu behandelt diesen Beitrag).

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:Hier stellt sich aber zunächst die Frage, ob es Multischalter gibt, die statt aus 4 Leitungen (Quattro) auch aus einem Unicable-Signal die 4 Ebenen abgreifen und dann auf 3 separate SCR Ausgänge mit je 4 Teilnehmern verteilen können?

Nein, so etwas gibt es nicht .... 2 Koaxkabel sind das Minimale was ich benötige bei z.B. einer Breitband-LNB-Versorgung => Jultec - Fachbegriffe (Erklärung) .
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Re: Von Kabel-TV zu Unicable-TV

Ungelesener Beitragvon Gurkenlasterfahrer » 16. Februar 2017 17:55

Hallo techno-com,

techno-com hat geschrieben:Das verstehe ich nicht :?:
Wenn die Antennen im "geschützten Bereich" steht

Ja, das habe ich etwas unklar geschrieben...wenn ich die Schüssel am Geländer montiere, könnte der Blitz in meiner Phantasie theoretisch über ein in der Nähe verlaufendes (und von mir bislang verschwiegenes) Regenrohr rasen, von dort aus auf das Balkongeländer sliden und sich dann mit der Schüssel und dem Rest vergnügen...keine Ahnung, ob diese Paranoia berechtigt ist...alternativ daher die Montage mit einem Balkonständer, der keine direkte Verbindung zum Geländer hat. Der PA sollte natürlich in jedem Fall über Erdungsblöcke hergestellt werden.
Wäre es erlaubt, den PA oben auf dem Dachboden einzubauen? Ich gehe ja von einer geschützten Zone aus und auf dem Dachboden meine ich ein entsprechendes Kabel gesichtet zu haben. Beim Balkon gehe ich nämlich davon aus, dass wir dort nicht so ohne weiteres an eine Erdung rankommen und daher einen Erder in den Boden rammen lassen müssen.

techno-com hat geschrieben:Finger weg bei komplexeren Aufbauten (lange Kabelwege, alte Kabel, viele Verteilungen ....) importantnotice

Heißt das jetzt "besser DVB-T2" mit Zimmerantenne nutzen, oder bezieht sich "Finger weg" lediglich auf diese Einkabel-LNBs für faule Säcke wie mich?

techno-com hat geschrieben:Siehe unter Unicable 2 LNB im EFH (Einkabellösung) , da ging es auch erst mit dem Wunsch auf ein Einkabel-LNB los und der passt hier genau rein (habe ich gerade super ausführlich vor diesem Beitrag neu behandelt diesen Beitrag).

Also wenn ich das richtig verstehe, kann ich mit einem Breitband-LNB und 2 Kabeln (oder einem Twin-Kabel) eine reine "Unicable"-Versorgung in dem an den Balkon angrenzenden Raum vorbereiten. Dort wird dann z.B. ein JPS0502-8M angeschlossen, ein JNT19-2000 versorgt den LNB unabhängig mit Strom und einer der beiden Unicable-Ausgänge wird in den Koax-Strang im EG einspeist. Ich vermute mal, dass 93 dB am Ausgang im Vergleich mit Unicable-LNBs ne ordentliche Ansage sind...das vorhandene Kabel scheint mir auch von guter Qualität zu sein (relativ dick, reines Kupfer)...kann ich also oben auf dem Dachboden einfach einen 2-Fach-BK-Verteiler ohne zusätzlichen Verstärker einsetzen (EG geht in Eingang, 1.OG und 2.OG kommen an den Ausgang)? Die paar Dosen im EG mit jeweils 2dB Durchgangsdämpung dürften das Signal kaum signifikant abschwächen.

Vielen Dank schon mal für Deine profunde Antwort.

Herzliche Grüße
Gurkenlasterfahrer

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Re: Von Kabel-TV zu Unicable-TV

Ungelesener Beitragvon techno-com » 17. Februar 2017 12:34

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:Hallo techno-com,

Hallo zurück :freunde dauerte heute mal etwas länger, musste gerade sehr viel hier im Laden machen und dann (Wechsel vom Netzwerk-Router hier, Umstellung auf 1Gbit Verteilung) setzte auch noch mein S0-Bus vom Telefon aus das ich da lange suchen musste bis das Telefon wieder ging und dann noch Ausfall von beiden Netzwerk-Druckern - kam gerade alles zusammen !)

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:Ja, das habe ich etwas unklar geschrieben...wenn ich die Schüssel am Geländer montiere, könnte der Blitz in meiner Phantasie theoretisch über ein in der Nähe verlaufendes (und von mir bislang verschwiegenes) Regenrohr rasen, von dort aus auf das Balkongeländer sliden und sich dann mit der Schüssel und dem Rest vergnügen...

