Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Fragen zu SAT (DVB-S/S2) / Kabel (DVB-C/C2) / DVB-T/T2 Messgeräten und jedes weitere Messgerät. Unicable EN50494/JESS EN50607 und Legacy-Messung (Signalstärke dbµV / Signalqualität MER-BER etc.)
zwobbl
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Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon zwobbl » 13. Januar 2019 18:17

Hallo zusammen, :1119

habe gelesen, dass man den Inverto SatPal neuerdings zur Programmierung des Durline DPC 32 K nutzen soll. Da der SatPal im Gegensatz zum DP-2432 nicht nur ein Programmierer ist, sondern auch u.a. ein anständiges SatMeter mit sich bringt, finde ich das Gerät prinzipiell sehr attraktiv.

Nun habe ich aber eine spezielle Frage: Mit der Software des DP-2432 lässt sich pro Channel ein AGC Offset definieren und so 4 dB mehr Pegel rauskitzeln. Diese Konfigurationsmöglichkeit habe ich in der SatPal App - natürlich noch ohne SatPal - leider nicht gefunden. Habe dazu einfach mal versucht, eine Konfigurationsdatei für das Modell 5151, das wohl baugleich mit dem DPC 32 K sein sollte, vorzubereiten. Invertos Unicable II Programmer Software für Windows bietet beim Modell 5151 auch die Definition des AGC Offset wie bei der Programmiersoftware des DP-2432 von Durasat. In der SatPal App habe ich keine Option dafür gefunden. :1113

Lässt sich der AGC Offset vielleicht beeinflussen, wenn man wirklich über einen SatPal mit dem DPC 32 K verbunden ist? Wenn dem so wäre, würde ich mir den SatPal hier direkt bestellen. :1128
Es wäre schade, wenn man dazu doch noch den DP-2432 benötigt. Und macht man sich mit dem SatPal ggf. eine vorher mit dem DP-2432 gesetzte AGC-Konfiguration kaputt, wenn man mit diesem nachträglich etwas ändert?

Diese Fragestellungen sind sicher sehr speziell, aber ich hoffe, es hat dazu doch schon jemand Erfahrungen gesammelt. :1110

Viele Grüße
Marcel



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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon techno-com » 14. Januar 2019 11:25

Hallo und herlich-willkommen

habe mir das jetzt mal selbst angeschaut, aber auch in der App (Demo-Modus mal verwendet) keine Möglichkeit dieser Einstellung gefunden.
Unter Inverto SatPal Messgerät + Programmiereinheit- Satelliteninstallation per iOS/Android App - IDLU-SPAL03-OOOBT-OPP 5415 in den Bildern/Videos und Anleitungen steht bei diesem Gerät auch nichts mehr beschrieben => Inverto SatPal Messgerät + Programmiereinheit- Satelliteninstallation per iOS/Android App - IDLU-SPAL03-OOOBT-OPP 5415 (anders wie beim "alten" Dur-Line DP2432).

Wobei... ich abe das auch noch nie benötigt, Signalstärke (i.d.R. Signalqualität) erhält man bei solchen Aufbauen durch gute Komponenten (Dosen richtig abgestuft etc. etc.) und der Standard-Ausgangspegel von 83dbµV bei diesem Schalter-Typ reicht da normal immer. Dämpfen um einen richtigen Pegel an/hinter der Antennendóse jeweils zu erreichen kann man über die Wahl der Antennendosen und deren Ausgangsdämpfung jeweils.

Was aber die dCSS-Technik allgemein angeht kann man hier unter z.B. Unicable Planung - Richtig? parallel gerade recht gut erlesen.
Mehr zu dCSS-Problematik => KLICK
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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon zwobbl » 16. Januar 2019 02:25

Hallo,
vielen Dank für die Antwort und das schnelle Nachschauen! :thx

Ich hatte vor rund 2 Jahren einen Axing 510-09 ersetzt und auf Unicable umgerüstet und dabei aber die reine Sternverteilung komplett beibehalten. Allein das und die Kabellängen sind für Unicable sicher nicht ideal. Es führen 4 Kabel mit rund 28,5m in den Keller an einen VDR-Server, ein Kabel mit 26m ins Schlafzimmer und ein Kabel mit 22m ins Wohnzimmer zum TV. Als Kabel ist das AC100 von Interkabel verlegt. Außer im Wohnzimmer kommen keine Dosen zum Einsatz, und dies ist auch keine spezielle Unicable-Dose.
Auf dem Speicher wird ein Stammausgang des DPC 32 mittels zwei hintereinandergeschalteten diodenentkoppelten 4-fach Spiltter auf die 6 Kabelstrecken aufgeteilt. Zwei Dioden im Signalweg sollte man ja eigentlich auch vermeiden, aber da es eigentlich recht zufriedenstellend funktionierte (es gibt nur beim VDR-Empfang sehr, sehr selten kurze Artefaktebildung), hatte ich das nicht weiter verfolgt. Empfang am TV ist top.

Nach einer kürzlichen Installation eines weiteren Doppeltuners in den VDR-Server ist die Signalstärke aber scheinbar gesunken, sodass das Tunen z.T. fehlschlägt. Ich vermute, das liegt an der nicht ausreichenden Entkopplung der Tuner-Karten bei diesem Aufbau. Wenn ich richtig gerechnet habe, müssten von von 83 dbµV eigentlich noch rund 56 dbµV beim VDR-Server ankommen, was doch an sich ausreichend sein sollte. Daher würde mich schon einmal interessieren, wirklich zu messen, was am Ausgang des DPC 32 und am Ende der verschiedenen Kabelstrecken noch für Pegel anliegen. Ist das mit dem SatPal möglich oder kann man damit nur die Pegel des LNB beurteilen? Da ich den DPC 32 auch gerne etwas umprogrammieren wollte (unterste Frequenz 950 MHz hochschieben), wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Aktuell habe ich mal einen Durline V3018 Inline Verstärker, den ich noch von der DVB-T Installation rumliegen hatte, an den Stammausgang vor die Verteilung gehängt. Der VDR-Server hat nun gute Signalstärke und bislang habe ich noch keine Artefakte gesehen (aber da bedarf es noch einer längeren Beobachtung :1112 ). Da ich im Laufe des Jahres noch eine weitere Kabelstrecke im Haus mit rund 15m und eine Kabelstrecke zum Nebengebäude mit rund 60m bedienen will, möchte ich demnächst die Verteilung optimieren, unicable-tauglicher machen und statt der Splitter Taps verwenden, dabei auf Dosen ganz verzichten. Ohne den Inline Verstärker komme ich bislang bei der Planung aber z.T. auf Pegel unter 50 dbµV. :1162

Wie bereits geschrieben, würde ich mit dem SatPal zunächst mal den Ist-Zustand beurteilen wollen, falls das geht. Der SatPal scheint ja auf Lager zu sein. :1128 Da die Verstärkung mit dem V3018 offensichtlich gut funktioniert, wäre der AGC Offset nicht mehr wirklich wichtig.

Gruß
Marcel

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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon techno-com » 16. Januar 2019 10:33

zwobbl hat geschrieben:Hallo,

Hallo zurück :1119

zwobbl hat geschrieben:vielen Dank für die Antwort und das schnelle Nachschauen!

Haben sie überhaupt das gelesen was ich zuvor auch verlinkt hatte ? Dazu wirklich gar keine Fragen/Anmerkungen oder gar die Frage ob das alles nicht wirklich so klingt das ihr System absolut falsch aufgebaut ist und dabei wirklich nicht gerade passende Hardware verwendet wurde ... ihre ist billig, aber wirklich nicht gut passend für das alles was sie in so einer gewachsenen Versorgung benötigen würden das alles 100%ig läuft ohne das hier und da gebastelt werden muss.

zwobbl hat geschrieben:... und dabei aber die reine Sternverteilung komplett beibehalten. Allein das und die Kabellängen sind für Unicable sicher nicht ideal.

Warum soll Unicable EN494 bzw. sogar JESS EN50607 wie sie das haben (siehe Was ist JESS (Jultec Enhanced Stacking System/DIN EN 50607)? wo viel mehr über die ganze Problematik ganz unten erklärt ist, aber auch in den verlinkten Beiträgen auch drin erklärt steht) nicht für eine Sternverteilung geeignet sein ? Wie soll man den sonst über ein Kabel zu jedem Receiver in einer Sternverkabelung diese Geräte per Twin bzw. sogar für ein FBC-Frontend versorgen ? Letzteres geht in einer Voll-Versorgung aller 8 Tuner sogar NUR per Einkabel-Versorgung. Nicht umsonst gibt es Multischalter die 8 Ausgänge haben und an allen 8 Ausgängen dann 8 Tuner-Versorgungen anstehen - was auch den Vorteil hätte natürlich das ALLES/jeder Receiver "nur" über die Unicable-Tauglichkeit verfügen müsste weil keine UB-ID über die 8 hinaus geht was dann JESS notwendig machen würde.

zwobbl hat geschrieben:Es führen 4 Kabel mit rund 28,5m in den Keller an einen VDR-Server, ein Kabel mit 26m ins Schlafzimmer und ein Kabel mit 22m ins Wohnzimmer zum TV.

Das ist Kindergarten wenn man das alles richtig aufbaut .... Gute Multischalter haben Ausgangspegel von bis zu 93dbµV und nicht nur 83dbµv wo es jetzt ja schon vor ihrer bevorstehenden Erweiterung schon wohl knapp mit den Pegeln wird.

zwobbl hat geschrieben:Als Kabel ist das AC100 von Interkabel verlegt.

