Sat Anlage EFH, Spiegel auf Garage, Frage PA / Blitzschutz und benötigte Komponenten

Wissen sie nicht was sie für ihre Satanlage alles benötigen, haben sie Fragen zu unseren Komplettanlagen oder zur Planung/Installation einer Anlage (Kabelverlegung, Ausrichtung, Multischaltern, LNB etc.) ?
SatTobi
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Sat Anlage EFH, Spiegel auf Garage, Frage PA / Blitzschutz und benötigte Komponenten

Ungelesener Beitragvon SatTobi » 16. April 2019 16:32

Hallo liebes Team,

für unseren Neubau benötige ich eine Satellitenempfangsanlage

Folgendes ist geplant bzw. teilw. bereits vorhanden:
Sat Empfangsanlage für insgesamt bis zu 7 Teilnehmer (zwei mögliche Standorte TV im Wohnzimmer, 1x Schlafen, 2x Kinderzimmer 2x Dachgeschoss.) Die Leitungen sind bereits verlegt und Triax Dosen angeschlossen.

Schematisch sieht das so aus:
Schema Satanlage.png


Geplanter Aufstellort des Spiegels ist das Garagendach. Von dort geht ein 16qmm Leiter (in der Skizze rot) zur Haupterdungschiene (Strecke ca 10m) und vier Koaxleitungen in den Technikraum im DG (in der Skizze blau, Strecke ca 15m) ) Es besteht keine zusätzliche PA Leitung von der Antenne zum Multischalter Standort. Eine nachträgliche Errichtung ist nun nicht mehr ohne Weiteres möglich.

Im Technikraum kommen die Koaxleitungen zu den bereits gesetzten Antennendosen (in der Skizze lila) an.
Geplanter Standort von Multischalter und Erdungsblock ist der Technikraum.

Weiterhin in im Technikraum eine zusätzliche PA Schiene gesetzt, die mit der Haupterdungschiene über eine 16qmm Kabel verbunden ist. An diese Schiene ist auch die Erdungsleitung der auf dem Dach befindlichen PV Anlage aufgelegt.

Wenn ich alle Ihre Ausführungen auf Ihrer Website richitg erfasst habe, ist für die Antenne auf dem Garagendach Blitzschutz notwendig (Standort weiter als 1,5m vom Haus entfernt). Das würde bedeuten, dass ein zusätzlicher Mastnaher PA nötig wäre, der aber mangels PA-Leitung nicht ohne weiteres zu realisieren ist.

Folgende Fragen ergeben sich:
Ist Folgendes sinnvoll / möglich/zulässig?
Erdung des Spiegels/ Mast über rote Leitung, Auflegen der Koaxleitungen im Technikraum auf Erdungsbügel, Potentialausgleich für alle Koaxleitungen zentral im Technikraum auf PA Schiene vornehmen.
Es sollte dabei keine Schleife entstehen, da einziger Erdungspunkt der Sat Leitungen im Technikraum ist.
Der Mastnahe PA wäre in diesem Fall meiner Meinung nach falsch, es enstünde dadurch eine erhebliche Erdschleife. Die Leitungslänge vom Spiegel bis in den Technikraum sind ca 5m horizontal (ins Haus) plus ca 5m vertikal (von Garagenlevel bis ins DG). Die Erdschleife wiegt meiner Meinung nach schlimmer als das, was man durhc dne Mastnahen PA gewinnen kann.

Ich habe exemplarisch einen Warenkorb zusammengestellt, in dem die grundsätzlichen Komponenten aufgelistet sind.
Was würde ein Vorverdrahteter Multischalter als Dienstleisutng kosten?

Über den ausführenden Elektriker habe ich zwei Erdungsblöcke bereits geliefert aber noch nicht montiert bekommen. (1x vierfach, 1x 8 fach) diese könnte ich auch selbst hinzu miontieren.

