Neue Sat-Anlage - Fragen über Fragen von einem Newbie

Wissen sie nicht was sie für ihre Satanlage alles benötigen, haben sie Fragen zu unseren Komplettanlagen oder zur Planung/Installation einer Anlage (Kabelverlegung, Ausrichtung, Multischaltern, LNB etc.) ?
hentho
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Neue Sat-Anlage - Fragen über Fragen von einem Newbie

Ungelesener Beitragvon hentho » 3. Februar 2015 20:54

Guten Tag Forumsgemeinde,
guten Tag Herr Uhde,

mit großem Interesse bin ich auf Ihr Forum und Ihren Shop gestoßen nachdem ich urplötzlich und aus heiterem Himmel mit dem Thema Sat-Anlagen konfrontiert wurde.

Meine Frau und ich stehen gerade vor folgendem Problem. Wir haben ein Haus gebaut und wollten uns eigentlich mit dem Thema Fernsehen/Sat-Anlagen nicht weiter beschäftigen. Wir haben seit vielen Jahren Entertainment und laut Vorabaussage der Telekom (es war sogar ein Ingenieur der Telekom vorort) wollten wir dieses Paket auch weiterhin nutzen. Nun, nach Fertigstellung des Hauses hat uns die liebe Telekom jedoch netterweise mitgeteilt, dass der Ausbau der Leitung erst im Jahr 2016 erfolgt (vielleicht auch später, so genau wusste es nach jetzigem Stand keiner) und wir möchten nicht auf diese Hoffnung bauen und u.U. ein paar Jahre warten.

Aus diesem Grund beschäftige ich mich seit einigen Tagen mit Sat-Anlagen und bin etwas verzweifelt, da die jeweiligen Leitungen in meinem Neubau nicht wirklich dafür ausgelegt sind bzw. zu den von mir gefundenen Anlagen passen

Es wäre super, wenn mir das Forum etwas auf die Sprünge helfen könnte gerne auch mit einem verlinkten Angebot aus Ihrem Shop, falls es doch noch eine nicht zu komplizierte Lösung für mein Sat-Problem gibt.

Die Ausgangssituation stellt sich folgendermaßen dar:

- Sternverteilung aus dem Hauswirtschaftsraum (HWR) mit insgesamt 13 Anschlussdosen ( + zum Hauptanschluss ist eine zweite Leitung gelegt)
- Es wäre auch möglich nur 8 (bzw. ganz zur Not auch nur 4) Anschlüsse zu nutzen - die weiteren Anschlüsse wurden nur für die Zukunft vorgesehen.
- die Länge der einzelnen Leitungen aus der Sternverteilung beträgt zwischen 10m bis 25m
- Aus dem Spitzboden (von dem ohne Probleme eine Schüssel zu erreichen wäre) laufen leider nur zwei Leitungen in den HWR (Länge jeweils ca. 15m)
- Die Verlegung weiterer Leitungen wäre nur außen am Haus und dann durch einen Mehrspartenhauseinlass möglich - wäre jedoch eine eher unschöne Lösung.
- Die Schüssel sollte an die Giebelseite (Süd/West-Ausrichtung) und wäre >2m von den Dachkanten und den Regenrinnen entfernt - als Erdungskabel liegt bisher ein 1x10² für die noch kommende Solaranlage auf dem Spitzboden
- Das verwendete Kabel ist ein Hirschmann Koka 110HD und die Dosen sind Hirschmann EDA 302 F

Als Anlage hefte ich das ganze nochmal anschaulich an den Thread.

Zusätzlich hat meine Frau (stammt aus Finnland) nun Blut geleckt als sie von einer Sat-Anlage gehört hat und möchte gerne wissen, ob man zusätzlich zu Astra 19,2E auch Thor 0,8W mit einer solchen Sat-Anlage ansteuern kann um finnische/schwedische Sender zu bekommen.

Leider habe ich von der ganzen Materie nicht viel Ahnung und bräuchte eine fundierte Meinung (mit der aus Ihrer Sicht bestmöglichen Variante) und ein Angebot für die Komplettanlage (bis auf die Kabel und die Dosen sind noch keine weiteren technischen Einrichtungen vorhanden).

Aus den oben genannten Punkten folgt nun die folgende Zielvorstellung (ich lasse mich auch gerne von anderen Anschlussmöglichkeiten überzeugen, wenn Sie einfacher zu realisieren sind und einfach eine bessere Anlagenarchitektur darstellen):

Sat-Anlage mit Ansteuerung von Astra und Thor für 8 Dosen - bzw. 7 Dosen + Doppelleitung zum Hauptanschluss (ganz zur Not 4 Anschlusskabel) - aus der Sternverteilung (was müsste hierfür zusätzlich an Kabeln verlegt werden und welche technischen Gerätschaften werden benötigt?) - falls es keinen großen Unterschied macht, würde ich natürlich gern gleich alle 14 Anschlussdosen einbeziehen, ist aber momentan eigentlich nicht notwendig.

Freundliche Grüße aus dem Norden Deutschlands

Henning
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Re: Neue Sat-Anlage - Fragen über Fragen von einem Newbie

Ungelesener Beitragvon techno-com » 4. Februar 2015 12:38

hentho hat geschrieben:Guten Tag Forumsgemeinde,
guten Tag Herr Uhde,

Hallo und Herzlich Willkommen im Forum :1117

hentho hat geschrieben:Aus diesem Grund beschäftige ich mich seit einigen Tagen mit Sat-Anlagen und bin etwas verzweifelt, da die jeweiligen Leitungen in meinem Neubau nicht wirklich dafür ausgelegt sind bzw. zu den von mir gefundenen Anlagen passen

Dann fangen wir mal an .... das wird auf jeden Fall nicht einfach und auch nicht mit einem Beitrag von mir erledigt sein ..... ich beginne mal mit ein paar Gedankengängen/Hinweisen, da wird es dann aber sicher ein paar Rückfragen geben die wir dann weiter bearbeiten müssen :superman:

hentho hat geschrieben:- Die Schüssel sollte an die Giebelseite (Süd/West-Ausrichtung) und wäre >2m von den Dachkanten und den Regenrinnen entfernt - als Erdungskabel liegt bisher ein 1x10² für die noch kommende Solaranlage auf dem Spitzboden

hentho hat geschrieben:- Aus dem Spitzboden (von dem ohne Probleme eine Schüssel zu erreichen wäre) laufen leider nur zwei Leitungen in den HWR (Länge jeweils ca. 15m)

Hier fangen die riesen Probleme an ......
1. Erdungskabel (für Antennenerdung und für PV natürlich auch) 1x10mm² ist nicht richtig, ein Erdungskabel muss mind. 1x16mm² Kupfer (alternativ 25mm² Aluminium bzw. 50mm² Stahl) sein. Ihr verlegtes Kabel entspricht also nicht dem Soll und muss getauscht werden.
2. schreiben sie von Kabel auf dem "Spitzboden" .... alleine diese werden sich in den Blitz-gefährdeten Bereich befinden im Verlauf der Verlegung, alleine daher wird die komplette Antennenanlage schon erdungspflichtig (egal wo die Antenne dann installiert ist - auch die Verkabelung gilt in Bezug auf die Abstände die einzuhalten wären um der Erdung zu entgehen
-------- Von daher wäre es ggf. doch besser die Antenne auf das Dach zu bringen, dort wäre sie ggf. besser aufgehoben und man könnte die Erdung die dann eh für die PV-Anlage anfällt mit der Erdung der Satanlage gleich verbinden ------
Dachsparrenhalterung Herkules S48/90 (bzw. S48/130 wenn die Antenne ggf. wegen der PV-Anlage auf dem Süddach keinen Platz mehr findet und auf der Nordseite montiert werden müsste)
Dachziegel mit Kabeldurchführung
Gummi-Mastmanschette
Klebemanschette
Mastkappe mit Kabeldurchführung
Mehr dazu auch unter Montageanleitung für Dachziegel mit Mastdurchführung + Dachsparrenhalter HERKULES S48-90 (super stabil/komfortabel)
---- es wird ein Mast-naher Potentialausgleich direkt nach dem Eintritt der Kabel vom LNB kommend ins Dach hinein fällig => Mastnaher Potentialausgleich

hentho hat geschrieben:- Aus dem Spitzboden (von dem ohne Probleme eine Schüssel zu erreichen wäre) laufen leider nur zwei Leitungen in den HWR (Länge jeweils ca. 15m)

Wurde da mit Leerrohren geschlampt ?
Siehe unter DIN 18015-2:2010-11: neue Anforderungen Mindestausstattung
Für ihr Vorhaben, bei einer Standard-Ausführung mit "Legacy-Versorgung", würden pro gewünschtem Satellit 4 Kabel benötigt ... also vom LNB bis hin zum Verteilpukt von wo ab dann die Kabel in die Zimmer weiter gehen.
Es gibt in ihrem Fall wenn keine weiteren Kabel möglich sind Sonderlösungen, das wäre dann eine "Unicable-Umsetzung" ... mehr zu dieser Art von Sat-Verteilung finden sie hier in einer eigenen Rubrik => Fragen zu digitalen SAT- Einkabelsystemen ... da sollten sie sich mal in ein paar Beiträge einlesen ! Beispiel-Aufbauten für sehr viele Anlagen finden sie dazu auch unter Vormontagen- Aufbau im Schaltschrank incl Potenzialausgleich

hentho hat geschrieben:- Die Verlegung weiterer Leitungen wäre nur außen am Haus und dann durch einen Mehrspartenhauseinlass möglich - wäre jedoch eine eher unschöne Lösung.

Bleibt die Frage nach dem falschen Erdungskabel das eh getauscht werden muss ! In diesem Zug könnte man auch gleich noch fehlende Koaxkabel verlegen. ABER.... auch hier muss ein Trennungsabstand eingehalten werden vom Erdungskabel zu anderen Kabeln => Trennungsabstand

hentho hat geschrieben:- Sternverteilung aus dem Hauswirtschaftsraum (HWR) mit insgesamt 13 Anschlussdosen ( + zum Hauptanschluss ist eine zweite Leitung gelegt)

hentho hat geschrieben:Als Anlage hefte ich das ganze nochmal anschaulich an den Thread.

In ihrer Zeichnung kann ich nur 7 Anschlussdosen (6x Single + 1x Twin = 8 Kabel) erkennen.

hentho hat geschrieben:- Es wäre auch möglich nur 8 (bzw. ganz zur Not auch nur 4) Anschlüsse zu nutzen - die weiteren Anschlüsse wurden nur für die Zukunft vorgesehen.