Code: Alles auswählen

Innenleiter / inner conductor (mm) 1,0 Cu bl / bare
Innenkabel
Isolation / insulation (mm) 4,6 CPE phys.

Günstig, sicher ... aber auch gut ? Für ein paar Euro mehr hätte man ein Kabel erhalten mit 1.13mm Voll-Kupfer Innenleiter das dann auch ein Dielektrium hätte für einfach zu montierende und genau passende Stecker... hier müssen schon sehr spezielle Stecker eingesetzt werden bei diesem Dielektrium, und daran scheitert oft schon ein Aufbau da einfach normale F-Stecker genommen werden und die dann noch dazu oft gar nicht zu 100% passen. Ein "Innenkabel", nett umschrieben ... also nicht UV-beständig wie ein Kabel sein sollte das im Außenbereich eingesetzt wird (die sind dann auch schwarz ..).
Alleine mit diesem Kabel verliert man schon gut 4db Dämpfung auf 100m in den oberen Frequenzbereichen.

zwobbl hat geschrieben:Außer im Wohnzimmer kommen keine Dosen zum Einsatz, und dies ist auch keine spezielle Unicable-Dose.

Dosen, genau passende Dosen, sehen nicht nur sehr gut aus ... die haben auch immer einen technischen Hintergrund !
1. Pegelanpassung (richtige Pegel hinter den Antennendosen)
2. Entkopplung (was immer sehr wichtig ist wenn eine Reihenschaltung, also mehrere Dosen an einem Strang wie hier ja ggf. in Zukunft geplant, aufgebaut werden soll

zwobbl hat geschrieben:Auf dem Speicher wird ein Stammausgang des DPC 32 mittels zwei hintereinandergeschalteten diodenentkoppelten 4-fach Spiltter auf die 6 Kabelstrecken aufgeteilt.

Bleiben hier schon 3 Fragen offen:
Warum nicht direkt ein 6-fach Verteiler dann mindestens ..
1. das man nur eine Dioden im Signalweg hätte dadurch
2. das die Dämpfung statt 2x7-8db (2x 4-fach Verteiler) dann nur 1x 10-12db (1x 6-fach Verteiler) wäre

3. warum nicht zumindest den DPC/DWB so programmiert das er seine 2 Ausgänge mit je 16 UBs belegt ? Würde vermeiden das die UB-Frequenzen in den hohen Bereich kommen (mehr Dämpfung) und noch dazu Verteiler schon einsparen ...

zwobbl hat geschrieben:Zwei Dioden im Signalweg sollte man ja eigentlich auch vermeiden, ...

Bei einem Schalter mit dCSS-Technologie sogar nicht nur vermeiden, sondern gänzlich gar nicht so arbeiten/aufbauen.
Und dann kommen noch Antennendosen ggf. jetzt dazu die noch einmal Dioden drin haben ("Diodenentkopplung" zwischen den Dosen an einem Strang), schon hat man dann 3 Dioden drin mit 2.1V Spannungsabfall (3x 0.7V). Da muss man sich dann nicht wundern das nichts mehr richtig geht ....

zwobbl hat geschrieben:... aber da es eigentlich recht zufriedenstellend funktionierte (es gibt nur beim VDR-Empfang sehr, sehr selten kurze Artefaktebildung), hatte ich das nicht weiter verfolgt. Empfang am TV ist top.

zwobbl hat geschrieben:Der VDR-Server hat nun gute Signalstärke und bislang habe ich noch keine Artefakte gesehen (aber da bedarf es noch einer längeren Beobachtung.

... "zufriedenstellend" .. sollte nie ein Ziel sein.

zwobbl hat geschrieben:Nach einer kürzlichen Installation eines weiteren Doppeltuners in den VDR-Server ist die Signalstärke aber scheinbar gesunken, sodass das Tunen z.T. fehlschlägt. Ich vermute, das liegt an der nicht ausreichenden Entkopplung der Tuner-Karten bei diesem Aufbau.

Da ist jetzt ja dann vermutlich noch einmal ein 2-fach Verteiler vor diese 2 Tuner gekommen und damit weitere Dämpfung und noch einmal 0.7V Spannungsabfall über die Diode ?
Oder sind das Tuner-Karten die man intern verbinden kann ? Dann wären sie eben nur schlecht entkoppelt und von schlechter Qualität. Warum nicht einfach eine PC-Karte die Unicable/JESS kann ? Da wäre dann mit einer Tuner-Karte und einem Kabel, ohne Verteiler oder Durchschleifung, die Versorgung von 8 Tunern möglich. Falsche Hardware, falsche Planung die jetzt Probleme ergibt .. hausgemacht ?

zwobbl hat geschrieben:Wenn ich richtig gerechnet habe, müssten von von 83 dbµV eigentlich noch rund 56 dbµV beim VDR-Server ankommen, was doch an sich ausreichend sein sollte.

Pegelberechnungen sind nicht sooo einfach, aber hier im Forum gibt es dazu genug Rechenbeispiele die das alles genau erklären.

zwobbl hat geschrieben:Daher würde mich schon einmal interessieren, wirklich zu messen, was am Ausgang des DPC 32 und am Ende der verschiedenen Kabelstrecken noch für Pegel anliegen. Ist das mit dem SatPal möglich oder kann man damit nur die Pegel des LNB beurteilen? Da ich den DPC 32 auch gerne etwas umprogrammieren wollte (unterste Frequenz 950 MHz hochschieben), wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Wie schon oben beschrieben ... nur runter setzen auf erste UB-Frequenz von 950MHz (was aus Erfahrung viele Geräte gar nicht in ihrer Programmierung zulassen weil sie immer eine 4-stellige Eingabe würden und vorne keine 0 zulassen) wäre der falsche Ansatz... 2x 16 UBs wären die Lösung und der richtige Weg.

zwobbl hat geschrieben:Aktuell habe ich mal einen Durline V3018 Inline Verstärker, den ich noch von der DVB-T Installation rumliegen hatte, an den Stammausgang vor die Verteilung gehängt.
zwobbl hat geschrieben:Da die Verstärkung mit dem V3018 offensichtlich gut funktioniert, wäre der AGC Offset nicht mehr wirklich wichtig.

Woher soll den diese ganze "Energie" kommen das alle diese Bauteile in dieser doch recht gewachsenen Verteilung alle versorgt werden ?
Siehe dazu auch unter z.B. => KLICK -- dieser ganze Beitrag ist übrigens sehr empfehlenswert dort !

zwobbl hat geschrieben:Da ich im Laufe des Jahres noch eine weitere Kabelstrecke im Haus mit rund 15m und eine Kabelstrecke zum Nebengebäude mit rund 60m bedienen will, ...

60m wären bei diesem Interkabel nur knapp 15db Dämpfung wenn man die richtig UB-Frequenz (unterster Bereich) wählt.
Nimmt man einen Ausgang von einem guten Schalter (93dbµV Ausgangspegel) direkt ohne Verteiler hätte man dann nach den 60m immer noch einen Pegel von 78dbµV und damit sogar "zu viel". Da müsste man noch eine Enddose (Jultec JAD307TRS) dann montieren um diesen Pegel runter zu bekommen auf den DIN-Pegelbereich. Aber da muss einfach der Aufbau stimmen das dies alles problemlos geht. Kommen dann noch 2x 4-fach Verteiler mit rein und ggf. noch Durchgangsdosen im Signalweg davor (2db Durchgangsdämpfung jeweils) macht man sich den Pegel recht schnell "kaputt", wobei sogar das noch gehen würde mit einem richtigen Aufbau.

zwobbl hat geschrieben:.... möchte ich demnächst die Verteilung optimieren, unicable-tauglicher machen und statt der Splitter Taps verwenden,

Jultec JPT01-12 Breitband-Einfachabzweiger für Einkabelsysteme (Jultec Passive Tab / 12dB Abzweig)
Jultec JPT01-17 Breitband-Einfachabzweiger für Einkabelsysteme (Jultec Passive Tab / 17dB Abzweig)
Und dann muss man auch wieder richtige Dosen verwenden, den nach dem TAB-Ausgang - der ist mit Diode - muss dann wieder eine Stichdose verwendet werden (Jultec JAD300TRS die sogar nur 1-2db Anschlussdämpfung hätte).

zwobbl hat geschrieben:... dabei auf Dosen ganz verzichten.

Geht sicherlich bei gewissen Anwendungen, aber nicht immer .....

zwobbl hat geschrieben:Ohne den Inline Verstärker komme ich bislang bei der Planung aber z.T. auf Pegel unter 50 dbµV.

Wäre ein Schalter mit 93dbµV schon eine Lösung .. und man hätte einen Stromfresser (ohne eigenes Netzteil der alles mehr belastet) weniger ... Verstärker werden nur sehr selten benötigt wenn man so eine Anlage richtig plant.

zwobbl hat geschrieben:Wie bereits geschrieben, würde ich mit dem SatPal zunächst mal den Ist-Zustand beurteilen wollen, falls das geht. Der SatPal scheint ja auf Lager zu sein.

