Unicable Planung - Richtig?

Fragen zu Unicable EN50494-/JESS EN50607-Einkabel LNB´s (z.B. Inverto/Dur-Line/Kathrein/GT-Sat) oder zum Technisat DisiCon System.
Akt. können mit Unicable-LNBs max. 1 Satelliten + max. 5-7 Tuner versorgt werden. Für größere Anlagen muss daher auf Unicable-/JESS-Multischalter zurückgegriffen werden, diese werden hier im Forum in einer extra Rubrik "Fragen zu digitalen SAT- Einkabelsytstemen" weiter oben besprochen.
JESS-LNBs (dhello / dCSS) können mittlerweile bis 32 Tuner versorgen.
555alex
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Unicable Planung - Richtig?

Ungelesener Beitragvon 555alex » 9. Januar 2019 23:46

Hallo.

Plane gerade eine Unicable-Anlage.
Bin technisch recht versiert und das ist auch nicht die erste Sat-Verkabelung die ich mache. Allerdings die erste die ich wirklich richtig plane.

Meine Frage an die Profis hier... Hab ich was übersehen/vergessen/falsch gemacht?
Hierzu ein Bild. Ich denke es ist selbsterklärend.

dCSS-LNB_Planung_Satanlage_Verteilung_Verteilung.png

Hardware:
- Digidish 45 (keine grössere möglich und auch keine grössere gewünscht)
- LNB DuraSat UK124 (bis zu 24 UB, davon nur die ersten 16 UB genutzt/möglich)
- Dosen von DuraSat oder Axing (programmierbar, bis zu 16 UB möglich)
- Standard-Verteiler (nicht diodenentkoppelt, 3-fach)
- Kabel (aus vorhandener älterer Installation, scheinbar nicht die billigsten, Innenleiter 1mm)

Ziel:
- Möglichst der gleiche Pegel an allen Dosen

Ein paar Erläuterungen und Gedanken zu der Planung:
- Generell habe ich versucht einen Tick pessimistisch zu rechnen
- Die Enddose im rechten Strang ist eine Durchgangsdose mit Endwiderstand
- Alle Dosen mit 2,5dB Druchgangsdämpfung gerechnet
- Die Kabel habe ich mit 30dB/100m gerechnet
- UB nach Frequenz, Kabellänge und UB verteilt (je länger das Kabel, desto niedriger die Frequenz). Jedoch unter Berücksichtigung, dass bei jeder Dose ein UB im alten Standard zur Verfügung steht (damit auch an jeder Dose ein Receiver nach altem Unicable Standard funktioniert).

Optional:
- Ein Inline-Verstärker (10dB) zwischen LNB und Verteiler um alles um 10dB anzuheben (hier habe ich 2-fach-Verteiler im Sinn, die evtl. nach den Dosen angeschlossen werden)

Danke Euch
Zuletzt geändert von techno-com am 12. Januar 2019 10:32, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Edit by techno-com: Beitrag verschoben in passende Rubrik (von "Fragen zu digitalen SAT-Einkabelsysteme" in Rubrik "Unicable/JESS LNBs") + externe Bild-Verlinkung ins Forum direkt eingestelltl + Tags hinzugefügt



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Re: Unicable Planung - Richtig?

Ungelesener Beitragvon techno-com » 10. Januar 2019 12:42

Moderation: wie beschrieben im oben angehängten Beitrag/Hinweis in der für die Anfrage verwendeten Rubrik ( Fragen zu Einkabel-LNBs ? Bitte Kategorie beachten ) verschoben in passende Rubrik für "Einkabel-LNB Anfragen"
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Re: Unicable Planung - Richtig?

Ungelesener Beitragvon 555alex » 10. Januar 2019 12:58

Oh, Sorry.
Hatte den Hinweis "Nicht für Einkabel-LNB Anfragen ! Nutzen sie hierfür das Forum unter "Unicable-/Einkabel LNB´s" weiter unten !!" zwar gelesen, dachte aber mit "Fragen zu digitalen SAT- Einkabelsystemen" die richtige Rubrik gewählt zu haben, da es ja um das ganze System geht, und nicht nur speziell um den LNB. :1110

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Re: Unicable Planung - Richtig?