Eine Standard-Versorgung (ohne "Unicable") würde mit den nur 2 Kabeln von der Antenne bis in den HWR max. die Versorgung von 2 Tunern/Receivern zulassen, mehr würde das nicht gehen.

hentho hat geschrieben:- die Länge der einzelnen Leitungen aus der Sternverteilung beträgt zwischen 10m bis 25m

hentho hat geschrieben:- Das verwendete Kabel ist ein Hirschmann Koka 110HD und die Dosen sind Hirschmann EDA 302 F

Das Kabel ist sehr gut (Innenleiter: 1,13 mm Kupfer), die Antennendosen ebenso tauglich ! Das Kabel ist aber nicht UV-beständig (das wäre z.B. ihr Kabel mit der Bezeichnung "UV" dahinter, ist dann schwarz, oder auch unser Kabel das wir hierfür verwenden => Hirschmann KOKA 799 B .... immer ein UV-beständiges Kabel für die Aussenverlegung verwenden (vom LNB bis zum Mast-nahen Potentialausgleich).
Lesen sie dazu mehr auch unter z.B. Satanlage: welche Komponenten? (dort der Hinweis über die Stückelung des >Kabels in z.B. 4x5m und Vorinstallation von PPC-Kompressionssteckern hier schon durch uns auf die anfallenden Kabelstücke).

hentho hat geschrieben:Sat-Anlage mit Ansteuerung von Astra und Thor für 8 Dosen - bzw. 7 Dosen + Doppelleitung zum Hauptanschluss (ganz zur Not 4 Anschlusskabel) - aus der Sternverteilung (was müsste hierfür zusätzlich an Kabeln verlegt werden und welche technischen Gerätschaften werden benötigt?) - falls es keinen großen Unterschied macht, würde ich natürlich gern gleich alle 14 Anschlussdosen einbeziehen, ist aber momentan eigentlich nicht notwendig.

So, jetzt kommen wir zu der Umsetzung .... das wird jetzt viel zu lesen geben, es sind etliche Wege die nach Rom führen, aber alle haben ihre Vor-/Nachteile !
Fangen wir mal mit nur Astra an, also nur einen Satelliten !
1. Versorgung von nur 2 Receivern/Tunern => Antenne + Twin-LNB das mit den beiden Kabeln die runter führen in den Keller dort dann verbunden wird an 2 Kabel in die Zimmer ( http://satlex.de/de/2participants-type_conf_2p_1s.html )
2. Versorgung von 9 Receivern/Tunern => Antenne + Quattro-LNB + Unicable-Multischalter Jultec JPS0501-8TN ..... Verwendung des Unicable-Ausgangs für 8 Tuner (ein Kabel das runter führt in den Keller zur Verteilung + 1x Nutzung des Legacy-Ausgang vom Multischalter für einen Receiver extra der über das 2. Kabel runter in den Keller geführt wird.
Beiträge dazu hier im Forum (ein paar von sehr vielen die das auch 1:1 fast behandeln):
Modernisierung in altem Fachwerkhaus
Umbau Kabelanlage auf Unicable (hier gleich, nur mit extra Einspeisung einer Terrestrik - UKW/DAB+/DVB-T...)
Dachleitungshalter Erdungskabel / Koaxkabel
Umrüstung von altem "Einkabelsystem" auf Unicable
Umrüstung 3 Parteien Haus von Kabel auf SAT
Viele der Beiträge versorgen hier mehr als 1 oder 2 Stränge, grundlegend erklären sie aber den Aufbau eines solchen Systems.
3. Versorgung von bis zu 12 Receivern/Tunern über JESS (siehe unter Was ist JESS (Jultec Enhanced Stacking System/DIN EN 50607)? ) - dazu ein Jultec JPS0501-12TN/MN
Dazu nur mal ein Beitrag der das erklärt => Frage zu JULTEC JPS0501-12TN/AN JESS-Einkabel-System
4. Versorgung von 18 Receivern/Tunern => Antenne + Quattro-LNB + Unicable-Multischalter Jultec JPS0501-8A und kaskadiert dahinter ein Jultec JPS0501-8TN ... jeder Unicable-Ausgang der beiden JPS-Bauteile wird über ein Kabel runter in den Keller geführt und dort besteht dann die Möglichkeit über jedes dieser Kabel über Verteiler weiter auf 8 Stränge aufzuteilen.
Kabel Umstellung auf Sat-Unicable. Konstellation korrekt?
Noch ein Beitrag dazu der das sogar mit 3 der Schalter (bei ihnen würden 2 reichen) zeigt => HILFEEEE!24 Teilnehmer Unicable Anlage

Vorteile 2. + 3. + 4. .... alle Receiver könnten mit mehr als nur Single- bzw. Twin-Versorgung versorgt (doppeltes Wort, stimmt aber) werden ... man könnte also sogar Quad-Tuner-Receiver über nur ein Kabel versorgen ... weiterhin wären alle Versorgungen fürs komplette Haus so hergestellt !
Nachteile bei Unicable: es können nur Receiver verwendet werden die auch unicable-tauglich wären .... sind aber heute fast alle Geräte von Qualitäts-Herstellern und sogar TV-Geräte mit integriertem Sat-Tuner können das schon größtenteils (Samsung, Panasonic, Technisat.....). Unicable wird oft auch "SCR", "SatCR", "EN50494" oder einfach nur "Einkabeltauglich" bei diversen Herstellern genannt.
Bei JESS (3.) wären nur die Umsetzungen 1-8 per "Unicable" nutzbar", die Umsetzungen 9-12 wären nur mit JESS-tauglichen Geräten nutzbar .... JESS ist gerade bei sehr vielen Herstellern in der "Mache", tlw. sogar schon verfügbar. Samsung, Metz, Panasonic, Kathrein uvm. bieten das sogar schon tlw. jetzt an ... wäre eine "Reserve" für ggf. spätere Erweiterungen (mehr TV-Geräte/Receiver die erst später benötigt werden).

hentho hat geschrieben:Zusätzlich hat meine Frau (stammt aus Finnland) nun Blut geleckt als sie von einer Sat-Anlage gehört hat und möchte gerne wissen, ob man zusätzlich zu Astra 19,2E auch Thor 0,8W mit einer solchen Sat-Anlage ansteuern kann um finnische/schwedische Sender zu bekommen.

Das wäre alles auch machbar mit dem 2. Satelliten .... man muss eben nur die Antenne entsprechend wählen (für den gemeinsamen Empfang von 2 Satelliten z.B. die Maximum T85 Antenne) und die LNBs entsprechend dazu wählen ....
Schauen sie mal alternativ zu dem 1. oben unter http://satlex.de/de/2participants-type_conf_2p_2s.html ....
In Sachen Unicable müsste man dann eben die Unicable-Schalter wählen die 2 Sat-Positionen unterstützen.
Ein Beitrag mal als Beispiel dafür => Umrüstung auf Unicable (2 oder mehr Satelliten) (dort allerdings mit einem recht speziellen Schalter dann umgesetzt der für ihre Ansprüche nicht ganz passt ... richtig für sie wäre da der Jultec JPS0901-6TN (der allerdings nur 6 Unicable-Umsetzungen dann hätte und auch keinen Legacy-Ausgang extra hat).
Frage: wäre es ggf. auch ausreichend wenn nur ein Anschluss (Single-Anschluss !!) mit dem Signal vom 2. Satelliten versorgt wird ? Dann könnten man das über DiSEqC-Schalter (Single-LNB für Thor) machen und dies über den Legacy-Ausgang vom Unicable-Schalter ganz normal versorgt (also nicht per Unicable) auf EINEN Strang der runter in den Verteil-Raum führt aufschalten und von dort aus dann einen Receiver (der im Wohnzimmer wäre da aber schlecht da der ja "Twin-versorgt" werden soll und das so nicht ginge !) versorgen.


Noch weiterer Lesestoff:
Satanlage aufbauen/umbauen - was ist zu beachten ? Tips
Erdung Satellitenanlage / Antennenmast + Potentialausgleich
Vormontagen- Aufbau im Schaltschrank incl Potenzialausgleich

Ich weiß, ich habe ihnen jetzt hier bald eine Ausbildung zum Satanlagen-Bauer in Auftrag gegeben durch den Lesestoff :1131 aber anders ist das alles nicht zu erklären, wirklich ! :1147
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Re: Neue Sat-Anlage - Fragen über Fragen von einem Newbie

Ungelesener Beitragvon techno-com » 4. Februar 2015 13:19

Noch etwas gerade eingefallen !

Wollen wir das ganz genau machen würde ich gerne das Haus sehen ..... da ich ja aus ihrer Email die sie gestern schon gesendet hatten ihre Adresse habe wollte ich mir das gerade mal unter http://www.dishpointer.com anschauen .... leider ist es ja ein Neubau wie sie schreiben, das Bild ist noch nicht aktuell !

Habe daher von xxx-Karten mal einen Screenshot vom Gelänge gemacht (hoffe das stimmt dort, wurde so angezeigt unter der angegebenen Hausnummer !), hängt hier an ! Bitte zeichnen sie da mal ihr Haus ein, also die Ausrichtung vom Dach/Giebelwand.
Oder schauen sie einfach mal selbst unter http://www.dishpointer.com, ggf. habe ich das einfach nicht gefunden mit der Adresse !
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Re: Neue Sat-Anlage - Fragen über Fragen von einem Newbie

Ungelesener Beitragvon hentho » 5. Februar 2015 08:59

Hallo,

vielen, vielen Dank für die Mühe und die ganzen Informationen. Werde ich wohl das ganze Wochenende damit verbringen mir die Links durchzulesen.

Mit Dishpointer hatte ich bereits geschaut und von meiner Giebelseite müssten Astra und Thor gut zu erreichen sein (Ihr Bild ist knapp neben meiner "Koppel", das Haus bzw. die Giebelseite läuft ziemlich parallel zu der Bundesstrasse.)

Vorab habe ich jedoch noch einige Fragen zu der Erdung:

In SH sind wir ja nicht unbedingt mit vielen Blitzeinschlägen gesegnet, daher werden Einfamilienhäuser hier äußerst selten mit Blitzschutz ausgerüstet (in der LBO steht auch wenig dazu drin). Wenn ich richtig informiert bin (bzw. mein Elektriker mir keinen Quatsch erzählt hat), dann braucht meine thermische Solaranlage (kein PV) keine gesonderte Blitzschutzanlage, das 10² Erdungskabel ist also nur für den Potentialausgleich und daher vollkommen ausreichend - bin ich hier auf dem Holzweg?

Bei der Sat-Anlage, wenn ich sie dann an der Giebelseite befestige, ist ein gesonderter Blitzschutz als äußere Verbindung direkt an den Ringerder möglich und die innere Erdung kann mit dem 10² Erdungskabel erfolgen. Ihre Ausführung mit den Kabeln von der Sat-Anlage in den Spitzboden habe ich jedoch nicht ganz verstanden. Gehören die Kabel denn auch zur Anlage? Und wenn Sie innerhalb des Hauses verlaufen, gehören sie dann auch in den Blitzschutzbereich? Aus den Normen kann ich diese beiden Sachen nicht wirklich herauslesen und würde mich über die Aussage eines Fachmannes sehr freuen.

Zu den anderen Sachen werde ich mich kurzfristig melden und sicherlich noch ein paar Fragen stellen.

Vielen Dank

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Re: Neue Sat-Anlage - Fragen über Fragen von einem Newbie

Ungelesener Beitragvon techno-com » 5. Februar 2015 09:14

hentho hat geschrieben:Vorab habe ich jedoch noch einige Fragen zu der Erdung:

Die Links zur ganz genauen Erklärung hatte ich ihnen im Beitrag dazu schon verlinkt .... bitte mal aufmerksam und genau durchlesen !

hentho hat geschrieben:In SH sind wir ja nicht unbedingt mit vielen Blitzeinschlägen gesegnet, ....