Sie brauchen kein Messgerät, das kann man wirklich alles berechnen. Was sie - wenn sie da weiterhin auf diesen dCSS-Schalter setzen - brauchen ist ein Programmiergerät um ihren Schalter richtig zu programmieren... 2x 16 UBs , also Ausgang A + B mit jeweils 16 UBs. Überlegt man dann das dieses Messgerät/die Programmiereinheit 50-70€ mehr kostet als der komplette Einkabel-Schalter der verwendet wird dann überlegt man doch aber auch was das für ein Gerät ist das so günstig ist. Da muss doch irgendwo ein Haken sein.


Für alles mehr hier wäre ein kompletter Kabelplan notwendig, eine komplette Zeichnung von diesem Aufbau mit Nennung aller Komponenten und in etwas geschätzten Kabelwegen ....
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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon zwobbl » 16. Januar 2019 23:16

Hallo Herr Uhde,

vielen Dank für Ihre Mühen, eine so detailierte Antwort hatte ich nicht erwartet. Mein Interesse besteht ja mehr an einem anständigen, aber bezahlbaren SAT-Messgerät, wie es der SatPal ja zu sein scheint. Meine Frage dazu konnte ich aber durch das Lesen des Datenblattes selbst beantworten. Der Vergleich des Werkzeugs mit dem Betriebsmittel, finde ich, hinkt etwas. Den SatPal kann ich auch nutzen, um die SAT-Schlüssel wieder mal neu auszurichten, und auch bei Freunden und Bekannten einsetzen, hat für mich also einen deutlichen Mehrwert.
Die eben getätigte Bestellung stornieren Sie ja hoffentlich nicht. lachen

Ich glaube nicht, dass ich den DPC 32 rauswerfen werde und gegen ein neues Gerät tausche. Daher möchte ich Ihre Zeit nicht für eine Neuplanung verplempern. Ich kann aber gerne mal eine Skizze machen, falls Sie bei der Optimierung unterstützen wollen. Kann dann natürlich auch als Paradebeispiel für die "So macht man es nicht"-Galerie dienen. :1112

Auf ein paar Sachen möchte ich noch kurz eingehen, da es wohl z.T. etwas missverständlich rüberkam:

Ich meinte nicht, dass eine Sternverteilung für den Einsatz von Unicable ungeeignet ist, sondern dass man bei einer Neuinstallation sicher nicht Sternverteilung vorzieht, sondern höchstens auf Etagen- und Wohnungen verteilen wird und dann Stränge mit Durchgangsdosen weiterführt.

Außereinandergesetzt hatte ich mich mit dem Thema durchaus, auch damals schon. Eine Sache bleibt für mich aber immer noch unbeantwortet. Was ist der technische Unterscheid zwischen einer Durchgangsdose und einem Tap? Hat man in beiden Fällen nicht einen Richtkoppler und damit neben der Abzweigdämpfung auch die benötigte Entkopplung und Richtungsdämpfung? DC-diodenentkoppelt sind doch auch beide, warum also noch eine Stichdose (hat diese keine Diode?) nach einem Tap? Passende Dämpung ließe sich doch auch über Dämpfungsglieder erreichen.

Und wenn ich in einem Raum nur eine Durchgangsdose sitzen habe, aber z.b zwei Geräte mit Doppeltuner anschließen möchte, bleibt doch nur ein zusätzlicher diodenentkoppelter Splitter, womit aber wieder 2 Dioden im Signalweg sind. Gibt es Alternativen?

Den Durline DPC 32 K hatte ich gebraucht erstanden, die Rechnung von 2016 vom Sat-Shop Heilbronn :1112 liegt mir vor. Er ist in der Tat im 2x 16 Modus vorprogrammiert, die Startfrequenz liegt aber bei 950 Mhz, die der VDR leider nicht zuverlässig tunen kann. 990 MHz ist aber kein Problem, daher möchte ich alle 16 Kanäle um einen Offset hoch schieben. Ich ging auch immer von 90dBµV AGC an den Stammausgängen aus, wie ich es damals in Datenblättern finden konnte. :1116 Der zweite Stammausgang ist für eine andere Etage reserviert, die nicht in meinem "Hoheitsgebiet" sein wird.

Das AC 100 kommt auch nur innen zum Einsatz. Im Außenbereich das AC 100 PE. Ich benutzte die passenden Kompressionsstecker und Kompressionszange. Das Kabel schien mir damals nicht der letzte Noname-Rotz zu sein.

Bei den zwei 4-fach Verteilern statt eines 6-fachs auf dem Dach hatte ich mir durchaus was gedacht, um einigermaßen gleiche Pegel an den Geräten zu haben. Der Spannungsabfall ist halt Mist. Habe doch noch eine kleine Skizze gemacht, damit das klarer wird. Der Server im Keller hat zwei Digital Devices Cine S2 Karten eingebaut, die Kabelstränge sind direkt verbunden. Der TV im Wohnzimmer hat einen Doppeltuner, benötigt aber nur ein Kabel. Die OpenElec-Box ist noch nicht eingerichtet, aber verkabelt. Das Kabel im Schlafzimmer ist aktuell nicht in Verwendung, daher mit Abschlusswiderstand terminiert. Hier wäre später ein 4-fach Verteiler nötig für Doppel-Tuner im PC und Doppel-Tuner in OpenElec Box. Der Tuner des TV im Wohnzimmer war übersteuert, daher das -10dB Dämpfungsglied. Beim VDR werden die vier niedrigsten UB-Frequenzen verwendet.

satgekabel.jpg
Aktuelle Verteilung


Aktuell habe ich eben vor dem ersten 4-fach Verteiler den V3018 reingeschraubt und kann keine Probleme feststellen. Weder TV noch VDR geben Auskunft zur BER. Da kann aber dann der SatPal einspringen ... :1114

Gruß
Marcel

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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon techno-com » 17. Januar 2019 13:13

zwobbl hat geschrieben:Hallo Herr Uhde,

Hallo zurück :1119

zwobbl hat geschrieben:vielen Dank für Ihre Mühen, eine so detailierte Antwort hatte ich nicht erwartet.

:1147

zwobbl hat geschrieben:Mein Interesse besteht ja mehr an einem anständigen, aber bezahlbaren SAT-Messgerät, wie es der SatPal ja zu sein scheint.

Verpackt, für den Versand fertig gemacht und sogar schon von DHL abgeholt ... DHL-Trackingnummer + Rechnung etc. liegt ihnen bereits per Email vor.

zwobbl hat geschrieben:Ich meinte nicht, dass eine Sternverteilung für den Einsatz von Unicable ungeeignet ist, sondern dass man bei einer Neuinstallation sicher nicht Sternverteilung vorzieht, sondern höchstens auf Etagen- und Wohnungen verteilen wird und dann Stränge mit Durchgangsdosen weiterführt.

Ich würde immer bei einem Neubau von einer zentralen Stelle, dem "Technik-Raum", aus alle Kabel zu jeder Dose einzeln verlegen. So ist man auf der sichersten Seite die man nur haben kann und jede Art von Erweiterung ist immer möglich. Abgesehen davon das die DIN18015 - DIN 18015-2:2010-11: neue Anforderungen Mindestausstattung - eh die Verlegung dieser Art von Kabeln ("Kabel der Telekommunikation") in Leerrohren vorschreibt (für gewerbliche Montagen die nach DIN angepriesen wurde).

zwobbl hat geschrieben:Eine Sache bleibt für mich aber immer noch unbeantwortet. Was ist der technische Unterscheid zwischen einer Durchgangsdose und einem Tap?
Hat man in beiden Fällen nicht einen Richtkoppler und damit neben der Abzweigdämpfung auch die benötigte Entkopplung und Richtungsdämpfung? DC-diodenentkoppelt sind doch auch beide, warum also noch eine Stichdose (hat diese keine Diode?) nach einem Tap? Passende Dämpung ließe sich doch auch über Dämpfungsglieder erreichen.

Durchgangsdose = Antennendose die nur eine Durchgangsdämpfung hat von 2db auf das weiterführende Kabel zur nächsten Antennendose - auf diesem Weg ist KEINE Diode
TAB = für mich selten genutzt, viele aber schwören da drauf ... ich sehe da oft nur einen Einsatz bei vermurksten Kabelverlegungen oder bei Erweiterungen von 'Vorhadenem (z.B. unter Fusion Kabel & Sat zu Unicable (2-FMH) bzw. auch unter Umrüstung Kabel / Sat / DVBT --> Unicable im EFH mal zu erlesen wo man so einen einsetzt). Ein Weg ohne Diode mit wenig Dämpfung und ein Weg mit viel Dämpfung und einer Diode abzweigend - hier liegt dann schon eine Diodenentkopplung vor das dahinter eine Dose folgen kann ohne eigene Diode (Stichdose, z.B. Jultec JAD300TRS)
JultecJPT01-12_Tab_Unicable_EN50494_JESS_EN50607.JPG
JultecJPT01-12_Tab_Unicable_EN50494_JESS_EN50607

Eine Stichdose (für Legacy nur gut bzw. nach einem TAB der selbst eine Diode hat für die notwendige Entkopplung) hat keine Diode.
Erklärung bei den Antennendosen:
JAD300TRS: Stichdose, welche als einzige Dose einer Ableitung eingesetzt werden (Legacy-Betrieb)
JAD307TRS: Enddose, diese terminiert eine Stammleitung (als letzte Dose, diodenentkoppelt)
JAD310/314/318TRS: Durchschleifdose (diodenentkoppelt)
JAD400TRSM: Stichdose mit Modemanschluss, welche als einzige Dose einer Ableitung eingesetzt wird
JAD410TRSM: Durchschleifdose mit Modemanschluss (diodenentkoppelt)


zwobbl hat geschrieben:Dämpung ließe sich doch auch über Dämpfungsglieder erreichen.