Ich freue mich vorab über Feedback!
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Re: Sat Anlage EFH, Spiegel auf Garage, Frage PA / Blitzschutz und benötigte Komponenten

Ungelesener Beitragvon techno-com » 17. April 2019 08:29

Hallo und herlich-willkommen

bin nur auf dem Sprung, aber ganz ehrlich weiß ich bei diesem Beitrag gar nicht wo ich überall anfangen soll :1122
Was hatten sie den vor dem Beitrag hier im Forum schon genau gelesen helpmesmilie

Alleine der Beitrag unter Kaufberatung / Prüfung Zusammenstellung hätte schon einmal grob alles genau erklärt was sie anfragen, dazu aber noch die wichtigen Sachen wie UV-beständige Koaxkabel + richtige, wasserfeste Stecker oder auch die nicht unwichtige Sache mit dem Mast-nahen Potentialausgleich .... und letzteren darf man eben nicht einfach machen wie es jetzt "einfach" möglich ist, sondern der ist nach Vorschrift aufzufähren (auch wenn da von Anfang an falsch geplant wurde vom Elektriker wohl).
In dem parallel hier laufenden Beitrag unter Planung SAT für ein EFH sind dann noch Änderungen/Neuerungen für den PA mit eingearbeitet, im akt. letzten Beitrag etwas dazu.

Hier fehlt mir auch die Twin-Versorgung im Wohnzimmer, 2 "getrennte" Aufstellplätze ist da nicht ausreichend dafür (wenn das auch so gemeint war mit "zwei mögliche Standorte TV im Wohnzimmer" - den so kann man nie einen nur mal Twin-Receiver versorgen ...).

Mehr Beiträge die sehr viel, eigentlich alles, genau erklären:
Kontrolle Warenkorb Sat Anlage für EFH
Schaltschrank Größe (60x40) ausreichend?
Satanlage Umbau Beratung Komponenten


P.S. ihre WArenkorb-Export-Datei (.txt) habe ich umgewandelt in eine Bild-Datei und zu ihrem Beitrag mit hoch geladen. Wie in jedem anderen Beitrag hier auch als Bild das man es direkt erkennen kann ohne es unnötig aufwendig zuerst im Shop rein zu importieren.
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Re: Sat Anlage EFH, Spiegel auf Garage, Frage PA / Blitzschutz und benötigte Komponenten

Ungelesener Beitragvon SatTobi » 17. April 2019 12:49

Hallo, und danke für das schnelle Feedback.

Ich versuche mal, etwas mehr Licht ins Dukle zu bringen:
Ich habe mich hier im Forum schon durch sehr vielen Beiträge gelesen und meine auch, alles verstanden zu haben. Ich bin Elektrotechnik-Ing, habe aber keine Befähigungsnachweis oder Eintrag im Inst-VZ und bin keine Blitzschutzfachkraft. Ich glaube aber, die elektrischen Zusammenhänge durchschauen zu könnnen.

Die UV beständigen Kabel mit Steckern habe ich tatsächlich vergessen. Ich habe die benötigte Länge noch nicht ausgemessen; als Leitungsauslass ist ein HT Rohr mit aufgesetzten 2x 90° Bögen installiert, darin möchte ich die UV beständigen Leitungen verbinden (an die bereits installierten Leitungen in den Technikraum). An dieser Stelle ist die Verbindung also zwar wetter- und lichtgeschützt, aber nicht Luftfeuchte-geschützt. Für die Leitungen besteht also kein Problem, für die Stecker schon.
Theoretisch brauche ich also sogar 3x 4 feuchtebeständige Stecker. Oder reichen an dieser Stelle normale Steckverbinder aus und ich benötige nur 4 wasserfeste Stecke für den LNB Anschluss? Wenn ich alles richtige verstanden habe, wäre es möglich, die UV beständigen Leitung mit den Wasserfesten Steckern vorkonfektioniert u bekommen; das wird aber nicht für die bereits installierten Leitungen funktionieren. Die zu überbrückende Länge dürfte nicht mehr als 2,5m sein (=10m Leitung in vier Stücken mit jeweils Stecker auf der einen Seite vorkonfektioniert. Ich habe 10m Leitung und vier Wasserfeste Stecker ergänzt.
Ich habe den aktuell genutzten Innenleiter-Querschnitt nicht präsent - ist für die Verbindung bzw. Auswahl des UV-beständigen Kabels derselbe Querschnitt zu verwenden?
Was ist der Unterschied zwischen den beiden Wasserdichtne Steckern Schwaiger / PPC EX6?