Das hat keinen Einfluss darauf das die Erdung eine DIN/VDE Vorschrift ist die europaweit für jedes Land und sogar Bundesland GENAU GLEICH gilt. Da wird SH nicht raus genommen weil dort ggf. weniger Blitze einschlagen als anderswo.
Wer eine Sat-Empfangsanlage errichtet (ob gewerblich oder privat) muss sich an Vorschriften halten, Unwissenheit schützt dabei vor Strafe nicht ! Wenn etwas passiert wird ihre Versicherung sicher nach Fehlern suchen um eine Zahlung zu vermeiden bzw. wenigstens zu mindern. Dabei sind fehlende Erdungskabel ein gefundenes Fressen ... bei Personenschäden droht sogar eine Freiheitsstrafe !

hentho hat geschrieben:.....daher werden Einfamilienhäuser hier äußerst selten mit Blitzschutz ausgerüstet (in der LBO steht auch wenig dazu drin).

Es geht nicht um eine Haus-Blitzschutzanlage ! Es geht um die Erdung des Antennenmastes/der Antennenanlage und der PV-Anlage ......

hentho hat geschrieben:Wenn ich richtig informiert bin (bzw. mein Elektriker mir keinen Quatsch erzählt hat), dann braucht meine thermische Solaranlage (kein PV) keine gesonderte Blitzschutzanlage, das 10² Erdungskabel ist also nur für den Potentialausgleich und daher vollkommen ausreichend - bin ich hier auf dem Holzweg?

ALLE Aufbau-/Anbauteile die sich innerhalb des "nicht Blitz-geschützten" Bereichs befinden müssen in die Erdung einbezogen werden. Dazu zählen Kabel, Metallteile (sogar Kamine) und tlw. sogar Geländer ! Also hat ihnen da jemand Quatsch erzählt - nicht nur bei der "Notwendigkeit", sondern auch bei der Umsetzung (16mm² Kabel) ! Ein Erdungskabel ist übrigens für den äußeren Blitzschutz und nicht für den inneren Blitzschutz - letzterer wird "Potentialausgleich" genannt .... der hat aber mit einem PV-Anlage absolut nichts zu tun ! Da hat jemand einfach mal ein paar Wörter durcheinander geworfen.... aber leider absolut falsch und ohne Zusammenhang !

hentho hat geschrieben:Bei der Sat-Anlage, wenn ich sie dann an der Giebelseite befestige, ist ein gesonderter Blitzschutz als äußere Verbindung direkt an den Ringerder möglich und die innere Erdung kann mit dem 10² Erdungskabel erfolgen.

Erdungksabel (1x16mm²) nicht einfach mit dem Ringerder verbinden, das muss direkt an die Haupterdungsschine (HES).
Das dort verlegt 10mm² kann als Potentialausgleichskabel dann verwendet werden, ausreichend wäre da aber ein 4mm² PA-Kabel !
Wenn die Antenne erdungspflichtig wird (egal aus welchem Grund, also Position der Montage bzw. wenn die Kabel in den nicht Blitz-geschützten Bereich laufen) dann muss hier zusätzlich ein Mast-naher PA ausgeführt werden, das hatte ich im Beitrag zuvor auch verlinkt.

hentho hat geschrieben:Ihre Ausführung mit den Kabeln von der Sat-Anlage in den Spitzboden habe ich jedoch nicht ganz verstanden. Gehören die Kabel denn auch zur Anlage? Und wenn Sie innerhalb des Hauses verlaufen, gehören sie dann auch in den Blitzschutzbereich?

Verlinkten Beitrag mal lesen, wird dort in sehr vielen Beiträgen genau erklärt.

hentho hat geschrieben:Aus den Normen kann ich diese beiden Sachen nicht wirklich herauslesen und würde mich über die Aussage eines Fachmannes sehr freuen.

Arbeiten an Blitzschutzanlage sind dem Fachpersonal unterlegen, d.h. nur eine zertifizierte Blitzschutzfachkraft darf da ran .... warum das so ist können sie gerade am besten am eigenen Körper (bzw. Haus) ersehen wenn sie sich die von ihrem Elektriker getroffenen Aussagen nochmal durchgehen und sich anschauen was für falsche Kabel jetzt schon verwendet wurden ! Oder auch das sie höchstwahrscheinlich keine Verrohrung erfahren haben wie das der eine Link den ich auch gesetzt habe oben ebenfalls als VDE vorschreibt ( DIN 18015-2:2010-11: neue Anforderungen Mindestausstattung )..... sonst hätte man ja fehlende Kabel jetzt einfach nachverlegen können !
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Wichtiger Hinweis:Zuständigkeiten verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK) und Blitzschutzfachkräfte
Informieren Sie sich dort über Folgen und Auswirkungen von Eigenleistung und lassen Sie selbst durchgeführte Installationen von entsprechender Stelle prüfen und abnehmen.
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Re: Neue Sat-Anlage - Fragen über Fragen von einem Newbie

Ungelesener Beitragvon hentho » 5. Februar 2015 17:29

Guten Tag,

leider muss ich zu der Erdung nochmal nachfragen, auch wenn dieses Thema von Ihnen verlinkt und bereits mehrfach besprochen wurde.

Ich habe eine thermische Solaranlage auf dem Dach, die nach der Montageanleitung der Firma Viessmann für den Installateur (aus dem Jahr 2014) nicht geerdet werden muss (Link Seite 52/53 - ich hoffe, dass dieser Link überhaupt zugelassen ist, ansonsten bitte löschen).

http://www.viessmann.de/content/dam/int ... hermie.pdf

Hiernach muss eine äußere Erdung nur erfolgen, wenn bereits eine Blitzschutzanlage vorgesehen ist bzw. wenn die LBO es vorschreibt. Bei mir ist beides nicht der Fall. Empfohlen wird ein Anschluss der Leitungen an den Potentialausgleich - diese Leitung ist zwar mit 10² überdimensioniert, jedoch genau für diesen Fall vorgesehen und sollte nach meiner Vorstellung durchgeschliffen auch für den inneren Schutz der Sat-Anlage/Kabel/Multischalter dienen.

Da Sie mir geschrieben haben, dass sich die Sat-Anlage voraussichtlich im Blitz-gefährdeten Bereich befindet, sollte nach meiner Vorstellung das 1X16² (bzw. die jeweiligen Alternativen) ausserhalb des Hauses über eine Anschlussfahne an den Ringerder (nach DIN 18014) angeschlossen werden, der direkt mit der HES verbunden ist.

Ich hoffe dieses ist so möglich und ich bräuchte nur die äußere Erdung für die Sat-Anlage einrichten lassen.

Zusätzlich finde ich unter Ihrem Link zur DIN 18015-2:2010-11: neue Anforderungen Mindestausstattung die Angabe zu den Leerrohren auf den Spitzboden nicht. Hier würde ich meinen Elektriker gerne auf den Pot setzen (das 10² Kabel ist ja sogar höherwertig ausgebildet und da ist von meiner Seite schwer etwas gegen zu sagen). Bzgl. Erdung hat der Elektriker sich an die Aussagen der Firma Viessmann gehalten.

Zur Anlage selbst würde ich gerne meiner Frau und meinen Kindern den Zugang zu Thor ermöglichen. Hier hatten Sie die Möglichkeit der einzelnen Leitung zu einem Receiver angedeutet, die sich sehr interessant anhört. Wäre es möglich hier eine Art Umschalter im Hauswirtschaftsraum/Keller zu setzen, so dass man nur bei Bedarf auf Thor im HWR umschaltet, ansonsten aber über Astra schaut (gibt es einen Receiver, der dieses Umschalten mitmacht?).

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Re: Neue Sat-Anlage - Fragen über Fragen von einem Newbie

Ungelesener Beitragvon techno-com » 6. Februar 2015 06:49

hentho hat geschrieben:Guten Tag,

Hallo zurück....

hentho hat geschrieben:Ich habe eine thermische Solaranlage auf dem Dach, die nach der Montageanleitung der Firma Viessmann für den Installateur (aus dem Jahr 2014) nicht geerdet werden muss (Link Seite 52/53 - ich hoffe, dass dieser Link überhaupt zugelassen ist, ansonsten bitte löschen).

http://www.viessmann.de/content/dam/int ... hermie.pdf

Haben sie die rot markierte Stelle als Infos vom ausführenden Elektriker oder haben sie das selbst so raus gelesen ?
Auf jeden Fall entnehme ich diesem Schreiben GENAU das Gegenteil von dem was sie hier gerade schreiben ....... OK, dafür muss man von der Sache Ahnung haben und das was dort steht richtig "deuten", aber das sollte einer machen der Viessmann Datenblätter/Aufbauanleitungen liest und vor allem solche Sachen installiert .... also der Erbauer der Anlage ! Scheint aber so als hätte der das falsch verstanden was dort steht oder einfach gesagt er hatte davon keine Ahnung und machte trotzdem was er angenommen/aus dem Datenblatt raus gelesen hat .... aber eben falsch / Norm-widrig / grob fahrlässig falsch !

hentho hat geschrieben:Hiernach muss eine äußere Erdung nur erfolgen, wenn bereits eine Blitzschutzanlage vorgesehen ist bzw. wenn die LBO es vorschreibt.

Nein, falsch ! Die im Schreiben angesprochene "Blitzschutzanlage" ist eine Haus-Blitzschutz-Anlage, das hat aber mit dem ganzen Rest der Vorschriften absolut nichts zu tun, und das wird sogar alles in dem Viessmann-Schreiben weiterführend ganz genau in Text und sogar im Bild erklärt !

B.1.6.4 Blitzschutz
Die Installation einer Blitzschutzanlage ist freiwillig, sofern keine behördliche Verordnung (z.B. Landesbauordnung) dies vorschreibt. Je nach Lage eines Gebäudes, dessen Höhe und der Art der Nutzung können die Behörden einen Gefährdungspegel festlegen, aus dem sich die jeweilige Blitzschutzklasse ergibt. Sie ist ausschlaggebend für Notwendigkeit und Ausführung der Blitzschutzanlage.

Für Kollektoren sowie deren Befestigung und Komponenten gelten die gleichen Regeln wie für alle blitzschlaggefährdeten Gebäudeteile und Installationen. Bei der Installation thermischer Solaranlagen müssen daher die einschlägigen Verordnungen und anerkannten technischen Regeln zum Blitzschutz berücksichtigt werden. Das betrifft die Abwehr von Gefahren durch direkte Blitzeinschläge (äußerer Blitzschutz) und durch induzierte Überspannungen (innerer Blitzschutz).

a. Äußerer Blitzschutz
Ist bereits eine Blitzschutzanlage vorhanden, müssen Kollektoren und deren Befestigung grundsätzlich in diese integriert werden. Aus dieser Änderung ergibt sich die Notwendigkeit, die gesamte Blitzschutzanlage auf den aktuellen technischen Stand zu bringen. Ältere Blitzschutzanlagen, die technisch überholt bzw. nicht mehr normgerecht sind, genießen zwar Bestandsschutz, der jedoch erlischt, sobald Änderungen an der Anlage vorgenommen werden.
....
....
Gebäude ohne Blitzschutzanlage
Das Risiko eines direkten Blitzeinschlages wird durch die Montage eines Kollektorfeldes auf einem geneigten Dach nicht erhöht.

Anders verhält es sich bei der Montage auf einem Flachdach. Hier sind die Kollektoren häufig exponierte Punkte und daher potenzielle Einschlagpunkte. Für die Solaranlage sind daher Schutzmaßnahmen notwendig.

Ausreichenden Schutz bietet die Erdung der metallenen Komponenten über eine außen verlegte Erdungsleitung (unter Beachtung des Trennungsabstands zu anderen metallischen Bauteilen), die mit dem Fundamenterder oder einer anderen geeigneten Erdungseinrichtung verbunden wird.