Auch das ist ganz klar definiert, in dem bereits verlinkten Beitrag unter Erdung Satellitenanlage / Antennenmast + Potentialausgleich gibt es die Erklärung zum "Trennungsabstand"- steht das auch drin. 2m Abstand zu ALLEN metallischen/leitenden Teilen die sich in den Blitz-nicht-geschützten Bereich eindringen.
Wenn das nicht eingehalten werden kann dann ist eine Erdung fällig .... gleiches gilt auch wenn die Kabel der Satanlagen in den nicht-geschützten Bereich eindringen, also z.B. Richtung Dach geführt werden. Alleine das würde die komplette Satanlage schon erdungspflichtig machen !
Und noch einmal, in jeder meiner Fussnoten zu ersehen:
Wichtiger Hinweis: sicherheitsrelevante Installationen und Arbeiten an Blitzschutzanlagen/-systemen unterliegen dem Fachpersonal (zertifizierten Blitzschutz-Fachkräften). Die Erdungsanlage ist Teil der Elektroanlage - Installationen an dieser sind ausschließlich Elektro- oder Blitzschutzfachkräften vorbehalten, die gemäß NAV § 13 bei einem Verteilungsnetzbetreibers (VNB) eingetragen sein müssen.

Ich sehe das als Pflicht an sie darüber zu informieren !

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:... keine Ahnung, ob diese Paranoia berechtigt ist...alternativ daher die Montage mit einem Balkonständer, der keine direkte Verbindung zum Geländer hat.

Das ist eine Parania, das wird sogar zur Vorschrift wie oben erklärt in diesem Fall !
Anderer Montageplatz, z.B. direkte Wandmontage (im geschützten Bereich) wäre hier eine Lösung, wenn möglich ! Würde jegleiche Arbeit an diesem Erdungskabel dann wegfallen lassen.

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:Der PA sollte natürlich in jedem Fall über Erdungsblöcke hergestellt werden.

"MUSS" und nicht "sollte", siehe auch dazu meine Erklärung im letzten Beitrag von mir.

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:Wäre es erlaubt, den PA oben auf dem Dachboden einzubauen? Ich gehe ja von einer geschützten Zone aus und auf dem Dachboden meine ich ein entsprechendes Kabel gesichtet zu haben. Beim Balkon gehe ich nämlich davon aus, dass wir dort nicht so ohne weiteres an eine Erdung rankommen und daher einen Erder in den Boden rammen lassen müssen.

Keine Ahnung was sie damit sagen möchten :1122 Verwechseln sie hier ggf. den äußeren Blitzschutz (16mm² vom Antennenhalter auf die HES vom Haus -- und NUR dorthin - wie bereits vorab erklärt reicht es NICHT aus nur einen Staberder zu setzen ....) mit dem inneren Blitzschutz (1x4mm² vom geerdeten Antennenmast dann auf die Erdungsblöcke - das WENN die Antenne geerdet werden muss - bzw. wenn die Antenne nicht geerdet werden muss weil sie im geschützten Bereich steht wird dieses PA-Kabel an die HES direkt angeschlossen - nur so bekomme ich in beiden Fällen die Verbindung zwischen 220V-Steckdose-Erdklemme und der Koaxkabel-Abschirmung hin um den Potential"ausgleich" durchzuführen) ?

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:Also wenn ich das richtig verstehe, kann ich mit einem Breitband-LNB und 2 Kabeln (oder einem Twin-Kabel) eine reine "Unicable"-Versorgung in dem an den Balkon angrenzenden Raum vorbereiten.

:1147
Wobei das wirklich nur dann sinnvoll ist wenn man keine 4 Kabel verlegen kann von dann einem Quattro-LNB bis zum Multischalter. Siehe verlinkte Beiträge dazu.

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:Dort wird dann z.B. ein JPS0502-8M angeschlossen, ...

Bei ihnen wäre es ein JPS0502-8T (abgeschlossener Multischalter und keine Kaskade wo man weiteren Multischalter dahinter hängen kann - siehe Jultec-Typenschlüssel)
Wenn man einen "M" verwendet, geht auch für ggf. spätere Erweiterungen dann, muss man solange dort nichts dran ist diese 4 offenen Ausgänge mit je einem F-Endwiderstand DC-entkoppelt abschließen/terminieren.

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:...ein JNT19-2000 versorgt den LNB unabhängig mit Strom ...

:1147

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:... und einer der beiden Unicable-Ausgänge wird in den Koax-Strang im EG einspeist.