Installiert sind durchweg Einzelleitungen und Einzeldosen, leider keine TwinDosen. Leider nicht berücksichtigt worden. Dafür sind an jedem Sat Dose Standort auch Duplex Datenleitungen vorhanden, die ebenfalls in den Technikraum führen. Ein zentraler Reciever mit IP Einspeisung würde dann die Antwort sein. (natürlich müsste man dann zwei Multischalterausgänge hierfür verwenden.) Kurzfristig ist das nicht geplant; nur ein Reciever im Wohnzimmer und einer im Schlafzimmer werden aktiv sein. Der Rest ist als Vorbereitung zu sehen.

PA:
Mir ist technisch völlig klar, dass der PA vorgenommen werden muss und das wird er auch. Eine PA Verbindung am Mast mit dem Schirm der Leitungen erzeugt allerdings in unserer Anlage eine Erdschleife von >> 10m Leitungslänge mit einem gewissen Leitungsabstand. Die aufgespannte Fläche ist erheblich und ich habe Bedenken, dass das für die Funktion eher schlecht als gut ist. In allen Beispielen (Kleiske, Kathrein usw.) wird davon ausgegangen, dass die Erdschleifenbildung zu vermeinden ist. Kleiske schreibt das sogar explizit in seinem Anschlussschema. (PA Leiter vom Antennenraum in der Praxis häufig 16qmm und muss entfallen, wenn die Erdanbindung über den PA zwischen Erdungsblock und Mast durchgeführt ist.
Genau das übertrage ich auf unseren Sonderfall, dass der Spiegel eben räumlich zwischen HES und Multischalter sitzt.
Stichpunkte: Der Mast wird an die HES angeschlossen. Der zentrale ERdungspunkt der Satanlage ist im DG. Vor dort großflächige Verbundung zur HES. Keine Schleife in der Erdanbindung. Die zu überwindende Strecke vom Mast zur HES ist gering, etwas über das Garagendach und die Wand hinab (= unter 10m) Die Leitungslänge der Coaxleitungen ist größer ud die Leitfähigkeit des Schirmes für viele Ströme schlechter. Das bedeutet, das der Widerstand gg. Erde wird vom Mast direkt richtung HES geringer sein. Die anderen Endpunkte der Sternverteilung sind auch nicht nochmal extra aufgelegt - aus gutem (dem gleichen) Grund.
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Re: Sat Anlage EFH, Spiegel auf Garage, Frage PA / Blitzschutz und benötigte Komponenten

Ungelesener Beitragvon SatTobi » 17. April 2019 15:08

Nachtrag:
Ich habe jetzt ( nochmal) den Thread unter Kaufberatung / Prüfung Zusammenstellung gelesen.

Der Hinweis dort, dass der Multischalter des Sets auch gegen eine kaskadierbare Variante austauschbar ist, ist natürlich sehr wertvoll (Sat -> IP Router). Werde ich bei der Bestellung dann entsprechend auch handhaben.

Überspannungsschutz ist auch entsprechend ergänzt. (Ich hatte mit einer phoenix contact c-sat-box geliebäugelt; allerdings sind die vorbereiteten Varistoren vermutlich ähnlich wirksam und deutlich günstiger.)

Ich werde heute Nachmittag die Gegebenheiten zum Aufstellort des Spiegels nachmessen (Kabellängen, Abstände (Antenne im Blitzschutzbereich ja / nein) und mich hier nochmal melden. Vielen Dank für den Input!

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Re: Sat Anlage EFH, Spiegel auf Garage, Frage PA / Blitzschutz und benötigte Komponenten

Ungelesener Beitragvon techno-com » 18. April 2019 10:54

SatTobi hat geschrieben:Hallo, und danke für das schnelle Feedback.