Zur Bewertung des Blitzschadensrisikos bietet die DIN EN 62305 Teil 2 verschiedene Verfahren bzw. Hilfsmittel an. Zur schnellen Orientierung, ob und welche Maßnahmen zu ergreifen
sind, dient die Übersicht in Abb. B.1.6–23.

b. Innerer Blitzschutz
Der innere Blitzschutz verhindert bei direkten Blitzeinschlägen in das Gebäude Schäden durch Überschläge in die Gebäudeinstallation.

Bei Gebäuden und Kollektoren ohne äußeren Blitzschutz müssen Vor- und Rücklaufleitung des Primärkreises genauso wie alle anderen Installationsleitungen in den Hauptpotenzialausgleich integriert werden.

Ist die Kollektoranlage auf einem Gebäude mit äußerem Blitzschutz installiert und genügend Abstand zwischen Kollektorkomponenten und Blitzschutzanlage vorhanden, kann ebenso
verfahren werden.

Im Fall eines separat geerdeten Kollektorfeldes (Flachdach ohne Blitzschutzanlage) ist die Einbindung des Solarkreises in den Hauptpotenzialausgleich durch Kupferkabel mit mindestens 16 mm² empfehlenswert.

Der innere Blitzschutz ist außerdem bedeutsam bei der Gefährdung von Anlagenkomponenten durch Naheinschläge, er reduziert dabei die Gefahr von Überspannungen durch elektromagnetische Blitzimpulse im Gebäude und schützt die Anlagenkomponenten. Zur Gefahrenabwehr werden sogenannte Blitzschutzdosen als Überspannungsschutz eingesetzt.


Weiterhin steht dort sogar noch der Hinweis:
Die Montage von Kollektoren auf Dächern wirft Fragen zum Blitzschutz auf. Muss eine Blitzschutzanlage erstellt bzw. überarbeitet werden, ist entsprechende Fachkompetenz erforderlich.


Wer aus dem Text als Installateur nichts heraus lesen konnte dem wurde in dem verlinkten .pdf das noch als Grafik zur Verfügung gestellt ....
(auch dort mit Aussagen wie z.B. "in der Regel" ..... aber eine "Fachkompetenz" die zum Erbauen einer Blitzschutzanlage Voraussetzung ist kann diese deuten bzw. sollte es können !)
Solarthermie_PV_Erdung_Blitzschutzuebersicht_Vorgaben-Erklarung_Viessmann.JPG
Solarthermie_PV_Erdung_Blitzschutzuebersicht_Vorgaben-Erklarung_Viessmann (mit Anmerkungen + Markierungen)


hentho hat geschrieben:Bzgl. Erdung hat der Elektriker sich an die Aussagen der Firma Viessmann gehalten.

NEIN ! Das kann ich nur stehen lassen wenn er von Viessmann diese Info mündlich oder extra noch einmal schriftlich in einem anderen Schreiben als dem verlinkten erhalten hat. Das verlinkte Schreiben ist eindeutig, die Umsetzung dazu aber grob falsch !

hentho hat geschrieben:Empfohlen wird ein Anschluss der Leitungen an den Potentialausgleich -

Ja, aber nur wenn:
1. die Anlage nicht im Blitz-gefährdeten Bereich installiert ist (was glaube ich sehr selten überhaupt vorkommen kann .... es gelten die Regeln dafür wie im schon verlinkten Erdungsbeitrag grafisch dargestellt, also die Abstände aus dem dort gezeigten Bild)
2. keine Trennungsabstände verletzt werden
Nur dann reicht ein PA aus, in ihrem Fall aber ist 1. + 2. verletzt und damit eine vollwertige Erdung durchzuführen (äußerer Blitzschutz).

hentho hat geschrieben:.... diese Leitung ist zwar mit 10² überdimensioniert, jedoch genau für diesen Fall vorgesehen und sollte nach meiner Vorstellung durchgeschliffen auch für den inneren Schutz der Sat-Anlage/Kabel/Multischalter dienen.

Ihre Solarthermie/PV muss jetzt zuerst einmal richtig dem äußeren Blitzschutz unterzogen werden (und das dann auch verwendet werden für die Satanlage mit).... dann wird das 10mm² Kabel frei und kann in Zukunft für den Potentialausgleich der Satanlage verwendet werden.

hentho hat geschrieben:Zusätzlich finde ich unter Ihrem Link zur DIN 18015-2:2010-11: neue Anforderungen Mindestausstattung die Angabe zu den Leerrohren auf den Spitzboden nicht. Hier würde ich meinen Elektriker gerne auf den Pot setzen (das 10² Kabel ist ja sogar höherwertig ausgebildet und da ist von meiner Seite schwer etwas gegen zu sagen).

Auch hier dann eine Verletzung von DIN-Vorschriften (die ein gewerblicher Bauer einzuhalten hat) .....
1. keine Verrohrung
2. fehlender Blitzschutz für Solarthermie-Anlage auf dem Dach

hentho hat geschrieben:Zur Anlage selbst würde ich gerne meiner Frau und meinen Kindern den Zugang zu Thor ermöglichen. Hier hatten Sie die Möglichkeit der einzelnen Leitung zu einem Receiver angedeutet, die sich sehr interessant anhört. Wäre es möglich hier eine Art Umschalter im Hauswirtschaftsraum/Keller zu setzen, so dass man nur bei Bedarf auf Thor im HWR umschaltet, ansonsten aber über Astra schaut (gibt es einen Receiver, der dieses Umschalten mitmacht?).

Verstehe ich das richtig das ihnen der 2. Satellit nur in einem Zimmer (HWR) ausreichen würde ? Dort also dann nur in diesem Raum Astra UND Thor ?
Das wäre ganz einfach möglich .... da ist das 2. Kabel das vom Dach kommend runter liegt dann Gold wert.
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Re: Neue Sat-Anlage - Fragen über Fragen von einem Newbie

Ungelesener Beitragvon hentho » 10. Februar 2015 23:13

Vielen, vielen Dank für Ihre sehr ausführlichen und kompetenten Antworten!

Leider ist es ja als „normaler“ Häuslebauer so, dass man sich nicht mit allen Themen auskennen/beschäftigen kann und auf die jeweiligen Fachkräfte vertraut. Wenn dann noch plötzliche notwendige Änderungen – der Telekom sei Dank – ins Haus stehen, die jeweiligen Fachleute doch nicht so fachkundig sind wie gedacht und ich als Laie noch meinen Senf dazugebe, ist das Durcheinander komplett.

Bzgl. Erdung (äußerem Blitzschutz) von Sat-Anlagen habe ich noch zwei abschließende Fragen. Nach Rücksprache mit dem Elektriker wurde von dem Großhändler fälschlicher Weise 10² Potentialausgleichskabel anstatt 6² geliefert (er baut grundsätzlich für den inneren Blitzschutz 6² ein) und von ihm daher verlegt.
Ferner ist er davon ausgegangen, dass die Anlage im Blitz-geschützten Bereich aufgebaut wird, daher wurde bisher kein äußerer Blitzschutz vorgesehen. Für die Solarthermie-Anlage, die im Frühjahr auf mein Dach kommt, wird ein solcher äußerer Blitzschutz noch ausgebildet.

Nun habe ich noch zwei abschließende Fragen zu dem äußeren Blitzschutz:

1. Habe ich es von dem Elektriker richtig verstanden, dass, wenn die Leitungen in den Spitzboden unter Putz verlegt werden (bei mir die einzigen Teile der Antennenanlage, die eigentlich im Blitz gefährdeten Bereich liegen), ich dann Normgerecht verlegt habe und der äußere Blitzschutz entfallen kann?

2. Wenn ich doch einen äußeren Blitzschutz haben möchte, würde der Elektriker dann aus Ihrer Sicht Normenkonform handeln, wenn das 1X16² Kupferkabel (bzw. die jeweiligen Alternativen) außerhalb des Hauses von der Solarthermieanlage kommend, verbunden mit der Antennenanlage über eine Anschlussfahne an den Ringerder (ausgebildet nach DIN 18014) angeschlossen werden würde, wenn dieser Erder direkt mit der HES verbunden ist (somit ist die 16² Leitung nicht direkt, sondern nur über den äußeren Ringerder - nicht Fundamenterder- mit der HES verbunden)? Laut Aussage des Elektrikers würde er sich den Blitz nie ins Haus holen und daher mit Anschlussfahne an den Ringerder anschließen (er könne auch immer nachweisen, dass er den Anschluss damit Normengleich bzw. sogar besser ausgebildet hat).


Nun zu dem schöneren Teil und der eigentlichen Fragestellung weshalb ich auf dieses Forum aufmerksam wurde – der Anlage selbst:

Die Lage des Hauses habe ich Ihnen unten eigezeichnet (es läuft parallel zum Knick, die Giebelseite zeigt zum Knick). Gibt es irgendwelche signifikanten Vorteile eine Schüssel auf dem Dach zu installieren? Aus optischen Gründen würde ich die Lage an der Giebelseite bevorzugen.
Zusätzlich habe ich in den von Ihnen verlinkten Beiträgen gelesen und mich, soweit es die Zeit zuließ, über Unicable, Einbindung des 2. Satelliten und Verteilung informiert.

Die für mich wohl erstmal passendste Lösung für die nächsten Jahre erscheint dabei die von Ihnen aufgezeigte Variante 2 mit dem Zusatz des Single LNBs zu sein (bzw. u.U. ein zweiter Quattro LNB mit anderem Multischalter - Variante 2):

Variante 1:

a) Antenne + Quattro-LNB + Unicable-Multischalter, dann 6 Unicable – fähige Receiver + Unicable-fähigen Twin-Receiver
b) zusätzlich Single-LNB + DiSEqC-Schalter über den Legacy-Ausgang des Multischalters als Versorgung eines Receivers mit Astra und Thor über die zusätzliche Leitung vom Spitzboden

Als Komponentenliste habe ich bisher folgende Sachen herausgefunden – was meinen Sie zu den Teilen und haben Sie noch Ergänzungen/Verbesserungsvorschläge? Den Aufbau habe ich unten nochmal graphisch dargestellt.
Schüssel: z.B. TRIAX TD88 (gibt es irgendwelche gravierenden Unterschiede zwischen der Stahl und Alu Variante – Vor-/Nachteile?)
Wandhalter: z.B. Dur-Line Wandhalter 35
Quattro LNB: z.B. Inverto Black
Single LNB: z.B. Inverto Black
LNB-Halter: Triax Flexi-Block Multifeedhalter 2-fach
Kabel vom LNB zum Multischalter: Hirschmann Koka 799B, aufgeteilt auf 5 Kabel, jeweils 4m (vom Quattro LNB + Single LNB)
Stecker: F-Kompressionsstecker
Unicable Multischalter: Inverto IDLP-UST111-CUO10-8PP oder Jultec JPS0501-8TN
Erdungsblock: Erdungsblock für 7 Anschlüsse mit F-Anschluss-Technik
DiSEqC-Schalter:
Verteiler: 1x Kathrein EBC10 + 2x Kathrein EBC14 (gibt es hier keinen 8-fach Verteiler?)
Receiver: 1xTwin-Receiver unicablefähig, 6x unicablefähige Receiver, 1XReceiver für 2 Satelliten
Wie bereits beschrieben, habe ich in der ganzen Verteilung das Kabel Hrischmann Koka 110HD und die Dosen Hirschmann EDA 302 F.