Dämpfung hat mit Diodenentkopplung aber nichts zu tun ...
Und warum immer und immer mehr Bauteile einbauen wenn man doch einfach die passende Antennendose nehmen kann die schon die Dämpfung hat die man braucht dort (7, 10, 14, 18db Auskoppeldämpfung) ?

zwobbl hat geschrieben:Und wenn ich in einem Raum nur eine Durchgangsdose sitzen habe, aber z.b zwei Geräte mit Doppeltuner anschließen möchte, bleibt doch nur ein zusätzlicher diodenentkoppelter Splitter, womit aber wieder 2 Dioden im Signalweg sind. Gibt es Alternativen?

Ja, daran geht leider KEIN Weg dann vorbei .. außer man setzt 2 Dosen direkt nebeneinander !

zwobbl hat geschrieben:Den Durline DPC 32 K hatte ich gebraucht erstanden, die Rechnung von 2016 vom Sat-Shop Heilbronn :1112 liegt mir vor. Er ist in der Tat im 2x 16 Modus vorprogrammiert, die Startfrequenz liegt aber bei 950 Mhz, die der VDR leider nicht zuverlässig tunen kann. 990 MHz ist aber kein Problem, ..

Das mit der Startfrequenz wurde mittlerweile geändert, geht jetzt ab 990MHz in der Programmierung los beim 2x16 Betrieb:
Beispiel für 2x16 Kanäle:
Unicable-Ausgang + Legacy-Ausgang jeweils:
CH1: 990 MHz (EN50494 + EN50607)
CH2: 1030 MHz (EN50494 + EN50607)
CH3: 1070 MHz (EN50494 + EN50607)
CH4: 1110 MHz (EN50494 + EN50607)
CH5: 1150 MHz (EN50494 + EN50607)
CH6: 1190 MHz (EN50494 + EN50607)
CH7: 1230 MHz (EN50494 + EN50607)
CH8: 1270 MHz (EN50494 + EN50607)
CH9: 1310 MHz (EN50607)
CH10: 1350 MHz (EN50607)
CH11: 1390 MHz (EN50607)
CH12: 1430 MHz (EN50607)
CH13: 1470 MHz (EN50607)
CH14: 1510 MHz (EN50607)
CH15: 1550 MHz (EN50607)
CH16: 1590 MHz (EN50607)

Legende:
EN50494 = steuerbar über unicable-taugliche Geräte
EN50607 = steuerbar über JESS-taugliche Geräte
CH = Unicable/JESS ID

Wobei man, bei Geräten die keine Eingabe <1000MHz zulassen, ja dann einfach eine andere UB verwenden kann die >1000MHz liegt.

zwobbl hat geschrieben:.... daher möchte ich alle 16 Kanäle um einen Offset hoch schieben.

Offset = Verstärkung ... was hat das mit den UB-Frequenzen zu tun und warum wird das notwendig die Verstärkung hoch zu schieben nach meinem vorab gemachten Pegel-Beispiel in Berechnung ?

zwobbl hat geschrieben:Ich ging auch immer von 90dBµV AGC an den Stammausgängen aus, wie ich es damals in Datenblättern finden konnte.

Siehe unter Neubau SAT Anlage Einkabelsystem und folgende Beiträge, alles hier schon erklärt :1128

Bild
raceroad hat geschrieben:
jensdo hat geschrieben:Ich habe den Wert im Shop von 83dbµV gelesen, war aber verunsichert, weil in dem Datenblatt, das auf der Shopseite verlinkt ist,etwas anders steht. Oder habe ich hier was verwechselt?

Falsche / sich widersprechende Angaben haben ihre Tradition. Bei Dura kann man sich eine Anleitung herunterladen, die dem Screenshot entspricht. Auf der Produktseite selbst steht hingegen "Ausgangspegel (AGC kontrolliert)   Konfigurierbar 84dBµV min.", was bedingt zu den Konfigurationsmöglichkeiten der Software passt. Als Standard ist ein Pegel von -26 dbm konfiguriert, was 82,75 db(µV) entspricht. Über die Software kann man den Pegel bis auf -22 dbm ≙ 86,75 db(µV) erhöhen, aber auch senken.

Weiter unten im Beitrag dann noch mehr zu dCSS-Technik von @Raceroad erklärt.
Auch unter Verkabelung Dur-Line DPC-32 K habe ich dazu schon was gefunden ... diese dbw (Angabe bei diesen Schaltern überall, statt direkt in dvµV was sinnvoll wäre) sind einfach grandios schlecht gemacht in den technischen Daten.

zwobbl hat geschrieben:Bei den zwei 4-fach Verteilern statt eines 6-fachs auf dem Dach hatte ich mir durchaus was gedacht, um einigermaßen gleiche Pegel an den Geräten zu haben. Der Spannungsabfall ist halt Mist.

Auch hier wieder der Hinweis das man Pegelanpassungen über die Antennendosen macht, da einfach die passenden einsetzen ....

zwobbl hat geschrieben:Aktuell habe ich eben vor dem ersten 4-fach Verteiler den V3018 reingeschraubt und kann keine Probleme feststellen. Weder TV noch VDR geben Auskunft zur BER. Da kann aber dann der SatPal einspringen ...

Angabe vom Hersteller:
Ausgangspegel SAT: max. 106 dBµV

83dbµV am Ausgang vom DPC32K + 18db = 101dbµV ... und da wäre ich schon sehr sehr vorsichtig das man nicht in den Bereich der Übersteuerung kommt und sich somit die Signalqualität in den Boden zieht ... aber weiterhin, wohl vielmehr relevant, ist es meiner Meinung nach nicht gut da so einen 50mA Fresser noch mit rein zu bauen, den irgendwie muss das ja auch alles mal noch richtig versorgt werden.
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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon zwobbl » 17. Januar 2019 17:56

Hallo,

techno-com hat geschrieben:Durchgangsdose = Antennendose die nur eine Durchgangsdämpfung hat von 2db auf das weiterführende Kabel zur nächsten Antennendose - auf diesem Weg ist KEINE Diode
TAB = für mich selten genutzt, viele aber schwören da drauf ... ich sehe da oft nur einen Einsatz bei vermurksten Kabelverlegungen oder bei Erweiterungen von '...

Bestens, dann habe ich es doch richtig verstanden.

techno-com hat geschrieben:Dämpfung hat mit Diodenentkopplung aber nichts zu tun ...

Das ist mir klar, die kümmert sich nur um den DC-Anteil.

Und inwiefern unterscheidet sich der innere Aufbau eines Splitter und eines Taps? Mal angenommen, ich hätte einen 2-fach Tap mit 2dB Durchgangs- und 17dB Auskoppeldämpfung, den Stammausgang terminiere ich, weil er nicht weitergeführt werden muss. Kann ich dasselbe mit einem 2-fach DC-diodenentkoppelten Splitter erreichen, der sagen wir mal 7dB Dämpfung habe und an dessen Ausgang je ein 10dB Dämpfungsglied gehängt sei? DIe Abzweigdämpfung wäre ja in beiden Fällen gleich, aber ich vermute, dass bei der Splitterbastelei nicht die richtige Entkopplung und Richtungsdämpfung gegeben ist, oder?

techno-com hat geschrieben:Und warum immer und immer mehr Bauteile einbauen wenn man doch einfach die passende Antennendose nehmen kann die schon die Dämpfung hat die man braucht dort (7, 10, 14, 18db Auskoppeldämpfung) ?

Da bin ich ganz bei Ihnen, nur wären bei mir im Keller eben diese Dosen die zusätzlichen Bauteile.

techno-com hat geschrieben:Ja, daran geht leider KEIN Weg dann vorbei .. außer man setzt 2 Dosen direkt nebeneinander !

Verstanden. Zumindest ist dann die Signalverteilung auf verschiedene Geräte nach der Dose anständig vom Rest der Anlage entkoppelt und man muss nur an diesen Gerätschaften mit dem höheren Spannungsabfall der Diode leben, was wohl in vielen Fällen auch funktioniert.

techno-com hat geschrieben:Offset = Verstärkung ... was hat das mit den UB-Frequenzen zu tun und warum wird das notwendig die Verstärkung hoch zu schieben nach meinem vorab gemachten Pegel-Beispiel in Berechnung ?

Der Begriff "Offset" ist für mich als Informatiker anders belegt und hat nichts mit Verstärkung, sondern Adressierung zu tun. :Laughinglol: Ich bezog mich auf die UB-Frequenzen. Die Startfrequenz für Kanal 1 soll eben nicht mehr bei 950Mhz, sondern z.B. bei 970Mhz beginnen. Das wäre ein Offset von 20MHz, den ich bei jedem Kanal draufaddieren müsste. Das ganze Frequenzraster wird um Offset 20Mhz nach oben geschoben.

techno-com hat geschrieben:Siehe unter Neubau SAT Anlage Einkabelsystem und folgende Beiträge, alles hier schon erklärt :1128

Ja, das hatte ich letztens ja schon gefunden und war erstaunt.

techno-com hat geschrieben:Auch hier wieder der Hinweis das man Pegelanpassungen über die Antennendosen macht, da einfach die passenden einsetzen ....