Ungelesener Beitragvon techno-com » 10. Januar 2019 12:59

Hallo und herlich-willkommen

Was hatten sie den gelesen vor ihrer Anfrage ? Die Wahl der Rubrik war dann wohl die falsche, den dort steht nichts erklärt über diese dCSS-Einkabel-LNBs ...

Und ihre Rechnung geht auch nicht auf ... man kann einfach nicht die Angaben wie sie da irgendwo stehen zusammen zählen, das ist ja auch alles abhängig von dem WIRKLICH anliegenden Pegel alleine beim Antennen-Empfang und diese Komponenten haben ALLE keine AGC (AGC-Funktion (AutoGainControl - automatische Verstärkungsregelung)) die da nur eine Regelung machen würde wenn z.B. mal der Empfang wegen schlechtem Wetter sich ändern würde ... ist aber hier im Forum z.B. unter Umrüstung Kabel (mit Verteiler) auf JESS mit SelfSat H21dCSS+ schon alles erklärt.

Dort auch warum diese dCSS-LNBs nicht funktionieren, bzw. riesen Probleme machen (was übrigens jeder 1.5te Beitrag in der richtigen Rubrik hier- wo der Beitrag jetzt hin verschoben wurde- auch schon erklärt hätte.

Was sie da planen bedarf einer genauen Planung, unc vor allem Komponenten die das auch alles so machen wie sie es auf dem Papier versprechen. Aber gerade unter SAT-Planung für Neubau habe ich dazu eine Erklärung geschrieben, auch das was dCSS-Technologie angeht.

Kabel auf Sat mit dem Dur-Line UK 124 Unicable 2
Unicable-Anlage Dur-Line UK 124 Aufbau verbessern
Viel hilft nicht viel => bestehende SAT- und Kabelanlage auf UNICABLE
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Re: Unicable Planung - Richtig?

Ungelesener Beitragvon 555alex » 12. Januar 2019 06:44

Eine Frage zu den Schaltbefehlen von Unicable/JESS.
Die Spannung vom Receiver wird auf 18V erhöht, kurz bevor und während ein Befehl gesendet wird. Das geschieht innerhalb von einigen Millisekunden.
Entsprechende Dosen verhindern ein längeres anliegen dieser 18V und trennen die Spannung des Receivers vom System nach 500 ms (falls der Receiver falsch konfiguriert sein sollte). Ein dauerhaftes anliegen dieser 18V würde dazu führen, dass alle weiteren Receiver keinen Befehl senden können.

Ich schliesse daraus, dass diese 18V für den LNB/Multischalter ein Signal darstellen, welches einen Befehl ankündigt!?
Ist das richtig?

Nun eine Frage zum Power-Inserter.
Dieser liefert (laut Datenblatt) dauerhaft 18V an den LNB/Multischalter.

Wie kann das funktionieren?

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Re: Unicable Planung - Richtig?

Ungelesener Beitragvon Wirus » 12. Januar 2019 10:09

Ich schliesse daraus, dass diese 18V für den LNB/Multischalter ein Signal darstellen, welches einen Befehl ankündigt!?
Ist das richtig?

Das war früher mal so gedacht, aktuelle Geräte reagieren aber alle einfach auf den 22kHz-modulierten Einkabel- oder JESS-Befehle. Der Spannungshub des Receivers auf 18V wird vor allem von den Dosen zur Fehler-/Kollisionserkennung gemäß Deiner Beschreibung verwendet. Prinzipiell würden die aktuellen Einkabel-LNBs und Multischalter wohl auch mit permanent anliegenden 18V am Receiver arbeiten können. Die Geräte, die für Power-Inserter-Speisung vorgesehen sind, können es auf jeden Fall

Nun eine Frage zum Power-Inserter.
Dieser liefert (laut Datenblatt) dauerhaft 18V an den LNB/Multischalter.

Korrekt

Wie kann das funktionieren?