:1145 was meinen sie damit ? Der JPS0502-8 hat 2 Ausgänge (siehe Jultec-Typenschlüssel), warum wollen sie davon dann nur einen anschließen ?

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:Ich vermute mal, dass 93 dB am Ausgang im Vergleich mit Unicable-LNBs ne ordentliche Ansage sind...

Nicht nur das der Ausgangspegel von diesem Multischalter höher ist (was nicht unbedingt ja ein "Vorteil" sein muss, sondern nur bei sehr langen Kabelwegen, alten Kabeln ... mal ein Vorteil ist), vor allem aber das dieser Ausgangspegel AGC-geregelt ist (AGC-Funktion (AutoGainControl - automatische Verstärkungsregelung))

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:das vorhandene Kabel scheint mir auch von guter Qualität zu sein (relativ dick, reines Kupfer)...

Das Aussehen eines Kabels sagt absolut nichts über seine Qualität aus :1137
Woher wissen sie das es reines Kupfer ist, das kann man nicht ersehen !
Steht da kein Hersteller/Typ vom Kabel drauf ? Ggf. sogar noch etwas von BZT-Zulassung ? Wenn kein Hersteller drauf steht dann hat da jemand etwas zu verschweigen, wer würde das sonst weg lassen... und wenn da sogar noch etwas mit BZT drauf steht dann ist es ein "Voodoo-Koaxkabel".

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:... ohne zusätzlichen Verstärker einsetzen (EG geht in Eingang, 1.OG und 2.OG kommen an den Ausgang)? Die paar Dosen im EG mit jeweils 2dB Durchgangsdämpung dürften das Signal kaum signifikant abschwächen.

Siehe Erklärung im letzten Beitrag unter dem bereits oben verlinkten Beitrag Unicable 2 LNB im EFH (Einkabellösung)
Da habe ich das gerade gestern super genau alles erklärt.

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:kann ich also oben auf dem Dachboden einfach einen 2-Fach-BK-Verteiler

"BK" = Breitband-Kabel, also Kabel-Fernsehen ! Dieser Frequenzbereich dafür reicht für SAT (auch für Unicable/JESS) nicht aus ... es müssen Sat-taugliche Verteiler eingesetzt werden.. was für einer genau, auch da gibt es Unterschiede (z.B. ob Diodenentkoppelt oder nicht !) hängt dann vom kompletten Aufbau der Anlage hinter dem Verteiler ab (ob z.B. diodenentkoppelte Antennendosen folgen, die Jultec JAD3xx Serie wären solche ! Wenn dem so ist dann dürfte der Verteiler NICHT diodenentkoppelt sein (ein 2-fach Verteiler dafür wäre dann also der Kathrein EBC110).
ABER ... warum ein 2-fach Verteiler auf dem Dachboden ? Noch einmal der Hinweis, der JPS0502-8 hat 2 Ausgänge ...
Wäre sicher sehr hilfreich wenn sie ihre Gedankengänge/Planungen mal in eine Zeichnung fassen könnten, wie hier unter Unicable 2 LNB im EFH (Einkabellösung)#p28486 vom User auch gemacht, das bringt eine viel klarere Sicht in die ganze Anlagenplanung.

Gurkenlasterfahrer hat geschrieben:Heißt das jetzt "besser DVB-T2" mit Zimmerantenne nutzen, oder bezieht sich "Finger weg" lediglich auf diese Einkabel-LNBs für faule Säcke wie mich?

Das würde ich nicht schreiben und noch viel weniger nur daran denken :1112
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Re: Von Kabel-TV zu Unicable-TV

Ungelesener Beitragvon Gurkenlasterfahrer » 18. Februar 2017 17:38

Hallo techno-com,

techno-com hat geschrieben:2m Abstand zu ALLEN metallischen/leitenden Teilen die sich in den Blitz-nicht-geschützten Bereich eindringen.
Wenn das nicht eingehalten werden kann dann ist eine Erdung fällig .... gleiches gilt auch wenn die Kabel der Satanlagen in den nicht-geschützten Bereich eindringen, also z.B. Richtung Dach geführt werden. Alleine das würde die komplette Satanlage schon erdungspflichtig machen !