Nun würde ich ja lieber mit einem Tap auf dem Speicher den passenden Pegel für die 4 Leitungen in den Keller erreichen wollen und diese im Keller ohne Umweg über 4(!) Dosen mit den Tunerkarten des Servers verbinden. Im Keller ist die ganze Netzwerk-, Telefon-, Kabelanschlusstechnik, da brauch ich nicht noch 4 klobige Antennendosen an der Wand. :1128

Ich kann demnächst mal eine Skizze meiner geplaten Anpassung machen und hier im Forum einstellen, aber das ist sicher etwas für einen neuen Thread ... :mrgreen:

Besten Dank und Gruß
Marcel
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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon raceroad » 17. Januar 2019 23:15

techno-com hat geschrieben:Angabe vom Hersteller:
Ausgangspegel SAT: max. 106 dBµV

83dbµV am Ausgang vom DPC32K + 18db = 101dbµV ... und da wäre ich schon sehr sehr vorsichtig das man nicht in den Bereich der Übersteuerung kommt [...]

Ergänzend: 101 dB(µV) sind zwar klar weniger als 106 dB(µV). Aber die Angabe für einen max. Ausgangspegel beruht üblicherweise auf einem Testverfahren (EN 60728-3) mit nur drei schmalbandigen Trägern am Eingang. Für eine Praxisanwendung mit Vollbandbelegung sind davon 12,5 dB abzuziehen. Und mit 32 möglichen aktiven Einkabelfrequenzen ist man nicht weit von Vollband-Verhältnissen entfernt.
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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon techno-com » 18. Januar 2019 06:35

zwobbl hat geschrieben:Hallo,

Hallo zurück :1119

zwobbl hat geschrieben:Und inwiefern unterscheidet sich der innere Aufbau eines Splitter und eines Taps?

Ganz einfach:
- mit/ohne Dioden an einem oder allen Ausgängen
- Dämpfungswerte

zwobbl hat geschrieben:Nun würde ich ja lieber mit einem Tap auf dem Speicher den passenden Pegel für die 4 Leitungen in den Keller erreichen wollen und diese im Keller ohne Umweg über 4(!) Dosen mit den Tunerkarten des Servers verbinden. Im Keller ist die ganze Netzwerk-, Telefon-, Kabelanschlusstechnik, da brauch ich nicht noch 4 klobige Antennendosen an der Wand.

Dann habe ich die Zeichnung ...
Bild
.... wohl doch richtig gedeutet und hatte mich da schon gewundet warum das so aufgebaut ist mit dem 4-fach Verteiler direkt hinter dem anderen 4-fach Verteiler da oben und DANN erst 4x 28.5m bis zum VDR/PC helpmesmilie
Ganz ehrlich würde ich das da ganz anders machen ... einfach nur eine Leitung da runter verwenden (und WENN da Pegelprobleme auftreten UND auch das mit der Stromlast alles passen würde DANN nach dem 4-fach Verteiler vor der Leitung da runter zum VDR/PC den Inline-Verstärker einsetzen, also nur für diesen Strang wo wird schon die Dämpfung vom 4-fach Verteiler dann mit drauf haben und der Pegel nicht so super hoch verstärkt würde wie am jetzigen Einsatz-Ort) und unten dann VOR dem VDR/PC, ggf. sogar mit Dose wenn Pegelanpassungen notwendig WÄREN, den 4-fach Verteiler setzen der dann auf die Tuner-Eingänge geht.

zwobbl hat geschrieben:Ich kann demnächst mal eine Skizze meiner geplaten Anpassung machen und hier im Forum einstellen, aber das ist sicher etwas für einen neuen Thread ...

Bitte keinen neuen Beitrag dafür aufmachen, dann fehlt ja der ganze Bezug.

raceroad hat geschrieben:Ergänzend: 101 dB(µV) sind zwar klar weniger als 106 dB(µV). Aber die Angabe für einen max. Ausgangspegel beruht üblicherweise auf einem Testverfahren (EN 60728-3) mit nur drei schmalbandigen Trägern am Eingang. Für eine Praxisanwendung mit Vollbandbelegung sind davon 12,5 dB abzuziehen. Und mit 32 möglichen aktiven Einkabelfrequenzen ist man nicht weit von Vollband-Verhältnissen entfernt.

Danke .. genau das meinte ich mit „vorsichtig sein...“ !

Bei diesem Aufbau hier werden viele Sachen „gefrickelt“ (ist da, bau ich ein...), damit sehr viel selbst "schlecht" gebaut ... Es ist nicht immer so das jedes Teil auch immer da hin passt wo es hin gebaut wird. Da muss die dCSS Technik selbst schon nicht das Problem werden/sein dann ....
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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon zwobbl » 26. Januar 2019 16:16

Hallo,

wegen Krankheit bin ich letztes Wochenende nicht dazu gekommen, den SatPal weiter auszuprobieren und den Unicable-Router zu programmieren. :1113 Das ist dann für dieses geplant. :1128 Von einem Kollegen habe ich einen Kathrein EBC114 bekommen. Der soll dann auch den ersten 4-fach Splitter ersetzen.

techno-com hat geschrieben:.... wohl doch richtig gedeutet und hatte mich da schon gewundet warum das so aufgebaut ist mit dem 4-fach Verteiler direkt hinter dem anderen 4-fach Verteiler da oben und DANN erst 4x 28.5m bis zum VDR/PC helpmesmilie
Ganz ehrlich würde ich das da ganz anders machen ... einfach nur eine Leitung da runter verwenden (und WENN da Pegelprobleme auftreten UND auch das mit der Stromlast alles passen würde DANN nach dem 4-fach Verteiler vor der Leitung da runter zum VDR/PC den Inline-Verstärker einsetzen, also nur für diesen Strang wo wird schon die Dämpfung vom 4-fach Verteiler dann mit drauf haben und der Pegel nicht so super hoch verstärkt würde wie am jetzigen Einsatz-Ort) und unten dann VOR dem VDR/PC, ggf. sogar mit Dose wenn Pegelanpassungen notwendig WÄREN, den 4-fach Verteiler setzen der dann auf die Tuner-Eingänge geht.

Ja, den Verstärker nur in den Zweig zum VDR zu setzen, ist mir hinterher auch eingefallen und das habe ich letztens dann auch umgestöpselt.

Macht es denn technisch gesehen einen Unterschied, ob ich oben auf die 4 Kabel splitte, dann 28m Strecke überwinde und die einzelnen Tuner bediene oder nur ein Kabel verwende, nach den 28m splitte und damit 4 Tuner bediene? Hinten raus hat man in beiden Fällen doch die gleiche Dämpfung. Wird bei 4x 28 Kabel mehr Energie "verheizt"? Einstrahlung von Störungen damit erhöht?
Nur ein Kabel zu verwenden, widerspricht ein wenig Ihrer Aussage, auch im Neubau prinzipiell sternförmig zu verteilen. Man könnte die vier Leitungen ja auch als Zuleitung für verschiedene Teilnehmer/Räume sehen. Wo ist also der Vorteil, erst im Keller zu splitten? Reine Geschmackssache?

techno-com hat geschrieben:Bei diesem Aufbau hier werden viele Sachen „gefrickelt“ (ist da, bau ich ein...), damit sehr viel selbst "schlecht" gebaut ... Es ist nicht immer so das jedes Teil auch immer da hin passt wo es hin gebaut wird. Da muss die dCSS Technik selbst schon nicht das Problem werden/sein dann ....

Auch aus Fehlern kann man lernen ... :1112

Gruß
Marcel

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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon raceroad » 27. Januar 2019 11:18

zwobbl hat geschrieben:Von einem Kollegen habe ich einen Kathrein EBC114 bekommen. Der soll dann auch den ersten 4-fach Splitter ersetzen.

Dann müssen, weil der EBC 114 keine Dioden hat, die Abschlusswiderstände DC-getrennt sein, und an die "alte Axing Stichdose" darf man direkt keinen Tuner anschließen, weil dieser wegen der fehlenden Dioden die Spannung der Stammleitung sehen würde. Entsprechend müsste, falls der Schlafzimmeranschluss einmal genutzt werden soll, dort eine Dose mit Diode verwendet (… oder wie in der Skizze oben drüber ein diodenbestückter Verteiler nachgeschaltet) werden.

Macht es denn technisch gesehen einen Unterschied, ob ich oben auf die 4 Kabel splitte, dann 28m Strecke überwinde und die einzelnen Tuner bediene oder nur ein Kabel verwende, nach den 28m splitte und damit 4 Tuner bediene? Hinten raus hat man in beiden Fällen doch die gleiche Dämpfung. Wird bei 4x 28 Kabel mehr Energie "verheizt"? Einstrahlung von Störungen damit erhöht?

Egal ob man erst splittet und 4x 28 m Kabel verwendet, oder ob man den Verteiler nach 1x 28 m lokal vor den Tuner platziert: An den Verteilerausgängen steht immer derselbe Pegel bzw. dieselbe Leistung zur Verfügung. Vordergründig widerspräche es daher dem "Unicable"-Prinzip, erst zu splitten und dadurch in diesem Bereich rein vom Funktionsumfang her völlig unnötig viermal so viel Kabel zu verbrauchen.

Und in Bezug auf Ingress in die Kabel, Du hattest die Einstrahlung von Störungen angesprochen, wäre es im Prinzip besser, erst nach den 28 m zu splitten, weil auf besagtem Kabelabschnitt der Nutzpegel und damit auch das Verhältnis aus Nutzsignal zu möglichem Ingress höher läge. Mit gutem Kabel und hochwertigen Steckern ist das aber irrelevant.