Es funktioniert ja nicht immer, wie Du wahrscheinlich schon mitbekommen hast. Für das Warum ist eine geklaute Grafik von hier hilfreich (ich hoffe, @raceroad hat nichts dagegen):

Inverto_Power_Insertert4c98.png
Inverto_Power_Insertert4c98


Die blaue Linie ist der Power-Inserter, der konstant 18V liefert, die gelbe Linie ist der Receiver, der die Spannung von 14V auf 18V erhöht, seinen Befehlsburst absetzt und die Spannung wieder absenkt.

Wie gut erkennbar ist, liefert der Receiver weniger als 18V, die Spitzen der Befehlssequenz sind aber höher als die 18V Speisung des Inserters und damit vom LNB noch erkennbar.

Die Erklärung für die 18V des Inserters ist wie folgt (vereinfacht): Das Gerät, mit der höchsten Spannung im Netz liefert die Energie. Würde der Inserter weniger als 18V liefern, bestünde das Risiko, daß der Receiver beim hochschalten auf 18V zum Absetzen eines Befehls das Gerät mit der höchsten Spannung ist und damit die gesamte Energie für den LNB liefern müsste. Der Power Inserter hätte keine Funktion für diesen Fall und im ungünstigsten Fall zickt auch der Receiver, da ihm diese plötzliche Belastung zuviel ist (Reset, Dropout, Abschaltung).

Es ist in dem Bild auch erkennbar, daß der Receiver am Messpunkt längst keine 14/18V mehr liefert. Dies liegt am Spannungsabfall über Kabel, Stecker und vor allem Verteiler und Dosen mit Dioden. Ein Verteiler mit Dioden mehr in diesen Strang zusätzlich eingebaut würde die gelb dargestellte Spannung um etwa 1V senken, eine sichere Erkennung des DiSEqC-Signales am LNB wäre dann nicht mehr sichergestellt.

Da speziell die dCSS LNBs mit 24 und 32UBs eine Power Inserter benötigen, durch die vielen UBs Aufbauten mit mehreren billigen [Dioden]Verteilern hintereinander begünstigen und generell aus Kostengründen gewählt werden, sind in Verbindung mit dem im Billigbereich ebenfalls gerne genommenen StaKu-Kabel, billigen Aufdrehsteckern und schludrigem Aufbau Probleme quasi vorprogrammiert.

@raceroad: Danke für das tolle Bild

Gruß
Werner
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Re: Unicable Planung - Richtig?

Ungelesener Beitragvon techno-com » 12. Januar 2019 10:27

Der Beitrag ist bereits ab hier auf das Thema gehend, war ja gerade gestern auch ..
https://forum.digitalfernsehen.de/threads/sat-sanierung-bestehende-aufrüsten-oder-neu-hardware-welche-bitte-um-hilfe.401400/page-4#post-8480017

Was mich aber wundert das die hier in diesem Thema jetzt die Frage aufbringt, vor allem aber das die aktuell die einzige Frage/ das wohl einzige Problem darstellt nach allem was hier steht und ich geschrieben hatte ...
Ich würde bei A anfangen bevor ich zu B weiter gehe ..

P.S. Von @Raceroad vieles mehr , genaue Erklärungen über dCSS Problematik findet man auch getagt über folgenden Link:
https://www.satanlagenforum.de/tag/dCSS-Probleme
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Re: Unicable Planung - Richtig?

Ungelesener Beitragvon raceroad » 12. Januar 2019 13:29

Sorry, aber da stimmt etwas nicht (so ganz):
Wirus hat geschrieben:Wie gut erkennbar ist, liefert der Receiver weniger als 18V, die Spitzen der Befehlssequenz sind aber höher als die 18V Speisung des Inserters und damit vom LNB noch erkennbar.

Die Spitzen der DiSEqC-Bursts vom Receiver reichen nicht über 18 V. Die Bursts vom Inserter liegen ziemlich symmetrisch ober- und unterhalb des Grundspannung, aber die des Receivers ragen kaum über das Grundniveau hinaus. Vom selben Receiver stammt diese Messung:

3a - DS2_2018614155811.png

Wie sich gleich zeigen wird, stört es aber nicht, wenn in einer anderen Umgebung selbst die Bursts vom Receiver noch unter 18 V liegen.