Hallo zurück :1119

SatTobi hat geschrieben:Ich versuche mal, etwas mehr Licht ins Dukle zu bringen:
Ich habe mich hier im Forum schon durch sehr vielen Beiträge gelesen und meine auch, alles verstanden zu haben. Ich bin Elektrotechnik-Ing, habe aber keine Befähigungsnachweis oder Eintrag im Inst-VZ und bin keine Blitzschutzfachkraft. Ich glaube aber, die elektrischen Zusammenhänge durchschauen zu könnnen.

Und jetzt fehlt die Fachkraft mit Qualifikation die das VOR ORT genau anschaut und die benötigten Komponten GENAU bestimmt, den für vieles hiervon ist einfach der Eintrag ins Inst-VZ notwendig. Siehe unter Nachträglicher PA & Blitzschutz bestehender Sat-Antenne , da plant gerade ein Laie das alles und das wird eine neverending Story ohne Einsicht das es seinen Horizont übersteigt (abgesehen die Qualifikation fehlt).

SatTobi hat geschrieben:Die UV beständigen Kabel mit Steckern habe ich tatsächlich vergessen.
....
An dieser Stelle ist die Verbindung also zwar wetter- und lichtgeschützt, aber nicht Luftfeuchte-geschützt. Für die Leitungen besteht also kein Problem, für die Stecker schon.

Alleine die Stelle wo das Kabel ins Freie austritt und zum LNB geht ist ja immer ungeschützt für das Koaxkabel.

SatTobi hat geschrieben:Theoretisch brauche ich also sogar 3x 4 feuchtebeständige Stecker. Oder reichen an dieser Stelle normale Steckverbinder aus und ich benötige nur 4 wasserfeste Stecke für den LNB Anschluss? Wenn ich alles richtige verstanden habe, wäre es möglich, die UV beständigen Leitung mit den Wasserfesten Steckern vorkonfektioniert u bekommen; das wird aber nicht für die bereits installierten Leitungen funktionieren. Die zu überbrückende Länge dürfte nicht mehr als 2,5m sein (=10m Leitung in vier Stücken mit jeweils Stecker auf der einen Seite vorkonfektioniert. Ich habe 10m Leitung und vier Wasserfeste Stecker ergänzt.
Ich habe den aktuell genutzten Innenleiter-Querschnitt nicht präsent - ist für die Verbindung bzw. Auswahl des UV-beständigen Kabels derselbe Querschnitt zu verwenden?
Was ist der Unterschied zwischen den beiden Wasserdichtne Steckern Schwaiger / PPC EX6?

Welcher der verlinkten Beiträge hat das aktuell so erklärt ?
Der von ihnen genannte Beitrag...
SatTobi hat geschrieben:Ich habe jetzt ( nochmal) den Thread unter Kaufberatung / Prüfung Zusammenstellung gelesen.

.. erklärt das auch anders !
Vorkonfektioniert wurde zuletzt vor 1-2 Jahren ausgeliefert, das waren aber noch Zeiten als es nicht die neuen Stecker und die dazu dann passenden, doch recht günstigen F-Kompressionsszangen gab. Akt. steht bei den Beiträgen, auch in den oben verlinkten dazu:
UV-beständige Koaxkabel außen und dazu die passenden Stecker, "F-Stecker" sind mittlerweile etwas für das Museum :1128

Besser/beste Lösung:
UV-beständiges Koaxkabel für den Außenbereich => Ören HD 103 PE (1,0/4,6/6,8) Koaxkabel (Voll-Kupfer / UV-beständig schwarz für Außeneinsatz)
Cabelcon F-56-CX3 7.0 QM Quick Mount Stecker für RG6 (7mm) Koaxkabel (wasserdicht) (die "flutschen" gerade zu auf das Kabel drauf ...
Für diese Stecker wird aber eine Kompressionszange benötigt:
F-Stecker Kompressionszange
Hilfreiches Tool weiterhin bei so viele Kabeln/Steckern:
Cabelcon Cable Stripper RG6/59 (Abisolierwerkzeug für Self-Install Stecker)
Ein Video das sowohl das aufbringen/anbringen dieser Stecker auf dem UV-beständigen Koaxkabel zeigt und erklärt + den Cabelcon-Stripper im Einsatz zeigt:
https://youtu.be/35xIpNOXKjk

Montageanleitung Cabelcon Self-Install F-Stecker + QM-Quickmount Kompressions-Stecker


SatTobi hat geschrieben:Installiert sind durchweg Einzelleitungen und Einzeldosen, leider keine TwinDosen. Leider nicht berücksichtigt worden.