Dennoch gibt es ein Argument dafür, erst zu splitten: Wenn man die vier Tuner im Bereich des PCs direkt mit einem lokal verbauten Verteiler verbände, wären diese Tuner nicht ausreichend in der Hochfrequenz entkoppelt. Jeder Tuner würde zu viel von den anderen "sehen". Von Tuner zu Tuner ist eine Entkopplung von mind. 30 dB gefordert, was nichts anderes als bedeutet, als dass die Dämpfung von Tuner zu Tuner mind. 30 dB betragen soll. Ein Verteiler entkoppelt aber typisch nur um rund 20 dB , fehlen also noch 5 dB auf jeder Seite (5 dB + 20 dB + 5 dB = 30 dB). Splittet man erst und geht über 4x 28 m zu den Tunern, bringen bereits die Kabel die nötige Dämpfung mit, während zur formalen Einhaltung der Entkopplung mit lokal verwendetem Verteiler jedem Verteilerausgang noch ein Dämpfungsglied nachgeschaltet werden müsste.


Obwohl ich diese Fragen beantwortet habe: Können alle Endgeräte, also auch der TV, das neuere Einabelprotokoll JESS (EN 50607)? Falls nicht, passen imho die ganzen Fragen dazu, wie man im Detail ein Netz optimal aufbaut, nicht dazu, einen Einkabelumsetzer zu verwenden, der nur bedingt EN 50494 ("Unicable") kann. Daran ändert auch nichts, dass der TV (im Moment) einwandfrei funktioniert. Denn entweder orientiert man sich nur an der Funktion, egal auf wie viel Glück die beruht, oder man vermeidet alles, was zu signifikant weniger Fehlertoleranz führt.

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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon zwobbl » 27. Januar 2019 16:16

Hallo raceroad,

gestern habe ich nun endlich den DPC 32 mittels SatPal neu programmiert und dann mal alles durchgemessen und dabei wohl tatsächlich einen DAU-Installationsfehler entdeckt.
Auf dem Stammausgang liefert der DPC laut SatPal einen satten Pegel um 88 dBµV. EBC114 installiert, danach auch Pegel wie erwartet. Dann den 4-fach Splitter zum Keller, 3 der Kabel blieben mit dem VDR verbunden. Pegel am Ausgang des Splitters grottenschlecht! :shock: Als ich dann das Netzteil zog, war alles bestens.
Da ich den Legacy-Ausgang bislang ja nicht nutze, hatte ich das Netzteil direkt angeschlossen ohne die mitgelieferte Einspeiseweiche. Dachte, die Ausgänge seien voneinander entkoppelt, sodass ich die Weiche nicht brauche, solange ich keine weiteren Teilnehmer bedienen muss. :1162
Mit installierter Einspeiseweiche stellt es kein Problem dar, das Netzteil anzuschließen.

Allerdings habe ich das Netzteil testweise erstmal gar nicht angebunden. Alles läuft prima. Pegel an den Geräten sind gut. Am Kabel im Schlafzimmer sollen es aktuell 69,5 dBµV auf UB 16 bei 1600 MHz sein.

Kann das direkt angeschlossene Netzteil Fehlerursache für schlechten Empfang und Artefakte am VDR sein? Warum keine am TV? Ist es normal, dass man das Netzteil nicht unbedingt benötigt? Liefern ggf. die Tunerkarten des VDR-Servers die benötigte Leistung? Das wäre ja ok, da der 24/7 läuft und sogar USV gepuffert ist. :1137

raceroad hat geschrieben:
zwobbl hat geschrieben:Von einem Kollegen habe ich einen Kathrein EBC114 bekommen. Der soll dann auch den ersten 4-fach Splitter ersetzen.

Dann müssen, weil der EBC 114 keine Dioden hat, die Abschlusswiderstände DC-getrennt sein,

Ja, alle Widerstände haben DC-Block.

raceroad hat geschrieben:und an die "alte Axing Stichdose" darf man direkt keinen Tuner anschließen, weil dieser wegen der fehlenden Dioden die Spannung der Stammleitung sehen würde. Entsprechend müsste, falls der Schlafzimmeranschluss einmal genutzt werden soll, dort eine Dose mit Diode verwendet (… oder wie in der Skizze oben drüber ein diodenbestückter Verteiler nachgeschaltet) werden.

Auch das wird immer der Fall sein, da ich an jedem Endpunkt mind. zwei Tuner haben werde.

raceroad hat geschrieben:Egal ob man erst splittet und 4x 28 m Kabel verwendet, oder ob man den Verteiler nach 1x 28 m lokal vor den Tuner platziert: An den Verteilerausgängen steht immer derselbe Pegel bzw. dieselbe Leistung zur Verfügung. Vordergründig widerspräche es daher dem "Unicable"-Prinzip, erst zu splitten und dadurch in diesem Bereich rein vom Funktionsumfang her völlig unnötig viermal so viel Kabel zu verbrauchen.

Die vier Kabel sind aus der alten Sternverteilung. Hätte ich damals schon mit Unicable geplant, hätte ich vermutlich nur eins gelegt.
Dachte halt, warum nun 3 gute Kabel ungenutzt rumgammeln lassen ... :1112

raceroad hat geschrieben:Und in Bezug auf Ingress in die Kabel, Du hattest die Einstrahlung von Störungen angesprochen, wäre es im Prinzip besser, erst nach den 28 m zu splitten, weil auf besagtem Kabelabschnitt der Nutzpegel und damit auch das Verhältnis aus Nutzsignal zu möglichem Ingress höher läge. Mit gutem Kabel und hochwertigen Steckern ist das aber irrelevant.

Das hätte ich auch so erwartet ...

raceroad hat geschrieben:Dennoch gibt es ein Argument dafür, erst zu splitten: Wenn man die vier Tuner im Bereich des PCs direkt mit einem lokal verbauten Verteiler verbände, wären diese Tuner nicht ausreichend in der Hochfrequenz entkoppelt. Jeder Tuner würde zu viel von den anderen "sehen". Von Tuner zu Tuner ist eine Entkopplung von mind. 30 dB gefordert, was nichts anderes als bedeutet, als dass die Dämpfung von Tuner zu Tuner mind. 30 dB betragen soll. Ein Verteiler entkoppelt aber typisch nur um rund 20 dB , fehlen also noch 5 dB auf jeder Seite (5 dB + 20 dB + 5 dB = 30 dB). Splittet man erst und geht über 4x 28 m zu den Tunern, bringen bereits die Kabel die nötige Dämpfung mit, während zur formalen Einhaltung der Entkopplung mit lokal verwendetem Verteiler jedem Verteilerausgang noch ein Dämpfungsglied nachgeschaltet werden müsste.

Das klingt doch gut. Das hatte ich ja versucht zu erfragen. Also stehe ich mit einem 4-fach Splitter mit an den Ausgängen nachgeschalteten Dämpfungsgliedern genauso gut da, wie mit einem 4-fach Tap, wenn ich sowieso keine weitere Stammleitung benötige? Dämpfungsglieder habe ich genug rumliegen. :1128
Dann würde ich die Verteilung nämlich an sich so lassen und nur für die 60m zum Nebengebäude direkt am Stammausgang einen TAP setzen.
Bei den TAPs lese ich immer, dass da ein Richtkoppler zum Einsatz kommt. Ist sowas besser als die Schaltung in einem Splitter?

raceroad hat geschrieben:Obwohl ich diese Fragen beantwortet habe: Können alle Endgeräte, also auch der TV, das neuere Einabelprotokoll JESS (EN 50607)? Falls nicht, passen imho die ganzen Fragen dazu, wie man im Detail ein Netz optimal aufbaut, nicht dazu, einen Einkabelumsetzer zu verwenden, der nur bedingt EN 50494 ("Unicable") kann. Daran ändert auch nichts, dass der TV (im Moment) einwandfrei funktioniert. Denn entweder orientiert man sich nur an der Funktion, egal auf wie viel Glück die beruht, oder man vermeidet alles, was zu signifikant weniger Fehlertoleranz führt.

Der TV kann beides, den habe ich momentan mit JESS in Betrieb. Bei den PC Tunerkarten habe ich noch nicht darauf geachtet. Müssen die Karten das hardwareseitig unterstützen oder wird das rein softwareseitig gesteuert? Ich meine, dass VDR erst mit einer neueren Version Unicable II unterstützte ... oder war das tvheadend?

Die UBs 1-8 bieten ja EN 50494. Ich wollte die Geräte, die nur das unterstützen eben da ansiedeln und JESS Geräte ab UB 9 programmieren. Welche Probleme kann man im Mischbetrieb denn haben?

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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon raceroad » 28. Januar 2019 13:33

zwobbl hat geschrieben:Dann den 4-fach Splitter zum Keller, 3 der Kabel blieben mit dem VDR verbunden. Pegel am Ausgang des Splitters grottenschlecht! :shock: Als ich dann das Netzteil zog, war alles bestens.
Da ich den Legacy-Ausgang bislang ja nicht nutze, hatte ich das Netzteil direkt angeschlossen ohne die mitgelieferte Einspeiseweiche.