Die Erklärung für die 18V des Inserters ist wie folgt (vereinfacht): Das Gerät, mit der höchsten Spannung im Netz liefert die Energie. Würde der Inserter weniger als 18V liefern, bestünde das Risiko, daß der Receiver beim hochschalten auf 18V zum Absetzen eines Befehls das Gerät mit der höchsten Spannung ist und damit die gesamte Energie für den LNB liefern müsste. Der Power Inserter hätte keine Funktion […]

Du beschreibst hier ein Szenario, in dem die Ausgangsspannung des PIs mit der eines Receivers konkurriert. Z.B.: Receiver A über PI auf einen Eingang eines diodenentkoppelten Verteilers, Receiver B direkt auf den anderen. Die Argumentation ist zunächst insoweit stimmig, dass die Spannung des PIs höher als die von Receiver B sein muss, damit auch während der Befehlsphase die Anlagenlast von Receiver B ferngehalten wird.

Aber: Damit machte man das Grundprinzip der Einkabelsteuerung kaputt! Schon für das Zusammenspiel der Receiver untereinander braucht man den Spannungssprung, damit sich der Receiver, der gerade einen Befehl sendet, deutlich von den anderen abhebt. "Läuft" ein nicht für "Unicable" konfigurierter Receiver mit Wahl einer der Ebenen mit Polarisation horizontal auf 18 V Dauerspannung, kann er die anderen blockieren (> Um eine Blockade zu verhindern, hatte KATHREIN lange vor den fortschrittlicheren programmierbaren Dose wie JAP3xxTRS die Einkabel-Schutzdosen ESU 33 / 34 auf den Markt gebracht.). Genau diesen Fall hätte man, wenn man einen PI so einsetzen würde, dass wie von Dir beschrieben die Spannung des PIs mit der des Receivers konkurriert und dabei über der des Receivers liegt.

Zuverlässige Übernahme der Last durch den PI auch während der Befehlsphase, was fraglos so sein sollte, und Sicherstellung der Erkennbarkeit des Einkabelbefehls bekommt man nur, wenn man zunächst alle Receiver zusammenführt, sei es durch eine Reihenschaltung von Dosen und / oder den Einsatz von Verteilern, und erst danach auf den PI geht – also kein Verteiler und auch keine Dose zwischen PI und Einkabelumsetzer. Macht man das so, übernimmt der PI aber selbst dann die Last einer Anlage mit einem Port, wenn dessen Ausgangsspannung niedriger als die der ansteuernden Receiver liegt. Ein Einkabel-LNB könnte man problemlos auch mit 13 V (+ DiSEqC-Bursts) speisen (> btw: Für etwa IDLU-UST... mit seinen beiden Ports gilt das nicht. Hierfür muss die PI-Spannung höher liegen, damit die Anlagenlast wenigstens halbwegs zuverlässig auch vom zweiten Port ferngehalten wird – alles sehr fragwürdig.). Und man hat so auch Toleranz für Spannungsabfall an Dioden und Kabel. Denn dieser Spannungsabfall ist klein gegenüber dem Sprung ca. 13 V > ca. 18 V. Man könnte das nie so genau trimmen, wie Du es oben beschrieben hattest, dass die Grundspannung des Receivers noch knapp unterhalb der PI-Spannung liegt, aber die Bursts noch drüber gehen.

Im VU+-Forum wird mit schöner Regelmäßigkeit ein Aufbau mit zwei Einkabel-Stammleitungen gezeigt, von denen eine über einen PI geführt wird, die andere nicht. Das entspricht in den Grundzügen Deiner Beschreibung einer Konkurrenz von PI- und Receiver-Spannung. Ich glaube sogar, dass das funktioniert (> Habe ich sogar probiert.), aber das ist halt alles so was von grenzwertig. Und wenn es funktioniert heißt das auch, dass man zumindest für den einen Anlagenteil gar keinen PI bräuchte.