Eine Twin-Versorgung im Wohnzimmer ist heute schon nicht mehr zeitgemäß, eine Single-Versorgung ist eine reine Kastration bei der Planung und dem Bau heute :1145
Aber eine Vorschrift ist die DIN18015 ( DIN 18015-2:2010-11: neue Anforderungen Mindestausstattung ), und die sieht eine Nutzung von Leerrohren für die "Kabel der Telekommunikation" vor. Man kann dann einfach das "vergessene" Koaxkabel nach verlegen.
Wenn auch das "vergessen" wurde (bzw. vom gewerblichen Erbauer dieses Teiles der Arbeiten einfach aus kosten-/arbeitszeit-relevanten Gründen weg gelassen wurde) dann sind das ggf. Baumängel, bei einer neu erbauten Anlage schon vor der Inbetriebnahme.
Da aber dies kein Einzelfall ist gibt es da Kombi-Anlage, also Schalter die per Legacy versorgen (Single-Versorgung über reinen Standard-Multischalter) und auch Ausgänge haben für eine Unicable-Versorgung (4, 8, 16 Tuner-Versorgungen über ein Kabel).
Siehe dazu unter:
Jultec JRS0502-4+4T
Jultec JPS0502-8+4T
Das sind Legacy-CSS-Kombi Multischalter => Such-Tag dazu
Erklärt auch der oben schon verlinkte Beitrag unter Bündelung zweier Unicable Stammausgänge noch erweitert.

Das gibts auch mehr "personalisiert" als Unicable-Legacy-Mischanlage => Such-Tag dazu

SatTobi hat geschrieben:Dafür sind an jedem Sat Dose Standort auch Duplex Datenleitungen vorhanden, die ebenfalls in den Technikraum führen. Ein zentraler Reciever mit IP Einspeisung würde dann die Antwort sein. (natürlich müsste man dann zwei Multischalterausgänge hierfür verwenden.)

Daten-/Netzwerk-Leitungen haben mit der Satanlage nichts zu tun. Aber beim Netzwerk wurde hier wohl mehr Wert gelegt als auf die TV-Versorgung. Planung dazu ist besser und ausreichender als die Satanlagen-Versorgung für die Receiver.
Mal nur angenommen sie legen sich Sky zu, dann erhalten sie von dort einen Twin-Receiver. Der wäre schon mit dem Anschluss an ihre Anlage kastriert (unterversorgt).
Und ein Gerät von Sky das per Netzwerk/IP gespeist werden kann sucht man vergeblich, übrigens auch andere Empfänger in diesem Bereich.
Warum sollte man auch wegen einer falschen Planung der Sat-Versorgung dann 2 Receiver dort aufstellen müssen ? Richtig planen, erspart einem hinterher das ganze Durcheinander. Und jetzt ist es noch möglich (Kabel nach vererlegen in die vorhandenen Leerrohre oder Verwendung/Planung mit einem Unicable-Schalter/Kombi-Schalter/Legacy-/CSS Mischaufbau.
Siehe z.B. unter SAT-Anlage Planung Neubau , der erklärt dazu wirklich sehr gut fast alles.
Wie es auch geht, siehe unter Umbau/Erweiterung meiner vorhandenen Sat Anlage
Und das gibt es auch in RIESEN Aufbauten => Planung/Kauf einer neuen Sat Anlage (einer der Referenz-Beiträge hier der vieles sehr super gut, super genau erklärt).

SatTobi hat geschrieben:Kurzfristig ist das nicht geplant; nur ein Reciever im Wohnzimmer und einer im Schlafzimmer werden aktiv sein. Der Rest ist als Vorbereitung zu sehen.