Als 2. Variante habe ich einen Inverto IDLP-USS200 – CUO10-8PP Multischalter für 2 LNBs gewählt. Ansonsten ein recht ähnlicher Aufbau.
Wäre diese Variante auch möglich? Dann hätte ich für einen unwesentlich höheren Preis auf allen 9 Anschlüssen auch die Möglichkeit über den Satelliten Thor zu schauen.

Abschließend noch einige Fragen:
1. Wäre der Durchmesser der Schüssel ausreichend für die doch recht weit entfernten Satelliten Astor und Thor?
2. Welche guten aber auch recht preiswerten Receiver könnten Sie für die jeweiligen Anschlüsse (Variante 1: TWIN-Receiver Unicable fähig, Receiver Unicable fähig, Receiver für 2 Satelliten aber nicht zwangsläufig Unicable fähig bzw. in der Variante 2: Receiver für 2 Satelliten und Unicable-fähig, TWIN-Receiver für 2 Satelliten und Unicable-fähig) empfehlen.
3. Sind die Hirschmann EDA 302 F Dosen für alle Möglichkeiten ausreichend? Bzw. welche Dose würde ich für den TWIN Receiver benötigen?
4. Müsste die Dämpfung jeweils noch berechnet bzw. Widerstände gesetzt werden? Wie und Wo?
5. Die Kabellänge zwischen DiseqC-Schalter und Antennendose (also bei dem Receiver, der ohne Unicable versorgt wird) beträgt knapp 30m. Ich habe gelesen, das der Legacy-Ausgang bei vielen Multischaltern nicht verstärkt wird, sollte man hier einen gesonderten Verstärker setzen oder sollte das Signal für knapp 30m + einer zusätzlichen Kopplung im Anschlussraum ausreichend sein?

Vielen Dank für Ihre ausführlichen Ausführungen und die jeweiligen Erklärungen. Wie man wahrscheinlich erkennen kann, hatte ich leider bisher nicht die Zeit mich mit allen Komponenten wirklich ausführlich zu beschäftigen.

Gruß
H. Thomsen
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Re: Neue Sat-Anlage - Fragen über Fragen von einem Newbie

Ungelesener Beitragvon techno-com » 11. Februar 2015 13:08

hentho hat geschrieben:Vielen, vielen Dank für Ihre sehr ausführlichen und kompetenten Antworten!

:thx gebe mein Bestes

hentho hat geschrieben:Leider ist es ja als „normaler“ Häuslebauer so, dass man sich nicht mit allen Themen auskennen/beschäftigen kann und auf die jeweiligen Fachkräfte vertraut.

Hier ist es eben oft so das eine "Fach"kraft keine fachlichen Kentnisse hat und diese dann auch nicht anwenden kann (in ihrem Bsp. deutete ein gewerblicher Erbauer von PV-Anlagen eine Blitzschutz-Beschreibung vom Hersteller schon falsch .... was hat ein PV-Erbauer eigentlich an einer solchen Blitzschutzvorrichtung zu suchen wenn er doch davon absolut keine Ahnung hat ?).
Nicht umsonst gibt es die Aussage "Arbeiten an Blitzschutzananlagen sind dem Fachpersonal vorbehalten" .... OK, die findet man sehr selten ! Daher lieber jemanden ran lassen der sich wenigstens etwas damit auskennt... aber in ihrem Fall sind da ja null Kentnisse bei der ausführenden "Fach"kraft (für PV-Anlagen) vorhanden. Wenn jemand davon keine Ahnung hat, Finger weg ! Und dann diese Arbeiten einem Sub übergeben der für diese Arbeiten geeignet ist. Das sollte sich so jemand dann aber auch zugestehen und nicht so einen fachlichen Unfug da verbauen.
Das ist grob fahrlässig ! importantnotice

hentho hat geschrieben:Wenn dann noch plötzliche notwendige Änderungen – der Telekom sei Dank – ins Haus stehen, die jeweiligen Fachleute doch nicht so fachkundig sind wie gedacht und ich als Laie noch meinen Senf dazugebe, ist das Durcheinander komplett.

Hier hat eine der Fachkräfte vergessen DIN/VDE Vorschriften der Verrohrung einzuhalten ==> DIN 18015-2:2010-11: neue Anforderungen Mindestausstattung
Klare Aussage in dieser Vorschrift "Kabel der Telekommunikation müssen austauschbar verlegt werden" was nichts anderes bedeutet das sie in einem Leerrohr verlegt werden MÜSSEN und später jederzeit über dieses ausgetauscht bzw. mit weiteren Kabel erweitert werden können. Da hat die Telekom keine Schuld dran ! Auch wird ihnen sicherlich mal irgendwo ein Kabel fehlen, bei einer fachgerecht durchgeführten Verrrohrung hätten sie so immer die Möglicheit diese einfachst nach zu verlegen. Wenn ein Kabel aber nur in die Wand eingeputzt wird (oder was auch oft zu sehen ist zwischen Ende vom Leerrohr und der Dose 10cm fehlen die nur zugeputzt werden :1162 ) besteht diese Möglichkeit für sie nie wieder. Das ist eine enorme Wertmindung der Arbeit und noch dazu der Immobilie (noch vor Fertigstellung).

hentho hat geschrieben:Bzgl. Erdung (äußerem Blitzschutz) von Sat-Anlagen habe ich noch zwei abschließende Fragen. Nach Rücksprache mit dem Elektriker wurde von dem Großhändler fälschlicher Weise 10² Potentialausgleichskabel anstatt 6² geliefert (er baut grundsätzlich für den inneren Blitzschutz 6² ein) und von ihm daher verlegt.

Hier verwechseln sie immer noch etwas !!! Der äußere Blitzschutz MUSS über ein NYY-J 1x16mm² Erdungs-/Blitzschutzkabel hergestellt werden und das hat mit einem "Potentialausgleich" überhaupt nichts zu tun. Ich hatte dazu vorab auch schon geschrieben:
techno-com hat geschrieben:Hier fangen die riesen Probleme an ......
1. Erdungskabel (für Antennenerdung und für PV natürlich auch) 1x10mm² ist nicht richtig, ein Erdungskabel muss mind. 1x16mm² Kupfer (alternativ 25mm² Aluminium bzw. 50mm² Stahl) sein. Ihr verlegtes Kabel entspricht also nicht dem Soll und muss getauscht werden.


hentho hat geschrieben:Ferner ist er davon ausgegangen, dass die Anlage im Blitz-geschützten Bereich aufgebaut wird, daher wurde bisher kein äußerer Blitzschutz vorgesehen.

hentho hat geschrieben:Für die Solarthermie-Anlage, die im Frühjahr auf mein Dach kommt, wird ein solcher äußerer Blitzschutz noch ausgebildet.

Die PV-Anlage wird ja aber mit 100%iger Sicherheit im nicht Blitz-geschützten Bereich errichtet .... in der Planung hätte alleine hier schon alles vorbereitet werden müssen (im Rohbau und nicht wenn schon alles fertig ist). Alleine hier wird ja schon ein Erdungskabel (1x16mm²) fällig und weiterhin alle anderen Kabel die für eine PV notwendig sind. So etwas plant man vorher und lässt das nicht "auf Putz" dann verlegen wenn die PV dann letzendlich kommt. Wie schaut den das dann aus ? Das hätte man alles vorher im Rohbau schon verlegen müssen ......

hentho hat geschrieben:1. Habe ich es von dem Elektriker richtig verstanden, dass, wenn die Leitungen in den Spitzboden unter Putz verlegt werden (bei mir die einzigen Teile der Antennenanlage, die eigentlich im Blitz gefährdeten Bereich liegen), ich dann Normgerecht verlegt habe und der äußere Blitzschutz entfallen kann?

Nein, hier wird dann der Trennungsabstand verletzt (ob auf unter unter Putz) ! Das heißt wenn alleine nur ein Teil der Satanlage (dazu zählen auch die Koaxkabel) in den nicht geschützten Bereich eindringen wird die komplette Antennenanlage erdungspflichtig (äußerer + innerer Blitzschutz).
Unter Putz ist der Trennungsabstand nur anders zu berechnen, siehe Formel dazu:
Trennungsabstand "s" = Länge bis PA-Ebene "l" * 0,04 in Luft bzw. 0,08 durch und über feste Stoffe.

Gegen ungeerdete leitende Hausteile in Blitzschutzklasse 3 orientiere ich mich inoffiziell an der bis 2006 gültigen Formel mit Bezug auf die Höhe über Grund und 25 % höheren Koeffizienten, woraus sich diese Faustformel ableitet:

Trennungsabstand "s" = Höhe über Grund "h" * 0,05 in Luft bzw. 0,1 durch und über feste Stoffe.

Zu der Sache hatte ich vorher schon geschrieben:
techno-com hat geschrieben:2. schreiben sie von Kabel auf dem "Spitzboden" .... alleine diese werden sich in den Blitz-gefährdeten Bereich befinden im Verlauf der Verlegung, alleine daher wird die komplette Antennenanlage schon erdungspflichtig (egal wo die Antenne dann installiert ist - auch die Verkabelung gilt in Bezug auf die Abstände die einzuhalten wären um der Erdung zu entgehen


hentho hat geschrieben:Für die Solarthermie-Anlage, die im Frühjahr auf mein Dach kommt, wird ein solcher äußerer Blitzschutz noch ausgebildet.

hentho hat geschrieben:2. Wenn ich doch einen äußeren Blitzschutz haben möchte, würde der Elektriker dann aus Ihrer Sicht Normenkonform handeln, wenn das 1X16² Kupferkabel (bzw. die jeweiligen Alternativen) außerhalb des Hauses von der Solarthermieanlage kommend, verbunden mit der Antennenanlage über eine Anschlussfahne an den Ringerder (ausgebildet nach DIN 18014) angeschlossen werden würde, wenn dieser Erder direkt mit der HES verbunden ist (somit ist die 16² Leitung nicht direkt, sondern nur über den äußeren Ringerder - nicht Fundamenterder- mit der HES verbunden)?

Für die Erdung würde ich den PV-Errichter zuständig machen, der muss das ja eh machen !
Wenn sie das so machen wie hier beschrieben müsste ein Entlastungserder außen am Haus gesetzt werden meiner Meinung nach, d.h. ein 2.5m langer Erder bis 0.5m unter Erde versenkt werden (also 3m insgesamt) und dieser dann mit ihrem Ringerder verbunden werden (der ja wiederrum mit der HES verbunden ist). Das alles mit blitzstromtragfähigen Komponenten !

hentho hat geschrieben:Laut Aussage des Elektrikers würde er sich den Blitz nie ins Haus holen und daher mit Anschlussfahne an den Ringerder anschließen (er könne auch immer nachweisen, dass er den Anschluss damit Normengleich bzw. sogar besser ausgebildet hat).

Diesen Nachweis würde ich gerne sehen und auch die Begründung wie man sich den Blitz ins Haus "holt" wenn man normgerecht direkt an die HES erdet (die ja eh wiederrum mit dem Ring-/Fundamenterder verbunden ist und sich ein Blitzstrom schon seinen Weg sucht....).

hentho hat geschrieben:Nun zu dem schöneren Teil und der eigentlichen Fragestellung weshalb ich auf dieses Forum aufmerksam wurde – der Anlage selbst:

Ja, das ist ja auch Teil des Beitrages hier :1131

hentho hat geschrieben:Die Lage des Hauses habe ich Ihnen unten eigezeichnet (es läuft parallel zum Knick, die Giebelseite zeigt zum Knick). Gibt es irgendwelche signifikanten Vorteile eine Schüssel auf dem Dach zu installieren? Aus optischen Gründen würde ich die Lage an der Giebelseite bevorzugen.