In der Messung Forum-DF lag die Spannung des Receiver übrigens nur deswegen so deutlich unter der des Power Inserters, weil zwischen Receiver und PI noch ein diodenbestückter Verteiler (= ca. 0,7 V Spannungsabfall) im Signalweg war (> Spannung direkt am Receiver im Bild oben.). Insofern war mein Text im Forum DF nicht richtig. Für die einzig korrekte Anwendung des PIs spielt das aber keine Rolle. Denn richtig eingesetzt übernimmt der PI wie gesagt auch dann die Last, wenn die Spannung des Receivers höher liegt.
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Re: Unicable Planung - Richtig?

Ungelesener Beitragvon 555alex » 12. Januar 2019 14:13

@ techno-com
Die Frage zu der Schaltspannung/Schaltbefehl kam auf, weil das das einzige ist/war, was ich im Zusammenhang mit einem Power-Inserter nicht verstanden habe und auch nichts dazu gefunden habe. In einem deiner verlinkten Themen/Beiträge hattest du z.b. bemängelt, dass ein Inline-Verstärker UND ein LNB allein vom Receiver versorgt gar nicht gut wäre. Die Angaben zum Stromverbrauch bestätigen, dass das sehr Grenzwertig sein kann. Also über Inserter informiert, und so kam es eben zu der Frage mit den 18V. Und: Ich bin seit Jahren schon bei C (wenn auch nicht mit 100% Perfektion). Jetzt Plane ich D. :1114

@ Wirus
Danke, das habe ich verstanden.

Die Erklärung für die 18V des Inserters ist wie folgt (vereinfacht): Das Gerät, mit der höchsten Spannung im Netz liefert die Energie. Würde der Inserter weniger als 18V liefern, bestünde das Risiko, daß der Receiver beim hochschalten auf 18V zum Absetzen eines Befehls das Gerät mit der höchsten Spannung ist und damit die gesamte Energie für den LNB liefern müsste. Der Power Inserter hätte keine Funktion für diesen Fall und im ungünstigsten Fall zickt auch der Receiver, da ihm diese plötzliche Belastung zuviel ist (Reset, Dropout, Abschaltung).

Sicher? Wird die Spannung des Receivers dann überhaupt noch vom Inserter zum LNB durchgelassen? Der Inserter müsste das doch verhindern? Ist da nicht einfach nur ein RC-Glied drin? Der Kondensator sollte die Gleichspannung vom Receiver dann doch blockieren? Ich meine, ja.
Aber selbst wenn das nicht so wäre und beide Spannungen am LNB anliegen würden, handelt es sich dann um eine Parallelschaltung von zwei unterschiedlichen Spannungsquellen. Hier würde sich dann eine Ersatzspannung ergeben. Aber das geht schon wieder zu weit... Will keine Wissenschaft draus machen... :1162

Hier mein Plan... (siehe auch mein erster Beitrag, mittlerweile ohne Bild, überarbeitetes Bild hier angehängt)
UK124 habe ich
Digidish45 habe ich
Verteiler habe ich (und werden gegen Verteiler ohne Dioden getauscht)
Kabel vorhanden aus älterer Hausinstallation
Dosen fehlen mir noch
Vorhandene Hardware soll weiter verwendet werden

Die vorhandene Hardware ist seit Jahren tadellos in Betrieb. Die Digidish45 ist zu einem Viertel verdeckt (SunOutage-Check).
(Davor war ein paar Jahre eine Digidish33 mit einem UK102 in Betrieb.)
Ausfälle wegen Wetter gibts wirklich nur bei extremen Starkregen (stört nicht, es ist nur Fernsehen) und natürlich wenn sowas passiert (kann per Hand entfernt werden).

Antenne_voll-Schnee_keine_Probleme.jpg
Antenne_voll-Schnee_keine_Probleme


Aktuell ist es so... Und jetzt bitte nicht die Augen verdrehen alle ganz stark sein, besonders die, die auf 100%ige Perfektion grössten Wert legen :1112
Von den 8 Nutzern (auf dem Plan) sind 4 versorgt. Vom LNB zu einem 3fach-Verteiler (mit Dioden). Vom Verteiler ein Kabel zu Teilnehmer 1 und ein Kabel zu Teilnehmer 2. Das dritte Kabel zu einem zweiten Verteiler (2-fach). Von da zu Teilnehmer 3 und 4. Kabellängen von 5-15m. 4mm und 7mm Kabel (Kupfer) lose und aussen "verlegt". Jeweils eine Fensterdruchführung und Anschluss ohne Dose. Die längsten Leitungen haben die UB's mit den höchsten Frequenzen.
Das war damals eine möglichst schnelle Lösung, ohne einen Gedanken an irgendwelche Dämpfungen oder ideale Werte zu verlieren. Es sollte einfach schnell sein. Und es funktioniert seit vielen Jahren reibungslos!