Zunächst einmal sehe ich im Anschluss des Netzteils an den Legacy-Port nichts, was zu einer Fehlfunktion führen darf. Denn der Betrieb eines Legacy-Endgerätes mit Ebenenwahl low-horizontal läuft auf dasselbe hinaus! Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was schiefgelaufen ist. Wenn am zweiten Verteiler dieselben Schritte wie zuvor am ersten durchgeführt wurden, wäre denkbar, dass wegen des Spannungsabfalls über den zweiten Verteiler der Befehl nicht mehr erkannt wurde.

zwobbl hat geschrieben:Mit installierter Einspeiseweiche stellt es kein Problem dar, das Netzteil anzuschließen.

Netzteil über Power-Inserter a) weiterhin am Legacy-Port ober b) in der am "Unicable"-Out betriebenen Stammleitung? Variante a) würde sehr gut zur Vermutung passen, dass eine zu hohe Spannung am Legacy-Out die Erkennung des Befehls am "Unicable"-Out stört. Denn der Spannungsabfall über den PI an einem Port wäre eine Kompensation für den zusätzlichen Spannungsfall über den Verteiler am anderen. Eins Blockade wäre ein gravierender Mangel. Leider hatte ich mir das in den Tests nicht angeschaut.

zwobbl hat geschrieben:Dachte, die Ausgänge seien voneinander entkoppelt, [...]

Gemessen hatte ich jedoch umgekehrt, ob ein am Legacy-Ausgang angeschlossener, bestimmungsgemäß im SCR-Modus arbeitender Receiver belastet wird, obwohl am "Unicable"-Ausgang über den Power-Inserter das Netzteil angeschossen ist. Ziel des PI sollte ja sein, die Last von den Endgeräten fernzuhalten. Doch während der Befehlsphase war eine signifikante Last zu messen, die weiter stieg, wenn zur Simulation eines Spannungsabfalls am Kabel ein Verteiler mit Diode zwischen PI und "Unicable"-Ausgang ergänzt wurde. In der DC-Last gibt es damit wechselseitige Abhängigkeiten. Das ist eher Gefrickel als zuverlässig.

zwobbl hat geschrieben:Kann das direkt angeschlossene Netzteil Fehlerursache für schlechten Empfang und Artefakte am VDR sein?

Wenn man mit Netzteil Artefakte hätte, aber ohne nicht, dann wäre das so. Erklären könnte ich das aber nicht.

zwobbl hat geschrieben:Warum keine am TV?

Weiß ich nicht. Geht es um den TV am anderen Strang (nach dem 3-fach Verteiler)? Insbesondere, wenn der 4-fach-Splitter doch lokal vor dem VDR montiert wurde, sind die Tuner des VDRs nicht so hoch gegeneinander entkoppelt wie der TV vom VDR. Das muss aber nicht die Ursache sein.

zwobbl hat geschrieben:Das klingt doch gut. Das hatte ich ja versucht zu erfragen. Also stehe ich mit einem 4-fach Splitter mit an den Ausgängen nachgeschalteten Dämpfungsgliedern genauso gut da, wie mit einem 4-fach Tap, wenn ich sowieso keine weitere Stammleitung benötige? Dämpfungsglieder habe ich genug rumliegen. :1128

Den Hinweis auf einen 4-fach Tap kann ich nicht zuordnen, so etwas kenne ich an einem Stück und "Unicable"-tauglich nicht. Von der Planungsskizze und von angegebenen 83 dB(µV) ausgehend kommt man rechnerisch am VDR / PC auf noch 52 dB(µV). Das liegt noch über der Normuntergrenze, aber weniger sollte es möglichst nicht werden. Mit der Annahme von 83 dB(µV) stellt daher die Variante mit entfernt platziertem Verteiler, die keine zusätzliche Dämpfung zur Sicherstellung von 30 dB Entkopplung erfordert, die bessere dar. Sollten die gemessenen 88 dB(µV) stimmen, wäre dieses Argument hinfällig.

zwobbl hat geschrieben:Bei den TAPs lese ich immer, dass da ein Richtkoppler zum Einsatz kommt. Ist sowas besser als die Schaltung in einem Splitter?

Tendenziell entkoppeln Abzweiger mit Richtkoppler etwas höher als Verteiler. Wenn im Zusammenhang mit "Unicable" davon die Rede ist, dass sich ein Abzweiger besser eignet, geht es aber meist darum, dass man mit einem Abzweiger die Leistung asymmetrisch verteilen kann.

zwobbl hat geschrieben:Der TV kann beides, den habe ich momentan mit JESS in Betrieb. Bei den PC Tunerkarten habe ich noch nicht darauf geachtet. Müssen die Karten das hardwareseitig unterstützen oder wird das rein softwareseitig gesteuert?

Hardwareseitig gibt es keinen Unterschied zwischen "Unicable" und JESS. Die Art der Befehlsübermittlung ist in beiden Fällen reines DiSEqC, nur dass die Befehle nicht einem DiSEqC-Modus (wie 1.0) spezifiziert sind.

zwobbl hat geschrieben:Die UBs 1-8 bieten ja EN 50494. Ich wollte die Geräte, die nur das unterstützen eben da ansiedeln und JESS Geräte ab UB 9 programmieren. Welche Probleme kann man im Mischbetrieb denn haben?

Der Mischbetrieb macht keine Probleme. Aber u.a. der DPC-32 K korrumpiert einen in "Unicable" beschriebenen Mechanismus zur Korrektur von Rundungsfehlern im Tuning-Kommando (> vgl. Neubau SAT Anlage Einkabelsystem, Beitrag 5. Juli 2018, 20:49 Uhr).

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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon zwobbl » 28. Januar 2019 15:10

raceroad hat geschrieben:Zunächst einmal sehe ich im Anschluss des Netzteils an den Legacy-Port nichts, was zu einer Fehlfunktion führen darf. Denn der Betrieb eines Legacy-Endgerätes mit Ebenenwahl low-horizontal läuft auf dasselbe hinaus! Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was schiefgelaufen ist. Wenn am zweiten Verteiler dieselben Schritte wie zuvor am ersten durchgeführt wurden, wäre denkbar, dass wegen des Spannungsabfalls über den zweiten Verteiler der Befehl nicht mehr erkannt wurde.

Da muss ich kurz dazu sagen, dass es zwar der Legacy-Port ist, aber der Router ja auf 2x 16 UBs für Unicable programmiert ist, falls das einen Unterschied machen kann.
Zuletzt geändert von techno-com am 28. Januar 2019 15:13, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Edit by techno-com: Quotes angepasst

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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon zwobbl » 28. Januar 2019 20:14

Hallo nochmal,

:thx für die ausführliche Antwort!

raceroad hat geschrieben:Netzteil über Power-Inserter a) weiterhin am Legacy-Port ober b) in der am "Unicable"-Out betriebenen Stammleitung? Variante a) würde sehr gut zur Vermutung passen, dass eine zu hohe Spannung am Legacy-Out die Erkennung des Befehls am "Unicable"-Out stört. Denn der Spannungsabfall über den PI an einem Port wäre eine Kompensation für den zusätzlichen Spannungsfall über den Verteiler am anderen. Eins Blockade wäre ein gravierender Mangel. Leider hatte ich mir das in den Tests nicht angeschaut.

Variante a), da der Power-Inserter ja auch wieder etwas Dämpfung mit sich bringt. Der Legacy-Ausgang ist für das Obergeschoss reserviert. Da wird es nicht so viel Geräte und auch keine so langen Kabelwege geben, sodaß der PI dort keinen Rolle spielen wird. Programmiert sind die beiden Ausgänge wie gesagt als unabhängige Unicable Ports mit je 16 UBs.

raceroad hat geschrieben:Weiß ich nicht. Geht es um den TV am anderen Strang (nach dem 3-fach Verteiler)?

Ja, genau. Da habe ich nie Störungen bemerken können. Kann es sein, dass der Fernseher keine LNB-Betriebsspannung aktiv hat, die Tuner-Karten allerdings schon? Nach der Installation der letzten Digital Devices Cinestar S2 wurde das Signal am VDR ja insgesamt schlechter. Die liegen in zwei verschiedenen Versionen vor v5.x und v6.x.
Wollte nachher mal testen, was passiert, wenn ich alle vier Kabel am VDR ziehe. Ob dann wohl der TV keinen Empfang mehr hat? Irgendwo muss die Energie ja herkommen, wo ich das Netzteil momentan gar nicht angebunden habe. :1110

raceroad hat geschrieben:Insbesondere, wenn der 4-fach-Splitter doch lokal vor dem VDR montiert wurde, sind die Tuner des VDRs nicht so hoch gegeneinander entkoppelt wie der TV vom VDR. Das muss aber nicht die Ursache sein.

Der Verteiler ist wie gehabt auf dem Speicher und das werde ich wohl auch so beibehalten. Ich meine, dass am VDR noch 60dBµV ankamen, daher könnte man wohl sogar noch Dämpfungsglieder einbauen.

raceroad hat geschrieben:Den Hinweis auf einen 4-fach Tap kann ich nicht zuordnen, so etwas kenne ich an einem Stück und "Unicable"-tauglich nicht.

Ich hatte x-fach TAPs von Triax gefunden, aber da gibt es ja dann technisch gesehen nicht wirklich Bedarf für.

raceroad hat geschrieben:Der Mischbetrieb macht keine Probleme. Aber u.a. der DPC-32 K korrumpiert einen in "Unicable" beschriebenen Mechanismus zur Korrektur von Rundungsfehlern im Tuning-Kommando (> vgl. Neubau SAT Anlage Einkabelsystem, Beitrag 5. Juli 2018, 20:49 Uhr).