OK, ich habe mal ein Bild "gemalt", anhand dessen man die Situation mit dem Blitzschutz und den Leitungswegen besser einschätzen kann:
Satanlage_Erdungskabel_Koaxkabel_Plan.png
Satanlage_Erdungskabel_Koaxkabel_Plan

Die grüne Linie ist der momentan noch genutzte Breitband-Kabelanschluss, der auf der rechten Seite ziemlich weit unten aus einem Übergabepunkt(in wirklichkeit ein kleines graues Kästchen) kommt. Oben auf dem Dachboden ist aktuell der 3-Fach-BK-Verteiler, mit dem die einzelnen Etagen versorgt werden (Rot=EG, Blau=1.OG, Orange=DG). Pro Etage gibt es dann natürlich ein paar Antennen-Dosen - ich habe da jetzt auf die visualisierung eines entsprechenden "Geflechts" verzichtet.

Die gelbe Linie umfasst die Dachrinne und die beiden Regenfallrohre, die an beiden Seiten des Hauses nach unten verlaufen.

Die rote Linie soll nun zum einen das EG mit Unicable versorgen und zum anderen Unicable zum Dachgeschoss leiten, damit es von dort aus wieder in die anderen Etagen (Blau und Orange) geführt werden kann. Aus dem Grund spreche ich auch die ganze Zeit von dem 2-fach-Verteiler und ging davon aus, dass ich vom Balkon aus nur einen Ausgang vom Jultec in die rote Linie einspeisen kann(mal davon ausgehend, dass die SCR Frequenzen bei beiden Ausgängen identisch sind).

Der Balkon hat von der Fassade nach vorne gehend eine Tiefe von ungefähr 1,20 Meter. Habe ich wegen des Regenfallrohrs und dem Metall-Geländers am Balkon dann nirgendwo eine geschützte Zone und muss daher sowieso den Blitzschutz von einer Fachkraft installieren lassen? Dadurch könnte ich dann aber wohl auch auf den Balkonständer verzichten und stattdessen die Schüssel mit einer Halterung direkt an das Balkongeländer schrauben. Schade, ich hatte gehofft, dass wir diesen mit Erdarbeiten und möglicherweise auch noch mit Befestigungsarbeiten des Blitzschutzkabels an der Fassade verbundenen Part vermeiden können.
Mit einem Blitzschutz könnte man dann wohl auch das Unicable-Signal außen in das grüne Kabel einspeisen? Ich hatte darüber nachgedacht, ob es ein Problem werden könnte, dass das Signal im roten Kabel für die Dosen in dieser Wohnung wegen Übersteuerungsgefahr stark abgeschwächt werden müsste, dann aber nicht mehr genug Power hat, um nach oben zum Dachboden und anschließend zurück in die beiden anderen Etagen (1.OG und DG) geführt zu werden. Da wäre das Außenkabel vermutlich besser, da man dort einfach den 2. Ausgang vom Jultec einspeisen könnte. Allerdings weiß ich nicht, ob wir an das Außenkabel überhaupt ran dürfen und die Nutzung der roten Linie wäre Verkabelungstechnisch für mich auch sehr viel einfacher umzusetzen.

Viele Grüße
Gurkenlasterfahrer
Zuletzt geändert von techno-com am 19. Februar 2017 06:57, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Edit by techno-com: Bild direkt von Fremdhoster ins Forum übernommen + Bildernamen angepasst

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Re: Von Kabel-TV zu Unicable-TV

Ungelesener Beitragvon techno-com » 19. Februar 2017 07:01

Es geht ja schon wieder um Blitzschutz-Fragen :1122
Hatte dazu doch alles schon geschrieben ....
techno-com hat geschrieben:Auch das ist ganz klar definiert, in dem bereits verlinkten Beitrag unter Erdung Satellitenanlage / Antennenmast + Potentialausgleich gibt es die Erklärung zum "Trennungsabstand"- steht das auch drin. 2m Abstand zu ALLEN metallischen/leitenden Teilen die sich in den Blitz-nicht-geschützten Bereich eindringen.
Wenn das nicht eingehalten werden kann dann ist eine Erdung fällig .... gleiches gilt auch wenn die Kabel der Satanlagen in den nicht-geschützten Bereich eindringen, also z.B. Richtung Dach geführt werden. Alleine das würde die komplette Satanlage schon erdungspflichtig machen !
Und noch einmal, in jeder meiner Fussnoten zu ersehen:
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Ich sehe das als Pflicht an sie darüber zu informieren !

Fragen dazu bitte an eine qualifizierte Blitzschutz-Fachkraft vor Ort, den nur dort kann man das zu 100% beurteilen und einschätzen das man dann ihre Fragen genau beantworten könnte.
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Re: Von Kabel-TV zu Unicable-TV

Ungelesener Beitragvon Gurkenlasterfahrer » 19. Februar 2017 19:26

OK, vielen Dank, ich werde versuchen das klären zu lassen.


 


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