Mein Plan ist nun die vorhande Hausverkabelung zu nutzen und die übrigen 4 Nutzer auch anzuschliessen, natürlich mit entsprechenden Dosen. Und ich meine, diese Planung kann nur besser sein als der aktuelle Zustand und wird genauso reibungslos funktionieren. Im überarbeiteten Plan habe ich noch einen Power-Inserter, einen Verstärker und eine Weiche für Terrestrik hinzugefügt.
Ich weiss, es gibt kein AGC (und ich sehe in meinem Fall auch keine Notwendigkeit). Aber mal angenommen der LNB hätte eine und der Ausgangspegel stimmt, dann sollte der Plan bzw. die Berechnung doch stimmen (dass jede Komponente leichten Schwankungen unterliegt ist mir dabei auch klar!). Mehr als Daten aus Datenblättern heranzuziehen und von eher schlechten/alten Kabeln auszugehen, kann ich doch bei einer PLANUNG nicht machen?!

Hier also...
Dateianhänge
dCSS-LNB_Planung_Skizze_Aufbau.png
dCSS-LNB_Planung_Skizze_Aufbau

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Re: Unicable Planung - Richtig?

Ungelesener Beitragvon raceroad » 12. Januar 2019 17:10

555alex hat geschrieben:Wird die Spannung des Receivers dann überhaupt noch vom Inserter zum LNB durchgelassen? Der Inserter müsste das doch verhindern? Ist da nicht einfach nur ein RC-Glied drin? Der Kondensator sollte die Gleichspannung vom Receiver dann doch blockieren? Ich meine, ja.

Ohne so ein Teil je aufgehebelt zu haben, kann das nicht anders sein, als dass die Stammleitung mit den Receivern nur über einen Kondensator mit dem LNB verbunden wird, um so zwar die Hochfrequenz durchzuleiten, aber nicht die Gleichspannung.

Nur muss das LNB versorgt werden. Dazu gibt man die Spannung des am PI angeschlossenen Netzteils (über eine Spule) auf den Anschluss für das LNB. Das kann man aber nicht 1:1 direkt machen. Denn so würde das LNB zwar versorgt, aber nicht gesteuert. Für diesen Zweck koppelt man auf der Receiverseite die vergleichsweise niederfrequente Wechselspannung (mit den 22 kHz der DiSEqCs) aus und steuert damit auf der LNB-Seite eine Folgeschaltung an.

Wie das genau gemacht wird, weiß ich nicht. Dazu verstehe ich zu wenig von Elektronik. Jedenfalls wäre es mit diesem angenommenen Prinzip egal, ob die Ausgangsspannung des PIs höher oder niedriger als die Steuerspannung auf der Receiverseite liegt. Da ich noch nicht abgebaut hatte, konnte ich die bereits gezeigte Messung wiederholen

Power_Inserter_2(1).png

und im zwei ergänzen, für welche am PI nicht das beiliegende, sondern ein regelbares Netzteil angeschlossen war:

Power_Inserter_2(2und3).png

Auch wenn man mit der NT-Spannung etwas hoch geht, so dass die Ausgangsspannung des PIs die des Receivers deutlicher übersteigt, werden die DiSEqCs erkannt und transferiert (oben). Und mit abgesenkter NT-Spannung (unten) wird immer noch die Last des LNBs (bzw. in meinem Fall die des Einkabelumsetzers) vom Receiver ferngehalten. In der Oszi-Messung spricht bereits dafür, dass die Receiverspannung bei 17,6 V (Cursor A auf gelb) bleibt. Ich hatte zusätzlich aber auch noch am Messadapter für beide Fälle denselben Wert (rund 13 mA) gemessen.