Habe in der diseqc.conf des VDR einmal die JESS Kommandos aktiviert und auch UBs > 8 eingetragen. Funktioniert problemlos, daher könnte ich ggf. Unicable I Unterstützung komplett weg programmieren.

Gruß
Marcel
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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon zwobbl » 29. Januar 2019 00:28

Um nochmal auf die initiale Fragestellung zurückzukommen, ob man über den SatPal die AGC Offsett Option für den DPC 32 K programmieren kann:

Ich habe die Unicable II Programmer Windows-Software sowohl von Inverto als auch von Durasat in Verbindung mit dem SatPal getestet. Kommunikation zum Gerät funktioniert an sich, der Devicestatus lässt sich abrufen.

durasat.device.status.png

Wenn man beim Erstellen einer Konfiguration Auto-Detect verwendet, wird das Gerät vom Durasat Client meist korrekt als DPC 32 K erkannt, von der Inverto Software als Modell 5151.
Wählt man auf dem Konfigurationseditor 'Read from ODU' springt die Software nach kurzer Einlesephase auf einen leeren Hauptbildschirm zurück. Ein 'Save to ODU' habe ich mich bislang nicht getraut.

Müsste das Programmieren mittels SatPal über die Software an sich funktionieren? Benötigt der DPC 32 vielleicht ein Firmware-Update, falls es da eins geben sollte?

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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon raceroad » 29. Januar 2019 16:15

zwobbl hat geschrieben:Da muss ich kurz dazu sagen, dass es zwar der Legacy-Port ist, aber der Router ja auf 2x 16 UBs für Unicable programmiert ist, falls das einen Unterschied machen kann.

Der direkte Anschluss des Netzteils an den Legacy-Port darf nicht stören, ganz egal wie die Konfiguration aussieht. Selbst wenn man gar kein Legacy mehr konfiguriert, müsste man als Hersteller einkalkulieren, dass fälschlicherweise ein nicht SCR-konfigurierter Receiver an einem Port in Betrieb genommen wird. Davon abgesehen bleibt, wenn man in der Software nur von "Unicable (Shared Output)" auf "Unicable (Independent Output)" wechselt, die Option "Legacy at Startup" aktiv.

zwobbl hat geschrieben:Variante a), da der Power-Inserter ja auch wieder etwas Dämpfung mit sich bringt.

Das sollte zwar keinesfalls so sein und stellte einen gravierenden Mangel dar, und es wäre auch wenig verständlich, da selbst im Modus "Unicable (Shared Output)" die Kommandos pro Port getrennt ausgewertet werden, aber das Fehlerbild spricht klar dafür, dass eine im Verhältnis zum Unicable-Out zu hohe Spannung am Legacy-Out die Auswertung der Schaltinformation am Unicable-Out stört. Leider hatte ich mir das nicht angeschaut.

Schon die beobachteten Lastwechsel zwischen den Ports halte ich für bedenklich. In meinem Test, der mit der Konfiguration vereinbar war, konnte ich am Legacy-Port zwar nur Sprünge auf rund 160 mA bzw. mit provoziertem Spannungsabfall in der Leitung von Power-Inserter 260 mA messen. Aber das sind ja keine allgemeingültigen Werte. Vielmehr hängt das von allen Komponenten ab. Mit einem LNB mit höhere Stromaufnahme oder einem Receiver, dessen reales Spannungsniveau noch höher liegt, wäre auch mehr Last auf den Legacy-Port übergegangen. Das mit dem PI an nur einem Port ist offenbar ein mehr schlecht als recht umgesetztes Konzept.

Kann es sein, dass der Fernseher keine LNB-Betriebsspannung aktiv hat, [...]

Nein, denn die LNB-Spannung bildet die Basis für die Steuerung des Einkabelumsetzers.

Ich hatte x-fach TAPs von Triax gefunden, [...]

Abzweiger gibt es wie Sand am Meer. Viele davon sind gar nicht für Sat geeignet, und die Sat-tauglichen bieten ganz überwiegend DC-Durchgang nur auf der Stammleitung, nicht von den Abzweigen auf den Stamm. Zum SCT 1-10 steht etwa: "DC/AC-Durchlass max. 25 V/0,5 A über alle IN-OUT-Wege, Ausgänge der Verteiler mit DC-Entkopplung durch Diode". "IN-OUT" meint die Stammleitung, zu den TAPs steht da nix.

Habe in der diseqc.conf des VDR einmal die JESS Kommandos aktiviert und auch UBs > 8 eingetragen. Funktioniert problemlos, daher könnte ich ggf. Unicable I Unterstützung komplett weg programmieren.

Ich sehe die Nutzung von "Unicable" zwar sehr kritisch, aber solange "Unicable" nur möglich ist, stört das nicht.

Müsste das Programmieren mittels SatPal über die Software an sich funktionieren? Benötigt der DPC 32 vielleicht ein Firmware-Update, falls es da eins geben sollte?

Bin ich total überfragt. Ich hatte einen DWB-32 K lediglich temporär im Einsatz.

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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon zwobbl » 30. Januar 2019 04:05

raceroad hat geschrieben:Nein, denn die LNB-Spannung bildet die Basis für die Steuerung des Einkabelumsetzers.

Dachte, dass die Geräte die Spannung vielleicht nicht permanent liefern müssen und dann nur bei Kanalwechseln aufschalten, aber in der Tat funktioniert der TV auch, wenn sonst kein Tuner eingestöpselt und auch der PI nicht verbunden ist. Man merkt aber, dass die Versorgung nicht stabil ist. Z.B. Im Moment des Ansteckens des SatPal an den Kabeln für den VDR im Keller gibt es einen kurzen Bild/Tonaussetzer am TV. Das passiert nicht, wenn der DPC 32 über den PI versorgt ist.

raceroad hat geschrieben:Bin ich total überfragt. Ich hatte einen DWB-32 K lediglich temporär im Einsatz.

Dann werde ich mal bei inverto nachfragen oder hat jemand einen guten Draht dahin? :1128
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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon zwobbl » 2. Februar 2019 13:52

raceroad hat geschrieben:Der direkte Anschluss des Netzteils an den Legacy-Port darf nicht stören, ganz egal wie die Konfiguration aussieht. Selbst wenn man gar kein Legacy mehr konfiguriert, müsste man als Hersteller einkalkulieren, dass fälschlicherweise ein nicht SCR-konfigurierter Receiver an einem Port in Betrieb genommen wird. Davon abgesehen bleibt, wenn man in der Software nur von "Unicable (Shared Output)" auf "Unicable (Independent Output)" wechselt, die Option "Legacy at Startup" aktiv.

Bin zufällig im Shop bei den Artikeldetails für den DPC 32 K weit unten auf folgenden Hinweis gestoßen

Hinweis: wird der Legacy-Ausgang (wenn dieser im Legacy-Modus arbeitet und der Schalter z.B. nicht in den 2x16 Modus umprogrammiert wurde) nicht benötigt kann über diesen das Netzteil direkt angeschlossen werden, die DC-Einspeiseweiche (Power-Inserter) kann dann entfallen.

Demnach kommt es wohl doch auf den Modus an. Ich habe mal das Netzteil gemessen, das liefert 18,8V. Über den PI angeschlossen liegen am Stammeingang des PI noch 18,3V an. Ich nehme an, dass da kein Spannungsregler eingebaut ist, sondern über eine Spule etwas Spannung abfällt. Können die 0,5V mehr beim direkten Anschluss für Probleme sorgen?

Am Stammausgang des PI liegt nichts an, da lässt wohl ein Kondensator nur HF durch. Dient das dazu, die an dem Strang angeschlossenen Geräte nicht zu belasten und den DPC 32 K nur über den PI zu versorgen? Also macht der Anschluss des Netzteils oder PI über einen ungenutzen Legacy-Anschluss an sich doch keinen Sinn.
Stellt sich mir die Frage, wo man im 2x16 Modus, wenn man wirklich beide Stränge nutzt, den PI am besten platziert. Sollte man in den Strang, in dem nicht der PI sitzt, dann evtl. einen DC-Block einsetzen, um auch auf die Geräte die Last zu "entkoppeln"? :1132
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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon techno-com » 2. Februar 2019 14:18

Das war „Vorsicht“ nach den Beiträgen hier ...
Lieber „so“ falsch als ganz falsch ....
Vorher stand der Zusatz mit „..wenn...“ nicht so drin.
Vielleicht sind wir nicht günstiger als ein Discounter oder reiner Online-Kartonschieber, aber sicherlich besser !
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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon zwobbl » 2. Februar 2019 14:30

Achso, der Zusatz ist als neu und durch die Diskussion hier entstanden. :1147
Ich werde nachher nochmal den Direktanschluss testen - sowohl im 2x16 Modus als auch Legacy - und berichten.

Statt "so" oder "ganz" falsch, wäre mir "richtig" ja am liebsten. :1112 Was würde Sie vorschlagen? PI an den Stammausgang des Unicable-Anschlusses? Oder ganz weglassen? Aktuell ist er zwecks Vermesssung nicht angeschlossen und ich bemerke zumindest keine Probleme.

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Re: Inverto SatPal, Durline DPC 32 K und AGC Offset

Ungelesener Beitragvon zwobbl » 17. Februar 2019 19:04

Es gibt von inverto eine neue Version der Unicable Programmiersoftware. Damit klappt es nun auch, die Konfiguration per SatPal vom DPC 32 K einzulesen. Das Aufspielen einer neuen Konfiguration funktioniert auch einwandfrei.


 


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