Genau wegen der Optik würde ich das alles aufs Dach machen, in ihrem Fall auf die linke Seite des Hausdaches (das würfte Nord-West Ausrichtung sein) weil auf die Süd-Seite ja die PV-Anlage kommen wird. Montage mit dem bereits erwähnten längeren 130cm Herkules Dachsparrenhalter.
Geerdet werden muss bei ihnen eh.... es ist aber sicherlich schöner wenn das Erdungskabel und auch die notwendige Koaxverkabelung + das Potentialausgleichskabel 1x4mm² dann übers Dachgeschoss bzw. unter den Ziegeln von der PV-Anlage (Erdungskabel) bzw. Koaxkabel + PA-Kabel (vom Multischalter-Aufbau aus) zum Mast geführt werden kann als wenn man dies frei an der Wand entlang noch "auf Putz" dann zum Montageort an der Giebelwand führt ..... wenn da bereits Koaxkabel unter Putz liegen (müssten ja 5/8 sein je nach gewünschter Umsetzung) dann fehlen ja zumindest das Erdungs- + PA-Kabel immer noch ! Verwenden sie diese Koaxkabel dann mal später ggf. für eine Videoüberwachung :1147 Das Koaxkabel kann auch als Stromkabel dafür verwendet werden ....
Auch hier hole ich noch einmal etwas geschriebenes für die Auffrischung von oben runter:
techno-com hat geschrieben:Dachsparrenhalterung Herkules S48/90 (bzw. S48/130 wenn die Antenne ggf. wegen der PV-Anlage auf dem Süddach keinen Platz mehr findet und auf der Nordseite montiert werden müsste)
Dachziegel mit Kabeldurchführung
Gummi-Mastmanschette
Klebemanschette
Mastkappe mit Kabeldurchführung
Mehr dazu auch unter Montageanleitung für Dachziegel mit Mastdurchführung + Dachsparrenhalter HERKULES S48-90 (super stabil/komfortabel)
---- es wird ein Mast-naher Potentialausgleich direkt nach dem Eintritt der Kabel vom LNB kommend ins Dach hinein fällig => Mastnaher Potentialausgleich


hentho hat geschrieben:Die für mich wohl erstmal passendste Lösung für die nächsten Jahre erscheint dabei die von Ihnen aufgezeigte Variante 2 mit dem Zusatz des Single LNBs zu sein (bzw. u.U. ein zweiter Quattro LNB mit anderem Multischalter - Variante 2):

Das bleibt ihnen überlassen, denken sie aber bei Variante 1 dann gleich trotzdem daran 8 Koaxkabel von den LNBs zum Multischalter zu führen... auch wenn jetzt bei Variante 1 noch 5 ausreichen würden ! Vorher machen ist einfach, später (das sehen sie ja gerade sehr negativ selbst gerade) ist alles viel schwerer und tlw. nur unschön durchzuführen.

hentho hat geschrieben:Variante 1:

a) Antenne + Quattro-LNB + Unicable-Multischalter, dann 6 Unicable – fähige Receiver + Unicable-fähigen Twin-Receiver
b) zusätzlich Single-LNB + DiSEqC-Schalter über den Legacy-Ausgang des Multischalters als Versorgung eines Receivers mit Astra und Thor über die zusätzliche Leitung vom Spitzboden

Hört sich hier sehr gut an, da haben sie viel gelesen :1147

hentho hat geschrieben:Als Komponentenliste habe ich bisher folgende Sachen herausgefunden – was meinen Sie zu den Teilen und haben Sie noch Ergänzungen/Verbesserungsvorschläge? Den Aufbau habe ich unten nochmal graphisch dargestellt.
Schüssel: z.B. TRIAX TD88 (gibt es irgendwelche gravierenden Unterschiede zwischen der Stahl und Alu Variante – Vor-/Nachteile?)
Wandhalter: z.B. Dur-Line Wandhalter 35
Quattro LNB: z.B. Inverto Black
Single LNB: z.B. Inverto Black
LNB-Halter: Triax Flexi-Block Multifeedhalter 2-fach
Kabel vom LNB zum Multischalter: Hirschmann Koka 799B, aufgeteilt auf 5 Kabel, jeweils 4m (vom Quattro LNB + Single LNB)
Stecker: F-Kompressionsstecker
Unicable Multischalter: Inverto IDLP-UST111-CUO10-8PP oder Jultec JPS0501-8TN
Erdungsblock: Erdungsblock für 7 Anschlüsse mit F-Anschluss-Technik
DiSEqC-Schalter:
Verteiler: 1x Kathrein EBC10 + 2x Kathrein EBC14 (gibt es hier keinen 8-fach Verteiler?)
Receiver: 1xTwin-Receiver unicablefähig, 6x unicablefähige Receiver, 1XReceiver für 2 Satelliten
Wie bereits beschrieben, habe ich in der ganzen Verteilung das Kabel Hrischmann Koka 110HD und die Dosen Hirschmann EDA 302 F.

hentho hat geschrieben:1. Wäre der Durchmesser der Schüssel ausreichend für die doch recht weit entfernten Satelliten Astor und Thor?

Antenne => passt nicht, mit der kann ich keine 20 Grad Unterschied (Astra 19.2 Grad Ost => Thor 0.8 Grad West) beim Sat-Empfang hin bekommen .... Siehe was ich dazu oben schon geschrieben hatte:
techno-com hat geschrieben:Das wäre alles auch machbar mit dem 2. Satelliten .... man muss eben nur die Antenne entsprechend wählen (für den gemeinsamen Empfang von 2 Satelliten z.B. die Maximum T85 Antenne) und die LNBs entsprechend dazu wählen ....

Für diese Antenne incl. Anwendungsbeispielen gibt es hier eine extra Rubrik auch.
==> bedeutet auch den Wegfall der TD-Flexi Multifeedhalterung dann ! Das ist bei der T85 alles bereits dabei.
Wandhalterung oder Dachmontage => ihre Entscheidung
Erdungsblock/-blöcke => 5 Kabel kommen von außen + 2 gehen runter weiter dann = 7 ... passt oben rund um den Multischalter ! ABER ... es müssen auch die Kabel die im Keller dann in die Zimmer ab gehen (und auch die beiden Kabel die von oben kommen) noch einmal über einen Erdungsblock geführt werden (diese wäre dann ein 11er Erdungsblock) .... Und hier haben wir jetzt das Problem das dieser Erdungsblock wie auch der 7er Erdungsblock oben über ein Potentialausgleichskabel 1x4mm² am geerdeten Antennenmast angeschlossen werden muss ... und das Kabel fehlt !
Unicable-Multischalter => setze ich IMMER auf die Jultec-Komponenten, jeden Cent vom Mehrpreis wert ! Also Jultec JPS0501-8TN
Verteiler => das ist ggf. falsch und hängt davon ab was für Antennendosen verwendet werden ! Wenn man für Unicable passende Antennendosen verwendet (Jultec JAD307TRS Unicable-Enddose) dann dürfen die Verteiler nicht diodenentkoppelt sein da die Antennendosen das schon sind .... 2x diodenentkoppelte Bauteile ist unnötigt und würden nur einen unnötigen Spannungsabfall (je Diode 0.7V) verursachen. Mit diesen Antennendosen kann man dann einen normalen 8-fach Verteiler verwenden.
Die "Legacy-Dose" (die für Standard-Versorgung nach dem Legacy-Ausgang vom Unicable-Schalter zusammen geschalten über DiSEqC-Schalter mit dem Single-LNB) wäre z.B. eine Jultec JAD300TRS Legacy-Stichdose (gleicher Link wie zuvor - dort sind die Dosen dann zur Auswahl beim Artikel).

hentho hat geschrieben:Als 2. Variante habe ich einen Inverto IDLP-USS200 – CUO10-8PP Multischalter für 2 LNBs gewählt. Ansonsten ein recht ähnlicher Aufbau.
Wäre diese Variante auch möglich? Dann hätte ich für einen unwesentlich höheren Preis auf allen 9 Anschlüssen auch die Möglichkeit über den Satelliten Thor zu schauen.

Ja, bei dieser Lösung wären dann eben 2x Quattro-LNB notwendig und man müsste eben die 3 mehr notwendigen Kabel von außen vom LNB nach innen mehr in die Auswahl des Erdungsblocks einrechnen (wären dann ja 8 Kabel was einen 9er-Erdungsblock notwendig machen würde).
Auch hier würden dann 1 Legacy-Ausgänge zur Verfügung stehen (da nur 2 Kabel runter führen zur Haus-Verteilung) den man nutzen kann für eine Single-Receiver Versorgungen (andere Dose für diesen Einsatz beachten) ... das würde dann 9 Tuner in der Versorgung möglich machen ! Dieser Receiver eben für einen Raum den man nicht twin-versorgen möchte.

hentho hat geschrieben:3. Sind die Hirschmann EDA 302 F Dosen für alle Möglichkeiten ausreichend? Bzw. welche Dose würde ich für den TWIN Receiver benötigen?

Sind die bereits verbaut ? Weiß ich jetzt gar nicht mehr und beim überfliegen auch keine Antwort gefunden .....
Wenn nicht dann wie oben erklärt die Antennendosen einsetzen.
Wenn die wirklich schon verbaut sind DANN muss man diodenentkoppelte Verteiler wie von ihnen oben beschrieben einsetzen um die Entkopplung zwischen ihren Anschlüssen herzustellen ! Das geht aber auch wirklich in diesem Fall nur da an jeder Ableitung von unten aus in die Zimmer nur eine Dose dran hängt ... würde da eine Reihenschaltung an einem Strang durchgeführt sein geht das nicht.
Dose für Twin-Receiver ==> der wird per Uniable versorgt, da braucht man dann keine 4-Loch Antennendose !

hentho hat geschrieben:4. Müsste die Dämpfung jeweils noch berechnet bzw. Widerstände gesetzt werden? Wie und Wo?

Pegelberechnung muss man hier erst einmal keine erstellen, denke nicht das es hier allgemein zu Problem kommen wird (haben ja immerhin 93dbµv AGC-geregelten Ausgangspegel an der Unicable-Komponente).
F-Endwiderstände (DC-entkoppelte) müssen überall dort eingesetzt werden wo ein offener Ein- bzw. Ausgang bleibt. Bei ihnen wäre das der terrestrische Eingang vom Unicable-Schalter und bei Verwendung des Inverto Unicable-Schalters für 2 Satelliten noch der 2. Legacy-Ausgang (wenn einer verwendet wird) und bei diesem Schalter müssen auch alle 9 "Kaskadenausgänge" noch mit einem Widerstand dann abgeschlossen werden (beim USS200 wären es also insg. dann 11 Stk.).

hentho hat geschrieben:5. Die Kabellänge zwischen DiseqC-Schalter und Antennendose (also bei dem Receiver, der ohne Unicable versorgt wird) beträgt knapp 30m. Ich habe gelesen, das der Legacy-Ausgang bei vielen Multischaltern nicht verstärkt wird, sollte man hier einen gesonderten Verstärker setzen oder sollte das Signal für knapp 30m + einer zusätzlichen Kopplung im Anschlussraum ausreichend sein?