Was heute nicht ist kommt bald, und dann steht man falsch geplant da und fängt von Neuem an.
Eine Vorbereitung = heute das machen was man dann hat wenn es benötigt wird

SatTobi hat geschrieben:PA:
Mir ist technisch völlig klar, dass der PA vorgenommen werden muss und das wird er auch. Eine PA Verbindung am Mast mit dem Schirm der Leitungen erzeugt allerdings in unserer Anlage eine Erdschleife von >> 10m Leitungslänge mit einem gewissen Leitungsabstand. Die aufgespannte Fläche ist erheblich und ich habe Bedenken, dass das für die Funktion eher schlecht als gut ist. In allen Beispielen (Kleiske, Kathrein usw.) wird davon ausgegangen, dass die Erdschleifenbildung zu vermeinden ist. Kleiske schreibt das sogar explizit in seinem Anschlussschema. (PA Leiter vom Antennenraum in der Praxis häufig 16qmm und muss entfallen, wenn die Erdanbindung über den PA zwischen Erdungsblock und Mast durchgeführt ist.
Genau das übertrage ich auf unseren Sonderfall, dass der Spiegel eben räumlich zwischen HES und Multischalter sitzt.
Stichpunkte: Der Mast wird an die HES angeschlossen. Der zentrale ERdungspunkt der Satanlage ist im DG. Vor dort großflächige Verbundung zur HES. Keine Schleife in der Erdanbindung. Die zu überwindende Strecke vom Mast zur HES ist gering, etwas über das Garagendach und die Wand hinab (= unter 10m) Die Leitungslänge der Coaxleitungen ist größer ud die Leitfähigkeit des Schirmes für viele Ströme schlechter. Das bedeutet, das der Widerstand gg. Erde wird vom Mast direkt richtung HES geringer sein. Die anderen Endpunkte der Sternverteilung sind auch nicht nochmal extra aufgelegt - aus gutem (dem gleichen) Grund.

Das sind tlw. "alte" Normen, aber auch dazu hatte ich extra oben einen Beitrag verlinkt der das erklärt.
Urlaub !! Bis incl. 19.6. daher hier nur eingeschränkter Dienst ..

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Wichtiger Hinweis: Zuständigkeiten verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK) und Blitzschutzfachkräfte
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Diese Signatur wächst von Woche zu Woche und enthält immer mehr grundlegende Inhalte die bitte berücksichtigt werden sollten bei bzw. VOR Anfragen !
100% beantwortet werden können nur Anfragen die auch alle relevanten Teile beinhalten die man benötigt für eine Antwort (genaue Beschreibungen/ Angabe von Herstellern/Typen für vorhandenes Material etc.). Bitte vermeiden Sie Aussagen wie "habe viel gelesen, aber ..." ohne Nennung von dem was Sie gelesen haben - den nur dann kann man auch darauf eingehen was event. unklar ist/war.

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Re: Sat Anlage EFH, Spiegel auf Garage, Frage PA / Blitzschutz und benötigte Komponenten

Ungelesener Beitragvon Dipol » 29. April 2019 00:50

SatTobi hat geschrieben:
PA:
Mir ist technisch völlig klar, dass der PA vorgenommen werden muss und das wird er auch. Eine PA Verbindung am Mast mit dem Schirm der Leitungen erzeugt allerdings in unserer Anlage eine Erdschleife von >> 10m Leitungslänge mit einem gewissen Leitungsabstand. Die aufgespannte Fläche ist erheblich und ich habe Bedenken, dass das für die Funktion eher schlecht als gut ist.

Jede unnötige Schleife ist eine zu viel, weil sie bei Einschlägen in die Nachbarschaft induktive Blitzströme einkoppeln kann. Die Absicht Schleifen zu vermeiden ist löblich, aber Blitze, die es von den Wolken bis zur Erde geschafft haben, lassen sich weder durch knapp 1 mm PVC von Kabelmänteln oder LNB-Wetterschutzgehäusen noch durch lediglich ausgeschaltete Endgeräte von Überschlägen abhalten. Wer bislang bei jedem Gewitter alle Endgeräte ausgesteckt hat, sollte den PA weiterhin möglichst schleifenfrei, bei Schrägdachantennen vorzugsweise mastnah an geerdeten Antennenträgern, ausführen. Wo Empfänger nicht ausgesteckt werden, kann die Schleife geschlossen werden und die Schleifenfreiheit existiert dann nur noch auf dem Papier. In Kenntnis dieses Fakts zieht man beim IEC inzwischen eine möglichst innige Vermaschung vor.