Im überarbeiteten Plan habe ich noch einen Power-Inserter […] hinzugefügt.

Die meiste Zeit ist das gut für die Betriebssicherheit. Es kann aber sein, dass von Zeit zu Zeit das Netzteil am PI ausgesteckt werden muss, weil sich das LNB aufhängt (Wurde im VU+ mehrfach so geschrieben, die Zeitspanne scheint aber eher groß zu sein.). Außerdem steigt der Verbrauch, weil, obwohl das nicht so sein dürfte, der PI auch dann seine rund 18 V zum LNB schickt, wenn alle Receiver ihre Steuerspannung deaktivieren. Am UK 124 hilft dann auch wenig, wenn alle Endgeräte vor dem Übergang in den Standby die genutzten Userbänder abmelden. Die Stromaufnahme des UK 124 sinkt dadurch nur wenig, offenbar bleiben die beiden AD-Wandler aktiv.

Ich weiss, es gibt kein AGC (und ich sehe in meinem Fall auch keine Notwendigkeit). Aber mal angenommen der LNB hätte eine und der Ausgangspegel stimmt, dann sollte der Plan bzw. die Berechnung doch stimmen

Ich habe gewiss nicht alles nachgerechnet, aber mir ist kein Fehler aufgefallen. Die 7 dB für den 3-fach Verteiler wundern. Axing gibt das für den SVE 3-01 und 950...1750 MHz tatsächlich so an. Ich finde die Angabe aber seltsam. Normalerweise steigt die Dämpfung mit der Frequenz. Für den 3-01 fällt sie für mittlere Sat-ZF im Vergleich zu Terrestrik, macht dann aber gleich einen Sprung von 4 db. Aber egal, auf 2 dB mehr oder weniger kommt es nicht an.

LNB müsste ob der Funktionsweise eine AGC habe, wobei ich schlicht versäumt habe, das auszuprobieren.
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Re: Unicable Planung - Richtig?

Ungelesener Beitragvon Wirus » 12. Januar 2019 17:46

Der Power Inserter scheint in der Tat innen ein wenig aufwändiger zu sein als ich angenommen habe. Verwunderlich ist, daß das Signal vom Receiver als reiner Spannungsabfall kommt (technisch wird die Spannung ganz kurz gegen Masse geschaltet um den negativen Impuls zu generieren), vom Inserter aber ein sauberes, symetrisches Signal kommt.
Das ist schon aufwändig und nicht mit einer einfachen Spannungsentkopplung zu machen.

@raceroad: Wenn Du den Aufbau noch hast oder die Messung gespeichert hast, wäre mal der Anfang des Befehls interessant, so die ersten 3-4 Impulse, auf die Bildschirmbreite und -höhe aufgezogen. Dann ist zu erkennen, ob es einen geringen zeitlichen Versatz zwischen Ein- und Ausgang des Inserters gibt (deutet auf eine Microcontrollerschaltung hin) oder ob das signal wirklich analog umgesetzt wird.
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Re: Unicable Planung - Richtig?

Ungelesener Beitragvon raceroad » 12. Januar 2019 19:17

Einen µP braucht man dazu sicher nicht. Kann sein, dass schon ein einziger Transistor (+ passives Umfeld für die Ansteuerung) reicht. Man sieht auch keinerlei zeitlichen Versatz.
Dateianhänge
Power_Inserter_2(4).png

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Re: Unicable Planung - Richtig?

Ungelesener Beitragvon 555alex » 12. Januar 2019 21:09

Danke Euch... Jetzt ist das alles viel klarer.

Die meiste Zeit ist das gut für die Betriebssicherheit. Es kann aber sein, dass von Zeit zu Zeit das Netzteil am PI ausgesteckt werden muss, weil sich das LNB aufhängt (Wurde im VU+ mehrfach so geschrieben, die Zeitspanne scheint aber eher groß zu sein.). Außerdem steigt der Verbrauch, weil, obwohl das nicht so sein dürfte, der PI auch dann seine rund 18 V zum LNB schickt, wenn alle Receiver ihre Steuerspannung deaktivieren. Am UK 124 hilft dann auch wenig, wenn alle Endgeräte vor dem Übergang in den Standby die genutzten Userbänder abmelden. Die Stromaufnahme des UK 124 sinkt dadurch nur wenig, offenbar bleiben die beiden AD-Wandler aktiv.