Die "Kopplung" im Kellerraum wird ja über den dort notwendigen Erdungsblock wie oben erklärt hergestellt und das sind nur 0.5-1db Dämpfung. Ihr Kabel war ja auch nicht schlecht. Ich erwarte hier keine Störung, 30m sind wirklich nicht viel (bei einem guten Kabel ca. 10-12db Dämpfung).
Zu erreichender Pegel am Receiver (nach der Antennendose) = 47-77dbµV (Praxis besser 50-70dbµV)

hentho hat geschrieben:2. Welche guten aber auch recht preiswerten Receiver könnten Sie für die jeweiligen Anschlüsse (Variante 1: TWIN-Receiver Unicable fähig, Receiver Unicable fähig, Receiver für 2 Satelliten aber nicht zwangsläufig Unicable fähig bzw. in der Variante 2: Receiver für 2 Satelliten und Unicable-fähig, TWIN-Receiver für 2 Satelliten und Unicable-fähig) empfehlen.

Da muss ich sie akt. etwas "sitzen" lassen :1113
Da gab es die ganze Zeit super Geräte von Smart, die sind leider vor ein paar Woche in die Insolvenz gegangen :1162
Ich arbeite gerade an eine vergleichbaren neuen Receiver, suche gerade passenden Ersatz.
Das geht jetzt nur die "günstigen" Geräte an .... bei allem anderen setze ich immer auf die Geräte von VU+
Siehe im Shop => KLICK
Oder hier im Forum => Kaufberatung Twin Tuner Typ "eierlegende Wollmilchsau"
Bei den Geräten weiß ich immer was ich habe (= alles) , das ich damit vieles machen kann und vor allem das sie per Unicable-Versorgung einwandfrei funktionieren (das ist leider nicht immer so das wo "unicable-tauglich" drauf steht auch "unicable-tauglich" zu 100% drin steckt - viele Programmierungen dahingehend sind einfach grausam).

hentho hat geschrieben:Vielen Dank für Ihre ausführlichen Ausführungen und die jeweiligen Erklärungen. Wie man wahrscheinlich erkennen kann, hatte ich leider bisher nicht die Zeit mich mit allen Komponenten wirklich ausführlich zu beschäftigen.

Ja, das hat man raus gelesen ... es ist ja auch nicht einfach :1111 bleiben wir am Ball und retten wir was zu retten ist !
Ankündigung: wegen Urlaub bleibt unser Ladengeschäft vom 29.8. -8.9.18 geschlossen ! In dieser Zeit auch hier nur eingeschränkte Antworten möglich.

Vielleicht sind wir nicht günstiger als ein Discounter oder reiner Online-Kartonschieber, aber sicherlich besser !
Normkonforme Beratung und Bau sind bei uns selbstverständlich.
Sat-Shop Heilbronn Kunden können sich auch nach dem Kauf auf unseren besten Service verlassen
(kein After-Sales-Support hier für Fremdkäufe).

Tristan Uhde
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Informieren Sie sich dort über Folgen und Auswirkungen von Eigenleistung und lassen Sie selbst durchgeführte Installationen von entsprechender Stelle prüfen und abnehmen.
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hentho
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Re: Neue Sat-Anlage - Fragen über Fragen von einem Newbie

Ungelesener Beitragvon hentho » 14. Februar 2015 10:58

Hallo Herr Uhde,

irgendwie habe ich mir die ganze Sat-Geschichte doch etwas einfacher vorgestellt - wenn man bedenkt, dass andere im Bekanntenkreis Ihre Anlage "einfach" im Discounter kaufen und selbst anschließen. Diesen Zahn haben Sie mir jetzt aber doch gezogen (schade, dass Sie nicht im Norden der Region angesiedelt sind).

Da ich keine Lust habe mir eine nicht funktionierende Anlage ins Haus zu holen (und u.U. später bei einem Stör-/Einschlagsfall Probleme zu bekommen) und ich meinen Elektriker schon zum Verzweifeln gebracht habe, bin ich gestern zu einem Anlagenbauer vor Ort gegangen.

Haben Sie eigentlich häufiger damit zu tun, dass die Elektriker, die ja anscheinend nur "so nebenbei" Sat-Anlagen mit aufbauen, von einigen Normen usw. überhaupt keine Ahnung haben oder ist es nur bei meinem ein Problem :1162 ?

Der Anlagenbauer hat mir nun folgenden Vorschlag gemacht:

Potentialausgleich: Mit dem 10² Kabel durchgeschliffen über die Rohre der Solarthermieanlage über den Schaltschrank mit Multischalter und Diseqc-Schalter hin zum Mast (nicht schön, aber das Kabel liegt nun schonmal da).

Erdung über 50mm² Stahl aufgelegt auf eine Erdungsstange, die dann mit meinem Ringerder verbunden wird.

Anlage selbst (mit meinen aus Ihren Angaben kombinierten Einwürfen) - das Hirschmann Koka 110HD und die Hirschmann EDA 302 F Dosen sind bereits eingebaut:

- E85 (ist die eigentlich mit der T85 gleichwertig?)
- Inverto Black Premium Quattro
- Inverto Black Ultra Single (aus seiner Sicht zu viel des Guten, er würde einfach nen Premium zusätzlich mitbringen und dann testen)
- Kathrein Multischalter für 8 Unicable Anschlüsse (baut er immer ein, mit Jultec hat er keine Erfahrung und wenn ich mich für die "Billiglösung" entscheide, würde er nicht den Inverto IDLP-UST111-CUO10-8PP, sondern den neuen Inverto IDLP-UST112-CUO10-8PP nehmen)
- Kathrein Diseqc-Schalter
- Erdungsblock (9-fach)
- Schaltschrank
- Erdungsblock (11-fach)
- Kathrein Verteiler (EBC10/EBC14)
- einige Endwiderstände
- Dreambox für den Twin-Anschluss (soll nach seiner Auskunft nichts vergleichbares geben)
- sonst relativ günstige Receiver - Namen hat er leider nicht aufgeschrieben

Bzgl. Halterung, Kabel usw. wird er sich die Situation in der kommenden Woche vor Ort ansehen.

Insgesamt ist er von Unicable aber überhaupt nicht überzeugt und aus seiner Sicht ist es eine "Bastlerlösung, die man irgendwie vermeiden sollte". Mal sehen, was da in der nächsten Woche rauskommt und wie sein abschließendes Angebot aussieht - sein Daumenwert war jedoch gepfeffert - damit habe ich nicht annähernd gerechnet und solche Beträge waren auch nicht eingeplant (wenn man vorab mit 50 Euro/Monat Entertainment rechnet).

Falls ich mit meinem Budget überhaupt nicht hinkommen sollte, müsste ich die Anlage doch selbst aufbauen und von meinem Elektriker abnehmen lassen (ich weiß, die Idee gefällt Ihnen gar nicht, aber was soll man machen, wenn das Geld am Ende des Baus knapp wird).

Ich wünsche Ihnen ein schönes WE und vielen, vielen Dank :thx :thx

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Re: Neue Sat-Anlage - Fragen über Fragen von einem Newbie

Ungelesener Beitragvon techno-com » 14. Februar 2015 12:45

hentho hat geschrieben:Hallo Herr Uhde,

Hallo zurück :freunde

hentho hat geschrieben:irgendwie habe ich mir die ganze Sat-Geschichte doch etwas einfacher vorgestellt - ...

hentho hat geschrieben:Diesen Zahn haben Sie mir jetzt aber doch gezogen

Lieber aber vorher darauf hingewiesen werden als dann hinterher vor vollendeten Tatsachen stehen .... was das sein kann mit den Tatsachen sehen sie jetzt an ihren fehlenden Kabeln !

hentho hat geschrieben:....wenn man bedenkt, dass andere im Bekanntenkreis Ihre Anlage "einfach" im Discounter kaufen und selbst anschließen.

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht ...... und was da an Qualität dahinter steckt muss ich sicherlich nicht sagen !
Lesen sie mal was akt. auf der Jultec-Startseite steht, auch dort kämpft man gerade mit vielen "Nachbauten" !
Lieber das Original

Fast jeder hat schon mit fusselnden Papiertaschentüchern oder nicht haftenden Klebestreifen gekämpft und sich im Nachhinein über das vermeindliche Schnäppchen geärgert. Nächstes Mal doch wieder das Original. Ein billigerer Preis ist in den meisten Fällen nur mit Abstrichen in der Qualität realisierbar oder es handelt sich um einen Abverkauf. Aber auch beim Abverkauf sollte man genau hinschauen, ob die angepriesene Ware auch tatsächlich aktuell ist, denn oft werden veraltete Ladenhüter als Schnäppchen angeboten.
JULTEC hat sich als innovatives Unternehmen verschiedene Schaltungen und Funktionen per Gebrauchsmuster oder Patent schützen lassen und bietet teilweise interessierten Firmen Lizenzen an. Es heißt dann schnell, bestimmte Produkte wären baugleich, zumal sie möglicherweise äußerlich nahezu identisch aussehen. Es ist aber wie bei den Papiertaschentüchern, die Unterschiede sind auf den ersten Blick nicht erkennbar und stellen sich erst später heraus.
Ähnliche Produkte (mit oder ohne Lizenz) mögen zwar mit den gleichen Funktionen beworben werden, wie diese Funktionen im jeweiligen Produkt aber tatsächlich realisiert werden, kann völlig unterschiedlich sein. Es gibt in unseren Geräten Schaltungsteile, die auf den ersten Blick scheinbar keine sinnvolle Funktion haben, ein Gerät aber betriebssicherer und robuster machen. Manchmal ist zum Beispiel mit etwas höherem Schaltungsaufwand eine deutliche Energieeinsparung möglich.
Auch die Software spielt eine riesige Rolle, selbst bei einer kleinen Einkabel-Antennensteckdose. Bei JULTEC wird die Software kontiniuerlich gepflegt und verbessert. Auch hier spielt unsere langjährige Erfahrung in der Antennentechnik eine große Rolle.
Wie bei den Papiertaschentüchern oder dem Klebeband lohnt es sich fast immer, etwas mehr für das Original zu zahlen. Bei JULTEC-Geräten können Sie sicher sein, stets den aktuellsten Stand der Technik zu erhalten.


hentho hat geschrieben:Haben Sie eigentlich häufiger damit zu tun, dass die Elektriker, die ja anscheinend nur "so nebenbei" Sat-Anlagen mit aufbauen, von einigen Normen usw. überhaupt keine Ahnung haben oder ist es nur bei meinem ein Problem

Mehrmals täglich :1137
Darf ich ihnen sagen warum ich z.B. die Finger von einem Kupplungswechsel etc. am Auto lasse ? Ganz einfach, ich habe davon keine Ahnung ! Und auch wenn ich ein Autoverkäufer wäre würde ich meinen Kunden das nicht antun es bei ihnen zu versuchen. WENN ich so etwas machen würde dann müsste ich wissen was ich mache und keine "Versuche" starten.

hentho hat geschrieben:Erdung über 50mm² Stahl aufgelegt auf eine Erdungsstange, die dann mit meinem Ringerder verbunden wird.