SatTobi hat geschrieben: In allen Beispielen (Kleiske, Kathrein usw.) wird davon ausgegangen, dass die Erdschleifenbildung zu vermeinden ist. Kleiske schreibt das sogar explizit in seinem Anschlussschema. (PA Leiter vom Antennenraum in der Praxis häufig 16qmm und muss entfallen, wenn die Erdanbindung über den PA zwischen Erdungsblock und Mast durchgeführt ist.
Genau das übertrage ich auf unseren Sonderfall, dass der Spiegel eben räumlich zwischen HES und Multischalter sitzt.

Bezüglich der Grafik auf der Kleiske-Homepage liegt offenkundig eine Fehlinterpretation vor. Leider gibt es eine missverständliche Darstellung in einer Artikelserie in der Fachzeitschrift de, die Kollege Kleiske noch berichtigen will. Grafiken von Dachantennen lassen sich nicht 1:1 auf vom Gebäude abgesetzte Garten- und Garagenantennen in Blitzschutzzone LPZ 0A umsetzen.

SatTobi hat geschrieben: Stichpunkte: Der Mast wird an die HES angeschlossen. Der zentrale ERdungspunkt der Satanlage ist im DG. Vor dort großflächige Verbundung zur HES. Keine Schleife in der Erdanbindung. Die zu überwindende Strecke vom Mast zur HES ist gering, etwas über das Garagendach und die Wand hinab (= unter 10m) Die Leitungslänge der Coaxleitungen ist größer ud die Leitfähigkeit des Schirmes für viele Ströme schlechter. Das bedeutet, das der Widerstand gg. Erde wird vom Mast direkt richtung HES geringer sein. Die anderen Endpunkte der Sternverteilung sind auch nicht nochmal extra aufgelegt - aus gutem (dem gleichen) Grund.

Nach der Skizze in Beitrag 1 wäre ein antennennaher PA der Koaxkabel für den Schutz des LNB nützlicher als für den Multischalter und die angeschlossenen Endgeräte. Warum der MS im DG und nicht der optimaleren Position im UG vorgesehen wurde, ist dubios.

Die Kirchhoffschen Gesetze gelten auch für die Aufteilung transienter Blitzströme. Dabei ist aber zu beachten, dass der induktive Widerstand Leiter maßgeblich und 16 mm² Cu nur unwesentlich niederimpedanter als 4 mm² Cu oder Koaxkabel ist. Querschnittsbezogene Gleichstrombetrachtungen führen zu Trugschlüssen, zumal wenn der Erdungsleiterpfad bei sinnvoller Außenableitung länger ist.

Der blitzschutztechnisch wichtigste PA ist der an der Kabeleinführung unmittelbar vor oder nach der Gebäudehülle. Der PA muss auch bei Ausbau des MS erhalten bleiben, weshalb auch die Sternleitungen über einen geerdeten Erdblock oder Erdwinkel zu führen sind. Die Parallelführung des Erdungsleiters von der Antenne und dem PA-Leiter erfordert zur Vermeidung von Lichtbögen entweder eine Brücke oder Anklemmung des PA-Leiters an den möglichst ungeschnittenen Erdungsleiter.

Zum Abschluss noch die Binsenweisheit, dass jede Kette nur so stark wie das schwächste Glied ist. 16 mm² Cu übersteht - vorbehaltlich dafür ausgelegter Klemmen - selbst äußerst seltene Blitzmonster von 200 kA schadlos. Nach Norm müssen alle Verbinder und folglich der Mastanschluss und die HES für 16 mm² Cu Klasse H = 100 kA zertifiziert sein. Erdungsleiteranschluss an HES erfordert eine Type mit stabilen Zugklemmen für Blitzschutzpotenzialausgleich.

Antenne_SatTobi.jpg
Zuletzt geändert von Dipol am 29. April 2019 22:25, insgesamt 1-mal geändert.


 


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