Ok. Wie gesagt, betreibe das aktuell ohne PI und hatte nie Probleme mit dem UK124 (und UK102). Um einem "Aufhängen" des UK124 entgegen zu wirken, könnte ich mir eine einfache Wochenzeitschaltuhr vorstellen. Die schaltet einfach einmal pro Woche für eine Minute den PI ab.
Mit dem Stromverbauch habe ich keine Probleme. Ein paar Watt hin oder her sind mir egal. Würde man da so sehr drauf achten, dann dürfte man so viele Dinge nicht betreiben.

Ich habe gewiss nicht alles nachgerechnet, aber mir ist kein Fehler aufgefallen. Die 7 dB für den 3-fach Verteiler wundern. Axing gibt das für den SVE 3-01 und 950...1750 MHz tatsächlich so an. Ich finde die Angabe aber seltsam. Normalerweise steigt die Dämpfung mit der Frequenz. Für den 3-01 fällt sie für mittlere Sat-ZF im Vergleich zu Terrestrik, macht dann aber gleich einen Sprung von 4 db. Aber egal, auf 2 dB mehr oder weniger kommt es nicht an.

Bitte nicht nachrechen :1112 . Es ging nur ums Prinzip. Die Angabe beim SVE 3-01 ist wirklich etws seltsam. Aber ich denke ich kann hier mit 7 dB rechnen, da ich mit den UB's maximal bis 1725 MHz komme (bis auf den einen Ausreisser bei 2040 MHz / UB4). Um ganz korrekt zu sein, der mittlere Strang mit den zwei Dosen ist ein Raum mit zwei Dosen. UB4 könnte vernachlässigt werden. Hier werden sowiso alle vier UB's auf den beiden Dosen freigeschaltet. Die anderen sechs Dosen entsprechen auch sechs Räumen.

LNB müsste ob der Funktionsweise eine AGC habe, wobei ich schlicht versäumt habe, das auszuprobieren.

Ach wirklich? Hat er? :1110

raceroad
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Re: Unicable Planung - Richtig?

Ungelesener Beitragvon raceroad » 13. Januar 2019 18:28

555alex hat geschrieben:Mit dem Stromverbauch habe ich keine Probleme. Ein paar Watt hin oder her sind mir egal. Würde man da so sehr drauf achten, dann dürfte man so viele Dinge nicht betreiben.

Selbst wenn man nur im quasi gekoppelten Bereich von Receiver / Fernseher bleibt, ist der unnötige Verbrauch durch das LNB relativ gering. Andererseits: Wenn man 8 h Standby pro Tag annimmt, verbrät das LNB für rund 2,50 € Strom pro Jahr. Kleiner Betrag, aber sogar auf nur ein Jahr gerechnet vermutlich doch mehr, als es in der Serienproduktion kosten würde, dem PI eine Abschaltung der Spannung einzupflanzen. Einen regelmäßigen Reset des LNBs hätte man so auch. Das ginge also wesentlich besser, aber es wird scheinbar um jeden Cent gekämpft.

Ach wirklich? Hat er? :1110

Ich halte nicht viel von den dCSS-Sachen. Interessant ist es aber schon, dass in einem LNB für wenige 10-, € mit einer höheren Frequenz gesampelt wird, als in meinem Oszi. Dann wird in Echtzeit das Ausgangssignal berechnet. Heißt aber auch: Während die analogen Umsetzer für eine AGC erweiterte Hardware (meist in den Einkabel-Chip integriert) brauchen, ist das mit dCSS bestimmt nur eine Frage der Software. Mag sein, dass ich mich irre, aber es würde mich wundern, wenn die Abbildung einer AGC den Aufwand wesentlich vergrößert.

Für die dCSS-LNBs von Inverto sehe ich den Daten zwar nichts von AGC, in der Programmiersoftware allerdings schon. Danach haben die Inverto-LNBs eine als Standard auf 84 dB(µV) konfigurierte AGC.


 


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