50mm² Stahl ? Wow, dafür benötigt man spezielle Biegevorrichtungen um dieses Kabel entsprechend hin formen zu können..... So etwas habe ich bisher nur bei Blitzschutz-Fachfirmen gesehen (Hinweis: Arbeiten an Blitzschutz-Systemen unterliegen dem "Fachpersonal", also einer geprüften Fachkraft - auch wenn man an diese nicht immer einfachst heran kommt weil es ganz einfach viel zu wenige davon gibt). Warum auch nicht "einfach" ein vollkommend ausreichendes 1x16mm² Kupfer-Kabel ? Was spricht da dagegen ?
Über einzuhaltende "Trennungstände" habe ich bereits hingewiesen. Werden diese verletzt muss das relevante Teil dann blitzstromtragfähig mit in die Erdung aufgenommen werden. Lassen sie sich mal die Formel für diese Berechnung einfach nennen, dann sehen sie die fachlliche Bildung und können sofort ersehen ob die Qualifikation vorhanden ist.
Mit "Erdungsstange" meinen sie sicherlich den "Entlastungserder" (Staberder) .... wie schon gesagt, dieser muss 2.5m lang sein und 0.5m (50cm) unter Erde versenkt werden. Kommt man also auf eine Gesamttiefe von 3m. Verbindung der Teile auch hier alles blitzstromtragfähig/-tauglich.
Die Top-Lösung wäre übrigens die komplette PV-Anlage und die Antennenanlage mit einer oder mehreren Fangstange zu sichern und somit diese Bereiche in den Blitz-gechützten Bereich zu bringen was nur noch einen Potentialausgleich für diese Sachen (PV+Sat) notwendig machen würde. Das ist die hohe Kunst des Blitzschutzes !

hentho hat geschrieben:Potentialausgleich: Mit dem 10² Kabel durchgeschliffen über die Rohre der Solarthermieanlage über den Schaltschrank mit Multischalter und Diseqc-Schalter hin zum Mast (nicht schön, aber das Kabel liegt nun schonmal da).

Noch einmal der Hinweis das sie äußeren Blitzschutz und inneren Blitzschutz (dieser wird auch "Potentialausgleich" genannt) vollkommen durcheinander werden ! Die PV-Anlage und der Antennenmast muss dem äußeren Blitzschutz unterzogen werden, dieser Teil hat mit dem Potentialausgleich nichts zu tun .... der Potentialausgleich ist ein extra Bestandteil der Erdung ! Der äußere Blitzschutz muss über ein mind. 1x16mm² Kabel hergestellt werden, 10mm² reichen nicht aus (auch wenn dieses Kabel bereits liegt). Es ist auch nicht schwer ein 16mm² von der PV-Anlage wo ja eh der Anschluss nach unten noch hergestellt wird jetzt ein Kabel weiter zu legen bis dorthin wo sich die Satanlage (Mast) befindet. Da nimmt man einfach den Weg unter den Ziegeln entlang.

hentho hat geschrieben:- E85 (ist die eigentlich mit der T85 gleichwertig?)

Diese Antenne hat viele Bezeichnungen, E85/T85. Es gibt aber auch viele billige Nachbauten die dann nicht galvanisiert sind !

hentho hat geschrieben:Da ich keine Lust habe mir eine nicht funktionierende Anlage ins Haus zu holen (und u.U. später bei einem Stör-/Einschlagsfall Probleme zu bekommen) und ich meinen Elektriker schon zum Verzweifeln gebracht habe, bin ich gestern zu einem Anlagenbauer vor Ort gegangen.

... der sich auch schon mit der Komponenten-Nennung, Martial-Auswahl und diversen Kommentaren jetzt schon ins "Abseits" begeben hat ... more to follow hier jetzt direkt hintereinander zusammengefasst !

hentho hat geschrieben:- Inverto Black Ultra Single (aus seiner Sicht zu viel des Guten, er würde einfach nen Premium zusätzlich mitbringen und dann testen)

Lesen sie mal "ACHTUNG 2!" hier unter Hinweise/Erklärungen zu LNB´s (Satanlagen How To)
So eine Wunderwaffe von High-Gain LNB ist mehr kontraproduktiv als irgendwie nur sinnvoll bei so einem Anlagenaufbau ... ich hole mir nur total unterschiedliche Signalstärken vor einen DiSEqC-Schalter und an der Signalqualität (nur die ist wichtig) ändert sich mit so einem Vooodoo-LNB gar nichts !

hentho hat geschrieben:- Kathrein Multischalter für 8 Unicable Anschlüsse (baut er immer ein, mit Jultec hat er keine Erfahrung und wenn ich mich für die "Billiglösung" entscheide, würde er nicht den Inverto IDLP-UST111-CUO10-8PP, sondern den neuen Inverto IDLP-UST112-CUO10-8PP nehmen)

"Was der Bauer nicht kennt das frisst er nicht" => sehe ich jeden Tag ! Die Welt dreht sich, die Produkte gibt es immer neu. Jultec gibt es erst seit 6-7 Jahren, wird aber schon seit Ewigkeiten von fast allen Kabelnetzbetreibern/Netzausrüstern schon verwendet. Sogar Sky-Italia + Sky-BBC England setzen bei Unicable-Komponenten schon darauf. Tests bewerten Jultec mit einem "hervorragend" oder stufen Produkte sogar als "Referenzklasse" ein (das bedeutet das sich die anderen daran "messen" müssen). Test-Equipment für Samsung, Metz, Sony, Primacom etc. etc. wird tlw. bei uns hier bestellt, was da gewünscht ist trägt den Namen "Jultec" !
Früher war Grundig, Nordmende, Sabe, Telefunken ein Begriff in Sachen "Fernseher", heute hat denen manch eine andere Firma den Rang abgekauft. Es gibt aber immer noch Leute, ggf. sogar Händler, die auf Grundig setzen. Nur wegen dem Namen ? Kann ja nur so sein ! Den "Grundig" ist mittlerweile nur noch der Name, dahinter steckt eine türkische Firma namens Beko Elektronik.
Man sollte mal irgendwann in seinem Fach mit der Zeit gehen und nicht auf den Sachen sitzen / beharren die man schon seit 30 oder sogar mehr Jahren kennt.
Hinweis noch zu "Kathrein baut er immer" => die Kathrein Unicable-Schalter setzen zu akt. sicherlich über 90% noch auf einen ST-Chipsatz für Unicable => KLICK . Das ist die Erklärung dazu in Bild + Text (im Beitrag auch nach unten weiter lesen, erklärt das dort noch weiterführend).

hentho hat geschrieben:- Kathrein Diseqc-Schalter

Man kann auch Perle vor die Säue werfen ..... Hier bin sogar ich noch vom alten Schlag und empfehle, wenn es unbebingt sein muss (in diversen Fällen wie z.B. bei Dreamboxen die da sehr anfällig sind !), für einen guten DiSEqC-Schalter dann Spaun (übrigens damals auch geplant/entworfen von Klaus Müller dem jetzt Jultec gehört - der war vor Jultec der Entwicklungs (-chef ?) -Ingenieur dort !).

hentho hat geschrieben:- Dreambox für den Twin-Anschluss (soll nach seiner Auskunft nichts vergleichbares geben)

Was der Bauer .... again ! Das war einmal vor Jahren als sie eine Monopolstellung hatten, heute haben sie in der Ecke um Linux/Enigma² Receiver schon so viele Firmen mit eingebracht das man die ggf. schon gar nicht mehr zählen, und die machen auch ihre Hausaufgaben ! Die liefern meiner Meinung anch besseres Equipment und das tlw. zum halben Preis). Vergleicht man die Zahl der Themen in DMM-Foren bzw. z.B. Beiträge in einem VU+ Forum dann sieht man das auch an Zahlen. DMM hat jetzt gerade mal wieder nach einigen Jahren 2 neue Geräte auf den Markt geworfen, gut zu gehen scheinen sie nicht gerade (nach dem was ich an Anfragen/Fragen dazu haben beurteilt - und ich werde viel gefragt !).
Schauen sie mal am Ende vom Beitrag unter Von Kabel auf Sat mit neuen Kabeln (+Bilder dort anschauen die das verdeutlichen).....

Code: Alles auswählen

Die DM8000 hat übrigens einen Dimensionierungsfehler in der LNB-Strombegrenzung, welche Probleme beim Betrieb von Einkabelsystemen (Unicable/SatCR/SCR/CSS/EN50494) macht.

Diese Box kostete mal 1000€ (wenn nicht sogar mehr) ! Das Problem wurde ebenfalls von Klaus Müller so heraus gemessen und über die beiden Kondensatoren gefixt. Meldung an DMM blieb ohne Antwort, eine Änderunge/ein Fix der Box gab es nie ... was man davon denken kann bleibt jedem selbst überlassen !

hentho hat geschrieben:- sonst relativ günstige Receiver - Namen hat er leider nicht aufgeschrieben

Wenn man gerade das mit der DMM8000 hier zuvor ließt und sich dann noch den Beitrag unter z.B. Xtrend 4000 HD an Jultec JPS0501-8TN (Unicable/Einkabel) anschaut dann bleibt nur die Schlussfolgerung => nicht überall wo "unicable tauglich" drauf steht ist auch "unicable-tauglich" drin ! Das muss ein sauberes Schaltsignal sein das von der Box kommt, sonst klemmt es an allen Ecken und Enden verantwortlich durch billiges Zeug was einfach falsch programmiert/konzipiert wurde.

hentho hat geschrieben:Insgesamt ist er von Unicable aber überhaupt nicht überzeugt und aus seiner Sicht ist es eine "Bastlerlösung, die man irgendwie vermeiden sollte".

Das hört man vor 10 Jahren oft .... mittlerweile ist Unicable eine Sache die problemlos läuft ! Natürlich setzt man das nur ein wenn es nicht anders geht (wenn z.B. wie in ihrem Fall Kabel für eine notwendige Versorgung fehlen - hierzu zählt auch das z.B. von einem Multischalter zu einem Receiver nur ein Kabel verlegt wurde, dieser Receiver aber "twin-tauglich" gemacht werden soll um den vollen Genuss von einem Twin-Receiver auch geniesen zu können), aber dort wo man es richtig baut und die passenden Komponenten verwendet funktioniert Unicable nicht als "Bastlerlösung". Eine "Bastlerlösung" macht nur jemand daraus der das aufbaut ohne Ahnung von der Materie zu haben. Disqualifikation zu 100% dieser Aussage also.

hentho hat geschrieben:Falls ich mit meinem Budget überhaupt nicht hinkommen sollte, müsste ich die Anlage doch selbst aufbauen und von meinem Elektriker abnehmen lassen (ich weiß, die Idee gefällt Ihnen gar nicht, aber was soll man machen, wenn das Geld am Ende des Baus knapp wird).

So langsam gefällt mir diese Idee immer mehr wenn ich diverse Sachen hier jetzt schon gelesen haben was ihre Elektriker bei ihnen bereits gearbeitet haben und was für Vorhaben präsentiert wurden und auch was an Hinweisen/Aussagen gemacht wurden ...... bevor ich mein Auto so jemand zu einem Kupplungswechsel geben würde wäre ggf. sogar ich gewillt das selbst Hand anzulegen (rein vergleichende Sache und nicht ernst gemeint :1162 ).
Was geht z.B. ? Montage der Antenne + LNBs, Kabelverlegung, alle restlichen möglichen Vorarbeiten.... die Antenne einstellen/ausrichten lassen kann man sich dann sicherlich besser von jemand der das kann. Eine Abnahme ist sicherlich auch ratsam wenn nicht sogar, da "Blitzschutz-System" mit drin enthalten ist, eine ratsam/vorgeschrieben (Stichwort: geprüfte Fachkraft die das eh nur machen darf).

hentho hat geschrieben:Ich wünsche Ihnen ein schönes WE und vielen, vielen Dank

Dito. es gibt wieder mal viel zu lesen !
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